158
Eisen blumm -
brücke bei Düsseldorf hat u. a. 4 feste Öffnungenmit je 104„ m Lichtweite. Die Elbbrllcke bei Hä-, inerten, von Schweizer, hat 5 Hauptöfsnungen^ von je 65,g m Spannweite. Die schönste der neue-ren eisernen Balkenbrücken ist die 1272 m langeThorner Weichselbrücke, mit 5 Öffnungenvon 94,m, eine von 44,^ u. 11 von 34,^ mLichtweite. Bei den E. sucht jederBrückenconstructeurein möglichst geringes Gewicht der Eisenconstruc-tion zu erzielen, zumal da dadurch meistentheilsdie Kosten ermäßigt werden. Dieses Ziel ist wvlam meisten erreicht bei der Hamburger Elbbrücke.Das hier angewandte Balkensystem ist das desLohse-Trägers. Derselbe hat 96,^ m lichteSpannweite und in der Mitte eine Höhe von21,gg m. Das Gewicht pro lfd. in und Gleisder lichten Spannweite beträgt nur 61,gg Crr.Endlich ist hier noch anzuführen als eine der leich-testen E. die Brücke über den Zeglin-Strom beiStettin mit 92 m Stützweite der Hauptöfsnung.Bei derselben kommt ans 1 lsd. m jedes Haupt-trägcrs an Eisengewicht x—450 4-211 LZr Kühne.
Eisenblume», so v. w. Sublimirtes Eisen-chlorid.
Eisenblüthe, Variet. des faserigen Aragonits,wahrscheinlich ein Zersetzungsproduct des Späth-eisensteins (s. Eisenspath); zackige, korallen- oderbaumartig sich verästelnde Bildungen von weißerFarbe; findet sich zu Eisenerz in Steiermark, beiHüttenberg in Kärnten u. Horzowitz in Böhmen.
Eiseubrod (Selezny Brod), Stadt im BezirkSemil in Böhmen, an der Jser; Station derSüd-NorddeutschenVerbindungsbahn; Streichgarn-spinnereien; Mühlen; 2199 Ew.
Eiscnbnrg, 1) (Vas), Comitat im KönigreichUngarn, grenzt gegen N.. an das Com. Ödenburg,gegen Ö. an das Com. Veszprem, gegen SO. u.S. an das Com. Zala n. gegen SW. n. W. audas Herzogthum Steiermark. Der W. u. der S.des Comitats sind gebirgig durch die östlichen Ver-zweigungen der Steierischen Alpen (RaabthalerAlpen), die Mitte und der NO. ebener. Durch-flossen wird es von der Raab, welche hier dieLasnitz, Pinka, Gllnz und Sorock aufnimmt; auder SWGrenze berührt es die Mur, welcher dieLendva zufließt. Der Boden ist nur in den Thä-lern der Flüsse fruchtbar. Products: Steinkoh-len, Quecksilber, Vitriol, Mineralwässer; Getreide,Wein, Obst, Tabak, Holz; Rindvieh, Schweine,Geflügel, Wild, Fische. Die nicht bedeutende In-dustrie liefert Tuch, Leinwand, Papier, Messer,Glas, Holzgeräthschaften, Töpserwaaren. 5035Hs üm (91,^ UDM); 331,602 Ew. (auf 1 Hjüm66, in ganz Ungarn 51). Ängetheilt in 10 Stuhl-u. 2 Stadtbezirke. Hauptort: Stein am Anger.2 ) (Vasvar), Marktflecken darin, unweit der Raab,ehemals königl. Freistadt und berühmte Festung;Domiuicanerkloster; besuchte Jahrmärkte; 1900 Ew.Hier 10. Ang. 1664 Friede zwischen Kaiser Leo-pold I. u. der Pforte. H. Berns.
