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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
Entstehung
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Eisenmann

graphische Arbeiten betreffen vorzüglich die Undu-lationstheorie des Lichtes. Auch construirte ereinen Apparat zur objektiven Darstellung vonBeugungserscheinungen n. bestimmte damit dieWellenlänge für das äußerste sichtbare Roth u.Violet im Spectrum u. a. Auch beschrieb ereine Combiuation lang andauernder galvanischerStröme, die besonders sür telegraphische Zweckevon Bedeutung waren. Seine Anleitung zurAusführung u. Visitation der Blitzableiter (1848)ist immer noch brauchbar. Er st. 10. Juli 1872zu Karlsruhe. 2) Jakob Friedrich, verdienterArchitekt, Vetter des Vor., geb. 23. Nov. 1805zu Lörrach; wurde, nachdem er in der Wein-brennerschen Bauschule in Karlsruhe seine Aus-bildung erlangt u. darauf ein Jahr in Italiengeweilt, 1832 Lehrer, 1839 Professor an der Bau-schule des Polytechnischen Instituts zu Karlsruhe,in welcher Eigenschaft er die meisten seiner Bau-werke entwarf u. aussührte, namentlich die sämmt-licheu Hochbauten an der Badischen Eisenbahn,die Restaurirung des Schlosses Ortenberg bei Offen»bürg rc. Nachdem er 1853 mit dein Titel einesBaurathes die Leitung der Bauschule erhalten,st. er schon 27. Febr. 1854. Von ihm: Die Or-namentik in ihrer Anwendung auf verschiedene Ban-gewerke, fortgesetzt von Lang, Heft 1 23, Karlsr.184963; Mittelalterliche Bauwerke im südwestl.Deutschland u. amRhein, Hestl 5, ebd. 185357;Ausgeführtc oder zur Ausführung bestimmte Ent-würfe von Gebäuden verschiedener Gattung, Heft117, ebd. 185259; Holzbauten des Schwarz-waldes, ebd. 1853 ff. Seine Hochbauten an denBadischen Eisenbahnen erschienen im Druck ge-sammelt 1865 66. 3) August, Ägyptolog,

geb. 6. Oct. 1832 zu Mannheim; studirte 1850bis 1853 Theologie zu Heidelberg u. Güttingen,ging später jedoch zum Studium der Chemie u.Physik über, in welchen Fächern er 1859 pro-movirte. Bis 1863 beschäftigte er sich mit derFabrikation chemischer Products,wechselte aberwiederum seinen Beruf u. wurde Ägyptolog. Erhabilitirte sich 1869 in Heidelberg mit einer Schrift:Analytische Erklärung des demotischcn Theils derRosettana, Lpz. 1869. Die Inschrift auf demBasalt von Rosette in Hieroglyphen, demotischeru. griechischer Schrift gab bekanntlich die Schlüsselzur Entzifferung der Hieroglyphen. Im Jahre186970 machte E. eine wissenschaftliche Reisenach Ägypten, Palästina, Syrien, Athen u. Con-stantinopel. Eine Frucht dieser Reise war zunächstdie Publikation des großen Papyrus Harris (jetztim britischen Museum in London), eines wichtigenBeitrages zur ägyptischen Geschichte, der ein3900 Jahre altes Zeugniß für die mosaische Re-ligionsstiftung enthält (Leipz. 1872). 1872 zumaußerordentlichen Professor ernannt, veröffentlichteE. eine Übersetzung des erwähnten Papyrns 1873»i der Ägyptischen Zeitschrift, sowie eine voll-ständige Uebersetzung desselben in Gemeinschaftmit Birch in den Rseoräs ok bbs Rast: VI.^III. In englischer Sprache schrieb er auch:ade xolitioal oonckition ob biAz-pt bskors ilisLoiZn ok Raumes III. in Rransaotäons ok tLsLoeist^ ok Liblieal LrobaoolvA/, Vol. I, Rart II(Iwuäon 1872) u. hielt in London 1874 auf dem

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internationalen Orientalistencongreß einen Vortragüber den mathematischen Papyrus des IZritisIrLInssnm. Unter seinen Aufsätzen in der Ägyp-tischen Zeitschrift ist besond. der über die ägypt.Maaße (1875) zu erwähnen. i)r. 2 ) Lagm. s)Lchf-ldt.

