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Eisenfest —
seinen reinsten Varietäten sehr gutartiges, sogaredles Erz von 40"/o Eisengehalt; oft krystallisirend,durchschnittlich von Heller Farbe, durch Oxydationbraun und schwarz, auch oft roth gefärbt und inNotheiscnstein n. Brauneisenstein übergehend. Erkommt in den ältesten, wie in neueren Forma-tionen vor und bildet theils mächtige und aus-gedehnte Gangzüge, theils Stöcke u. Nester. Diegrößten u. berühmtesten Lagerstätten sind die derSiegcner u. Koblenzer Reviere in Rheinland undWestfalen, das Revier Schmalkalden im ThüringerWald, der österr. Alpenländcr, sowie der ober-ungarischen Bezirke. Neuerdings hat man auchin Spanien u. Afrika, sowie in England u. Nord-Amerika Lagerstätten desselben Erzes anfgcfnnden.5) Thoneisenstein, oft auch Sphärosiderit ge-nannt, ein vorwiegend ans verunreinigtem Spath-eisenstein zusammengesetztes, oft z. Th. in Eisen-oxyd und Oxydhydrat übergcgangenes, sehr ver-änderliches, aber verbreitetes Eisenerz, das im All-gemeinen leichtflüssig ist n. häufig vor dem Ver-schmelzen geröstet werden muß. Der Eisengehaltschwankt zwischen 16 u. 40°/o; der Charakter desErzes ist vorwiegend schwer reducirbar. Die be-deutendsten Lagerstätten liegen in England, Schott-land, Luxemburg, Ober-Schlesien, Böhmen n. a.Orten. E., in denen Schwefel mit Eisen verbun-den vorkommt, wie Magnetkies, Schwefelkies,Bnntkupfererz, können nicht zur Gewinnung desEisens benutzt werden, sie dienen zur Darstellungvon Eisenvitriol, zur Gewinnung des Schwefelsund der mit demselben verbundenen Metalle, wieKupfer und Silber. Dürre.
Eisenfest ist 1) etwas, das so befestigt ist, daßalle überhaupt daran zur Wirksamkeit kommendenKräfte nicht im Stande sind, die Befestigung auchnur im Geringsten zu lockern. - 2) Ein hölzernesSchiff, bei welchem die die Außenhaut mit denSpanten verbindenden Bolzen n. Nägel, sowieüberhaupt alle Bolzen n. Nägel, welche mit einemEnde in der Außenhaut bez. Kiel oder Stevenstecken, auch unter Wasser von Eisen sind (imGegensätze zu Holznägeln u. Kupferbolzen bez.Metallnägeln). E-e Schiffe haben entweder gareinen Bodenbeschlag oder sind mit einer Zink-Haut versehen, da eine Knpferhant infolge galva-nischer Einwirkung durch Vermittelung des See-wassers die eisernen Bolzen sie. schnell verzehrenwürde. (Vgl. Knpfersest.) Fest.
Eisenflnh, gewöhnlich Jsenflnh gen., altesBergdorf auf hoher Felswand im Lauterbrunner-Thal des Berner Oberlandes (Schweiz), 138 Ew.;1098 m ü. M., unbeschreiblich schöne Aussicht.
Eiscnfluorid, Verbindung von Eisen mit Fluorwelches sich beim Auflösen von Eisen-oxydhydrat in Fluorwasserstoffsäure bildet. DieKrystalle sind farblos, schwer löslich u. in starkerHitze sublimirbar. Mit F-luorkalium liefert eszwei farblose Doppelsalze: OLlll, (b^M« und4LM, (l'vzMg. Hetzer.
Eiscnflnornr, Verbindung von Eisen mitFluor, sie entsteht beim Auflösen von Eisen
in Fluorwasserstoffsäure u. scheidet sich dabei in 'kleinen blaßgrünen, schwer löslichen Krystallen ab. 'Es liefert mit Fluorkalium ein krystallisirbares !Doppelsalz (L1?I, Felll?). H-tz-r. l
- Eisenglanz.