Eiscn-Coustructionen(Baus.) kommenneuer,dings bei Hoch- u. Ingenieur-Bauten immer häu-figer zur Anwendung. Bei ersteren vorzüglich beiDach-, Decken- u. Treppen-Constrnctionen aller Art,bei letzteren u) im Wasserbau, wo Fangedämme,Seeschleusenthore rc. durch sie hergestellt werden;
- Eisenchlond.
b) im Brückenbau, wo sie zur Entstehung dergroßartigsten Bauwerke der Neuzeit beitrugen; <-)im Eisenbahn- u. Tunnelbau; ä) im Maschinen-bau n. e) im Schiffbau in einer früher nie ge-ahnten Ausdehnung. Durch Anwendung der E.-C.bei Bauwerken aller Art ist das gesammte Bau-wesen in ein großartiges Entwickelungsstadium ge-treten u. in neuem Aufschwünge begriffen. DurchHerstellung der Verkehrsmittel und Maschinen inE-C. erhält die gegenwärtige Zeit ihren Charakter.(Vgl. Eisenbahn, Eisenbalken, Eisenbau, Eisen-Brücken rc.) Köhne.
Eisenbromid, Verbindung von Eisen mit Bromvon der Zusammensetzung (V^jUrg; es entstehtbeim Behandeln von Eisenfeilspähncn mit Wasseru. überschüssigem Brom; die gelbbraune, wässerigeLösung zersetzt sich beim Erwärmen, indem Brom-Wasserstoff entweicht. Wasserfreies E. erhält maubei der Einwirkung von Bromdampf ans glühen-des Eisen, in rothen, zerfließlichen Krystallen.
Hetzer.
Eisenüronmr, eine aus Brom u. Eisen be-stehende chemische Verbindung, von der Formel§sLi- 2 ; sie bildet sich, wenn man überschüssigeEisenfeilspähne mit Brom n. Wasser digerirtkrystallisirt aus seiner Lösung in blaßgrüncn Ta-feln, die 6 Molccüle Krystallwasser enthalten.Wasserfrei durch Glühen von Eisen in Bromdampferhalten, bildet^ gelbe, schwer schmelzbare Blätter.
Hetzer.
Eisenchlorid, chemische Verbindung von Eisenund Chlor nach der Formel (IP^OIg zusammen-gesetzt, die sich manchmal an den Kraterrändernvon Vulcanen findet. Man erhält es wasserfrei,indem man Eisendraht in einer Glasröhre oderRetorte erhitzt und trockenes Chlorgas einleitet.Das entstehende E. wird sofort dampfförmig undverdichtet sich in den kälteren Theilen des Appa-rates in Form von schwarzen, metallglänzendenSchuppen; dieselben verflüchtigen sich schon beietwa 100" und lassen sich demnach leicht sublimi-ren; hat dabei die Luft freien Zutritt, so findeteine theilweise Zersetzung statt, indem sich Chlorn. nicht flüchtiges Eisenoxyd bildet; bei Gegenwartvon Wasserdampf tritt vollständige Zersetzung ein.Sie sind zerfließlich u. lösen sich in Wasser, Alko-hol und Äther mit rothbrauner Farbe auf. —Eine wässerige Lösung von E. stellt man dar durchAuflösen von Eisenoxyd oder Eisenoxydhydrat inSalzsäure, oder durch Eiuleiten von Chlorgas inEisenchlorürlösung, die man durch Behandlung vonEisen (Nägel, Feilspäue) mit Salzsäure erhält.Die Umwandlung des Eisenchlorürs in E. trittauch dann ein, wenn man die angesäuerte Lösungdesselben mit etwas Salpetersäure od. chlorsaureinKali vorsichtig erwärmt; sie ist beendet, wenn dieFlüssigkeit je nach ihrer Concentration eine gelbeoder gelbrothe Farbe angenommen hat und mitAmmoniak einen rothbraunen Niederschlag gibt.Die concentrirte Lösung von E. liefert beim Er-kalten wasserhaltige, rothbraune Krystalle; dampftman sie zur Trockene ab, so findet eine theilweiseZersetzung statt; es entweicht anfangs Chlorwasser-stoff, sodann snblimirt unverändertes E., u. Eisen-oxyd bleibt zurück. Erhitzt man E-lösung mitZink, schwefliger Säure, Schwefelwasserstoff und