Eisenmann, Gottfried, deutscher Politikeru. Arzt, als Sohn eines armen Schuhmachersgeb. 1795 in Würzburg; studirte erst die Rechte,machte dann die Feldzüge 181315 mit undwandte sich nun der Medicin szu, schloß sich aberder Burschenschaft hier an. Als Mitglied desBundes der Jungen, welche eine Reform der politi-schen Verhältnisse Deutschlands austrebte, verdäch-tigt, wurde er 1823 verhaftet und nach Münchengebracht. Nach einjähriger Haft ließ er sich alspraktischer Arzt in Würzbnrg nieder u. gründete,nachdem Ludwig I. den bayerischen Thron be-stiegen, das Bayerische Volksblatt, in welchem erfür Volks- u. Bürgerrechte eintrat. 1831 wardE. nach München berufen, um die BayerischenLandtagsblätter herauszugeben, ließ aber, anstattdem Rufe zn folgen, nun seine Schrift: Franz v.Spanns politisches Testament, ein Beitr. zur Gssch.der Preßfreiheit rc., Erl. 1831, eine Vertheidig-uug der Gedanken-, Rede- n. Preßfreiheit, er-scheinen u. setzte sein Volksblatt fort, bis es plötz-lich unterdrückt, u. er, hauptsächlich infolge seinesöffentlich abgelegten, gegen die Reaktion gerich-teten politischen Glaubensbekenntnisses, 21. Sept.1832 gefangen nach München trausportirt u. nachlängerer Untersuchung zur Abbitte vor dem Bildedes Königs und zuZuchthaus auf unbestimmteZeit" (d. h. selbst ein Begnadigungsgesuch sollte ererst nach Ablauf von wenigstens 16 Jahren stellendürfen) vcrurthcilt, mit der Erlaubuiß jedoch, seinemediciuischcu Studien sortsetzen zu dürfen, u. stam-men aus dieser Zeit eine Reihe von Schriften überSyphilis, die Kraukheitsfamilieu Pyra, Typhus,Cholosis rc. 1847 endlich begnadigt, ward er1848 in den Fünfziger-Ausschuß zn Frankfurtgewählt u. nachher in die Nationalversammlung,wo er dem linken Centrum angehörte. Die bayer.Staatsregiernng hat ihm 1848, auf die Beschlüssebeider Kammern hin, eine ansehnliche Geldent-schädignng gewährt, um wenigstens seine finanziel-len Verluste auszngleichen. Nachher practicirte erwieder als Arzt in Würzbnrg u. st. hier 23. März1867. Aus der Märzzeit stammt seine L-chrift:Ideen zn einer deutschen Reichsverfassung, Berl.

1848. Lagai.

Eisenmarkt (Vajda-Hunyad), Marktflecken imsiebenbürg. Comitat Hunyad, an der Cserna,Franciscanerconvent; Hanptniederlage des siebcn-vürgischcn Eisens, Handel damit, Sensenfabrik,Hammerwerk; 2597 Einw. Dabei auf einemFelsen das großartige, 1452 erbaute n. 1854 durchBrand größtentheils zerstörte Bergschloß Hunyad,die alte Burg der Corvine.

Eisenmenger, 1) Joh. Andreas, Orien-talist n. darnach um so eifrigerer Bekämpfer seinerfrüheren Glaubensgenossen, geb. 1654 in Mann-heim; studirte in Amsterdam die orientalischenSprachen, erhielt 1693 bei der kurfürstlichen Kanz-lei in Heidelberg eine Anstellung und ward 1700Professor der orientalischen Sprachen daselbst, alswelcher er auch 20. Dec. 1704 starb. Seine Schrift:

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