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aber einen Mißbrauch der Hilfssignalvorrichtnngzu verhüten, ist in einem verschließbaren Kasten,zu dem der Schlüssel in der Wärterstnbe angcsic-qelt ist, unter dem Taster ein Umschalter ange-bracht, mittels dessen sür gewöhnlich der Tasteraus dem Stromkreise ausgcschaltet ist, da dielinks von dem über dem Läutewerke liegendenBlitzableiter und dem Auslösnngsclektromagnetekommende Leitung in der oberen Umschalterschienegleich rechts nach dem Blitzableiter weiter geführtwird; bringt man aber die mittels der 4 Flügel-schranbcn a, i>, o, ä gelüfteten beiden Schienend 6 n.DU des Umschalters in die aus Fig. 7 ersichtlicheverticale Lage n. schraubt sie mittels der 4 Flllgel-schranbeu wieder fest, so hat man dadurch denTaster u. bei dem in Fig. 6 abgebildctcn Läute-werke zugleich auch ein sogenanntes Schließungs-oder Unterbrcchnngsrad (Fig. 8), wie sie KarlFrischen 1855 an den Läutewerken der hannover-schen Bahnen anbrachte, in den Stromkreis ein-geschaltet. Auf dem Umfange dieses Rades schleifteine Feder, welche sich in die Ausschnitte desRades einlegt u. bei dem Umlauf des Rades denVorsprüngen desselben entsprechende Stromschließ-ungen (in Arbeitsstromlinien) oder Stromunter-brechungen (in Nnhestromlinicn) veranlaßt, welcheunter Läuten eines Weckers das dem Rade ent-sprechende, in Fig. 8 unter jedes Schließnngsradgesetzte Schriftlichen in Punkten u. Strichen aufden Morseschreibern der Stationen niederschrcibenläßt. Jedes Wärterhaus hat ein anderes Schließ-uugsrad und so erfährt die Station genau, vonwelchem Wärterhanse der Hilferuf ausgcht; mit-tels der Schlicßungsräder kann auch jeder Unge-übte das Hilsssignal geben u. der Unterbrechnngs-taster wird dann bloß in Gebrauch genommen,wenn ein des Telegraphirens Kundiger ausführ-lichere Nachrichten telegraphisch nach der Stationbefördern will. In ähnlicher Weise fügte dieKaiser-Ferdinands Nordbahn den (in 3) schon er-wähnten Glockcnsignalapparaten mechanische Sig-nalgeber bei, welche den Spieldosen verwandtsind u. mittels deren der Wärter die Nothsignaleentsendet, indem er nach dem Einstellcn einesZeigers ans das abznsendcnde Nothsignal dasFedcrwcrk durch eine Schnur auszieht, worauf- derSignalgeber sclbstthätig das Signal regelrecht ab-spielt. Die neueste von der Fabrik von Siemensu. Halske nach den Angaben ihres Ingenieursvon Hefner-Altcneck gebaute (1872 patentirte)Hilfssignaleinrichtung befindet sich mit einem Blitz-ableiter u. einem Einradläntewerke (vgl. 3) mitWechselstromauslösung in einer Läutesäule. Ausdie Achse des Läutewerkes sind nun noch 8 Schließ-ungsräder aufgesteckt, welche an ihrem Umfangemit verschieden gestellten, dem zu gebendenHilfssignale entsprechenden Vorsprüngen und Ein-schnitten versehen sind. Der in der Leitungvorhandene Ruhestrom ist geschlossen, so langeder längere Arm eines Winkclhebcls in einemder Einschnitte liegt, weil dann der den Contactmachende kürzere Arm ans seinem Amboße anf-liegt, während er von diesem abgehoben wird, so-bald der längere Arm ans einem Vorsprung anf-läuft. Für gewöhnlich ruht der längere Arm aufeiner Stelle der Achse neben den 8 Schlicßungs-
rädern u. hält dabei den Stromkreis geschlossen.Mit den zu gebenden Hilfssignalen sind 8 Schlüsselbezeichnet, die sich nur dadurch von einander un-terscheiden, daß ihre Bärte in verschiedenen Ab-ständen vom Ende des Schaftes sitzen. Wird einsolcher Schlüssel gerade soweit in das Schlüssellochgesteckt, daß er in diesem herumgedreht werdenkann, so wirkt der Schaft auf ^ wn Seitenarmdes Winkelhebcls u. dreht letzteren gerade soweit,um eine horizontale Achse, daß sein längerer Armgenau auf das zu diesem Schlüssel n. Hilfssignalegehörige Schließungsrad zu liegen kommt, 'wäh-rend beim Umdrchen des Schlüssels der Bart aufeinen Riegel wirkt u. durch diesen das Triebwerkausrückt, so daß nun das Hilfssignal in die Lei-tung gegeben u. von Morseschreibern auf denStationen uiedergeschrieben werden kann, was solange stattfindet, bis der Schlüssel wieder umge-gcdreht u. heransgezoge» wird. Diese Hilfssignalewerden von den Läutesänlen ans mittels einesgalvanischen Ruhestroms ans dem nämlichen Drahtegegeben, in welchen von den Stationen aus mittelseines kräftigen Jnductors Wechselströme zur Aus-lösung der Läutewerke entsendet werden; dahermuß beim Umdrehen der Kurbel des Jnductorsvon diesem selbstlhätig zugleich erst der Ruhestromausgcschaltet werden.
8) Die für den Zug bei der Einfahrt ineinen Bahnhof gegebenen Signale sindvorwiegend Statiousdeckungs- oder Bahn-Hofsabschluß-Signale, welche dem sich näh-ernden Zuge die Einfahrt in den Bahnhof er-theileu oder verweigern. Solche Signale sind kaumzu entbehren, wenn, wie es bei uns üblich ist,der Bahnhof gleichzeitig für andere Zwecke, na-mentlich zum Rangiren der Züge benutzt wird.Denn dann darf dem Zuge die Einfahrt nichteher erlaubt werden, bis das von ihm zu benutz-ende Geleise ununterbrochen hergestellt und vonjedem Hindernisse frei gemacht ist, damit nicht dereiufahrende Zug unbeabsichtigt auf ein Nebenge-lcise abgclenkt wird, oder gar der Zug mit an-deren Zügen oder Zugtheilen znsammenstößt. DieseSignale gleichen ganz den in 4) besprochenenDeckungssignalen, wegen der hier vorhandenengrößeren Gefahr ist aber bei ihnen mit noch grö-ßerer Sorgfalt für ausreichende Zuverlässigkeitder Signalstelluug geboten, und namentlich aucheine scharfe Controls derselben für den Fall, wodie Signale soweit vorgerückt sind, daß sie vondem Orte, von welchem aus sie bedient werden,nicht deutlich gesehen werden können. Zur Aus-führung einer solchen Controls sind auf einigennorddeutschen Bahnen besondere optische Control-telegraphen angewendet, mittels welcher dieStellung des Decknngssignales nach dem Stations-zimmer telegraphirt wird; ans französischen Bah-nen werden dazu vielfach Repetionstelegra-phcn benutzt, welche bei Stellung des Decknngs-sigualcs automatisch dessen Bewegung mitmachen;auf anderen französischen und englischen Bahnengeben sichtbare elektrische Controlsignale über dieStellung der Decknngssignale Aufschluß, währendauf österreichischen und französischen Bahnen mitsehr gutem Erfolge Controlklingelapparate(Stations- oder Perron-Läutewerke) in Gebrauch