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stehen. Auch in die Blocksignale lassen sich dieBahnhofsabschlußsignale bequem einreihen.
0) Der Verkehr in den Bahnhöfen selbstmuß endlich ebenfalls durch Signale geregelt wer-den, um so mehr als in ihnen die Fahrbahn nichtunabänderlich zu sein Pflegt, vielmehr mit Hilfevon Weichen, Schiebebühnen, Gelcisekarren, Dreh-scheiben sehr mannigfachem Wechsel unterworfenwird, was gerade eine so vielseitige Benutzungder Schienenwege n. einen so vielgestaltigen Ver-kehr ermöglicht. Zur Verhütung von Ungliicks-sällen ist demnach jedem Zuge oder Zngtheile zujeder Bewegung besondere Erlanbniß zu crthcilen,nachdem für ihn der beabsichtigte Weg ununter-brochen hcrgestellt n. von jedem Hindernisse frei-gemacht ist. Es dienen dazu die Rangirsignalc,welche theils sichtbare sind und bei Tage mit derHand, mit der Mütze, mit'einer Fahne ob. Scheibe,bei Stacht mit Laternen gegeben werden, theils alshörbare mit Pfeifen, Hörnern oder Trompeten er-theilt werden. Außerdem werden aber mit denWeichen, Drehscheiben, Wasserkrahnen meist sicht-bare Signale so verbunden, daß sie sich automa-tisch mit ihnen zugleich bewegen n. demnach Anskunft über ihre jedesmalige Stellung zu gebenvermögen. Die Bedienung der Weichen n. der zuihnen gehörigen Signale pflegt man bei größerenBahnhöfen mit starkem Verkehr in eine Hand zulegen n. von einem Ce n tralw eichenstellappa-rate ans zu leiten. Bei diesen Cenlralappararcntrifft man zugleich Fürsorge dahin, daß kein Fahr-signal gegeben werden kann, bevor alle in Fragekommenden Weichen richtig gestellt sind, daß ferner»ach Stellung dieser Weichen alle jene Weichenunbeweglich (fest) gemacht werden, deren falscheStellung unter Umständen einen anderen Zug ov.Zugtheil zum Zusammenstöße mit demjenigen,welchem das Fahrsignal gelten soll, bringen könnteu. daß endlich nach Ertheilnng des Fahrsignalessämmtliche gestellte Weichen bis nach dem Wicder-einziehen des Fahrsignales, fest gemacht werden.Diese gegenseitige Abhängigkeit der Signale undWeichen erreicht man durch geeignete Verbindungder Stellhebel mit an denselben angebrachten Rie-geln (Locking- oder Jnterlocking-System).In England n. Frankreich stellt man diese Ver-bindung vorwiegend auf rein mechanischem Wegeher n. bewirkt zugleich das Stellen aller Weichenu. Signale von der Centralstclle ans, welche manin einem erhöhten Häuschen oder auf einer überdie Bahngeleise hinweggehenden Brücke (der Sig-nalstube) einrichtct; die dabei erforderlichen lau-gen Stellhebel n. Gestänge sind in Deutschland u.Oesterreich bei deren rauherem Klima in höheremMaße Störungen durch Schnee u. Eis ausgesctzt,u. deshalb verdient hier, wo außerdem auch dieganzen Bahnhossanlagen n. Betriebseinrichtungenein Überblicken sämmtlicher Weichen und Signalevon einem Centralpnnktc aus meist nicht gestatten,die Mitbenutzung der Elektricität zur Herstellungjener gegenseitigen Abhängigkeit den Vorzug, undman wird zweckmäßig etwa nach den von Siemensu. Halske ansgeführten Centralapparaten nach K.Ansehens Systeme die Stellung der außerhalbGesichtswcite liegenden Signale n. Weichen beson-deren Signal- u. Weichenwärtern übertragen, denen
— Eisenbahn-Telegraphen.
man aber auf elektrischem Wege das Umstellen derSignale oder Weichen unmöglich macht, so langediese Umstellung irgend eine Gefährdung im Ge-folge haben könnte. Literatur: M. M. v. Weberdas Telegraphen- u. Signalwesen der Eisenbah-neu, Weimar 1867; E. Winkler, Vorträge überEisenbahnbau, 11. Heft, Signalwesen von E. SchmittPrag 1874. Zctzsche.'
Eisenbahn-Subventionen gaben die Deut-schen Regierungen unter gewissen Bedingungen zuEisenbahnbanten; sie liehen Capitalien zu mäßigenZinsen, behielten sich dafür aber Antheit an späte-ren Erträgen u. Einfluß auf die Verwaltung vor.Gegenwärtig kosten die Subventionen, welche Öster-reich zu Eisenbahnbauten bewilligte, dem Staate eineenorme Summe ohne Aussicht auf Wiedererstat-tung. Auch Rußland hat sich die Subventionirungvieler Bahnen angelegen sein lassen, um der Spe-cnlation aus dem Publicum möglichst entgegenzu-kommen. Schmeidler.
Eisenbahn-Tarife, s. Tarife.
Eisenbahn-Telegraphen (Hierbei 1 Tafel),Telegraphen, welche ausschließlich oder doch vor-wiegend für die Zwecke des Eisenbahnbetriebes an-gelegt sind. Sie unterscheiden sich von den Eiseu-bahnsignalapparaten (s. Eiscubahnsignalwesen) da-durch, daß sie nicht bloß im voraus bestimmt!Signale, sondern allerhand ausführliche Mittheiluu-gcn zu befördern haben; dagegen ist ihnen ei»beschränkterer Wirkungskreis zngewiescn als dengewöhnlichen Telegraphen, auch müssen sie meistnicht ausschließlich mit Telegraphiren beschäs- !tigtcn u. deshalb minder geübten Personen anver- 'traut werden, daher werden sie u. namentlich dieStarionsanlagen möglichst einfach eingerichtet. Hatman in früherer Zeit hie und da wohl auch dieentlang der Bahn errichteten optischen Telegra-phen zu einem vollständigeren Telegraphiren zubenntzen versucht, so sind als E. doch vorwiegendelektrische verwendet worden. Schon 1835em-pfahl Wilhelm Weber die Benutzung elektrischerTelegraphen für die Leipzig-Dresdener Bahn. DasVerlangen der Eisenbahnen nach einem brauchbarenTelegraphen hat ganz wesentlich zur Entwickelungder elektrischen Telegraphen beigetragen, ja, dieeigentliche Telegraphie fing erst an sich anszubrei-ten, als es gelungen war, den beschränkteren An-forderungen der Eisenbahnen genügende Telegra-phen herznstellen. Telegramme sind im Eisenbahn-betrieb theils von Station zu Station zu beför-dern, theils gilt es, die Stationen mit PunktenderBahn selbst od. auch mit einem fahrenden Zuge intelegraphische Verbindung zu setzen. 1) Die Ei-senbahndienst- oder Eisenbahnbetriebs-Telegraphen unterhalten den telegraphischenVerkehr zwischen den Eisenbahnstationen.
In diesen Telegraphen spiegeln sich nicht nur diejeweiligen Fortschritte des Telcgraphenwesens über-haupt wieder, sondern es prägen sich in ihnen auchnationale, ja selbst locale Eigenthümlichkeiten aus.
So waren in England von Ausang an Nadeltele«graphcw als E. üblich u. sind Lorl als solche auchjetzt noch sehr verbreitet, während sie bei den eng- ,tischen Staatstelegraphen jetzt nur in sehr unter-geordneter Weise benutzt werden. In anderen Län-dern, welche die Nadeltelcgraphen als E. aufnah-