Elsenfrischen, die Operation, durch welcheRoheisen in Schmiedeeisen verwandelt wird; sEisen III.
Eiscnsrischschlacke, Gemenge von Eisenoxy-dnlsilikat u. Eisenoxydoxydul in den verschiedenste,,Verhältnissen. Sie bildet sich als unvermeidlichesNebenprodnct aller Oxydationsprocesse in hoherTemperatur, bei denen Eisen in Frage kommt u.enthält selten weniger als 50"/^ metallisches Eisen.Man sucht sie deshalb, soweit dies nicht bereitsim Frischproceß (s. Pnddeln unter Eisen) statt-findet als Eisenerz im Hohofen zu verwerthengatlirt sie mit basischen Erzen oder einem hohenÄalkzuschlag.
Eisengresterei (Mechan. Technologie), 1) Ge-werbsmäßige Darstellung von Gegenständen ausGußeisen durch Herstellen einer Hohlform n. Aus-füllen derselben mittels flüssiggemachten Gußeisens.2) Anstalt zur Ausführung der genannten Dar-stellung. Der Betrieb der E-en zerfällt in meh-rere Hauptarbeiten. Zunächst ist die Herstellungder Form zu erwähnen, welche aus plastischemMaterial um ein Modell herum gestampft, dannnach erfolgtem Anseinandernehmen u. Entfernungdes Modells leer wieder zusammengesetzt u. zumGuß bereit gestellt wird. DieFormmassen dafür sindmeist feuerfeste Sande oder Thone in verschiedenerMischung; manche werden in frischem feuchtem Zu-stande benutzt, andere müssen nach LemAbsorntcndesModells, getrocknet, sogar gebrannt werden. Wenndie Form gußbcreit ist, wird sie mit flüssigem Eisenangefllllt, welches entweder direct ans den Hoh-öfen von der Erzverarbeitnng genommen, oder,und dies in den meisten Fällen, in besonderenUmschmelzöfen flüssig gemacht wird. Diese Öfensind verschiedener Construction; meist werdenSchachtöfen (Kupolöfen) angewandt, daneben aberauch Flammöfen u. Tiegelösen, erstere nur für bes.Products, letztere nur für ganz seine u. kleineSachen, oder für Maaren, bei denen es auf dieErhaltung einer bestimmten Matcrialqualität an-kommt. Ans Gußeisen werden im großen Maß-stabe dargestellt: Poterie, Öfen, Roststäbe, Koch-heerde aller Art, Wasser- n. Gasleitungsröhren(z. Th. ohne Modell u. mittelst Maschinen), La-terncnstützen, Gitter n. Bansachen, Säulen undBalken, Treppen u. Galerien, Verandas, Pa-villons, Maschincntheile aller Art von den leich-testen Theilen landwirthschastlicher n. Nähma-schinen bis zu den Schwungrädern der Walzwerkeu. den Dampfhammerfnndainenten (von 150,000bis 200,000 IcA Gewicht), Kanonen (Rodman-geschütze von über 50,000 Ic§ Nettogewicht),Panzerkascmattcn (50,000—100,000 ÜA Gewicht),Eisenbahnwaggonräder, Herz- n. Weichcnstncke u.eine Menge noch anderer Artikel. Die äußereBehandlung des Eisens durch decorative Mittelhat die Imitation aller Arten von Metallgegen-ständen rc. gestattet u. das Eisen der Bronze voll-kommen ebenbürtig gemacht. Dürre.
Eisenglanz (Glanzeisenerz), Mineral, Varie-tät des Rotheisenerzes; krystallisirt in Rhom-boedern, die oft zu Drusen verwachsen sind, findetsich auch derb, körnig, in schaligen u. schuppigenMassen von unebenem bis muscheligem Bruch,eisenschwarzer bis stahlgrauer Farbe, metallglän-