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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
Entstehung
Seite
112
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Festigkeit (ein harter Eisendraht von 1 UsininQuerschnitt trägt 95,5 ehe er zerreißt), alsauch durch Elasticität, Zähigkeit u. Geschmeidigkeitanszeichnet. Das technisch angewendete E. ist niechemisch rein, sondern enthält außer Kohlenstoffauch noch kleine Mengen anderer Körper. Je nachdem Gehalt des E-s an diesen Substanzen, na-mentlich nach dem Berbindungszustand des Koh-lenstoffs unterscheidet man hauptsächlich 3 Artendesselben, als: Guß- od. Roheisen, das an Koh-lenstoff reichste; Schmiede- od. Stabeisen, das anKohlenstoff ärmste; n. Stahl, welcher in der Mittezwischen beiden steht.

^) Das Roh- od. Gußeisen ist bei starkerWeißglühhitze (10501200° 6.) schmelzbar undhat ein Gewicht von 66357889 ic§ per ebm u.eine absolute Festigkeit von 6,05 24,^ ÜA (beiKanonenguß bis 30,gs ÜA) per Hsmm. Wiewoldas Roheisen seiner Beschaffenheit nach (an Farbe,Härte, Sprödigkeit u. Bruch) sehr von einanderabweicht, so lassen sich doch 2 Hauptarten unter-scheiden, nämlich weißes u. graues Roheisen: a)Weißes Roheisen (Hartfloß, ^onts blauobo,§orAs-xi§) enthält fast allen Kohlenstoff (45"/Jchemisch mit dem E. verbunden, hat im Zustandeder vollkommensten Ausbildung eine silberweißeFarbe mit starkem Glanze u. spiegelndeiüFlächen,weshalb cs auch Spiegeleisen (Spiegelfloß),u. wegen seiner Benutzung zu Stahl Rohstahl-eisen genannt wird. Geht die Farbe ins Bläu-liche u. Bläulichgraue über, u. zeigt sich nur nochein strahlig-saseriges Gefüge, so bildet sich dasblumige Floß (blumige E.). Eine 3. Abart,die am häufigsten vorkommt, ist das grelle Roh-eisen (Weißeisen). Die weiße Farbe hat hier

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Sie bestehen mithin aus veränderlichen AntheilenMetall, Kohlen- und Siliciummetall, Schwefel-,Phosphor- u. Arsenmetall, ausgeschiedenen Nicht-metallen.

Zur GewinnunH des Roheisens werdendie Erze einem reducwenden Schmelzproceß unter-worfen, bei welchem es zugleich darauf ankommt,eine hinreichende Menge Kohlenstoff zur Bildungeines leicht schmelzbaren Kohlenstoffeisens zuzu-führen. Vorher aber ist es nöthig, die Erze durcheine möglichste Auflockerung u. Zerkleinerung derEinwirkung der Reductionsmittel zugängig zumachen. Man erreicht dies durch das Verwittern,Rösten u. Aufbereiten. Das Verwittern bestehtdarin, daß die Erze längere Zeit au der Luft lie-gen bleiben, wobei eine höhere Oxydation des inmanchen Erzen als Oxydul enthaltenen E-s undinfolge dessen ein Auflockern und Zerfallen derErze erfolgt. Auch werden durch die Verwitter-ung die etwa vorhandenen Schwefelmctalle theil-weise zu schwefelsauren Salzen oxydirt und diesedurch das Regenwasser fortgefllhrt. Das Rösten,Erhitzen der Erze unter Zutritt der Luft geschiehtentweder in Haufen oder in Öfen; im elfterenFalle schichtet man die Erze mit Holz od. Stein-kohlen, die man in Brand steckt; zuweilen sindsolche Hausen auf zwei oder drei Seiten mit

eine starke Beimischung von Grau u. man nimmtauf der Bruchstriche kein bestimmtes Gefüge wahr.Bei noch größerer Abnahme der weißen Farbe,so daß sie ins Bläulichweiße übergeht, u. wenndie Bruchflächen anfangen zackig zu werden undsich viele Blasenräume u. Löcher zeigen, gibt diesein eigenes Roheisen, welches weder zu demweißen (dem es gewöhnlich beigezählt wird), nochzu dem grauen zu rechnen ist, das luckige (löche-rige) Floß. Der chemischen Zusammensetzung nachist das luckige Floß ein kohlearmes weißes Roh-eisen u. bildet den Übergang zwischen schmiedba-rem E. (auch dem harten Stahl) u. Roheisen. DaSsogen, weißgraue od. halbirte Roheisen, einauf weißem Grund graufleckiges od. gesprenkeltesMetall, ist ein Gemisch von weißem u. grauem E.und deßhalb von sehr variablem Charakter, d)Graues Roheisen (Weichfloß, §orcks Avise,istouvckr^ xi§) enthält nur wenig chemisch gebun-denen Kohlenstoff (0,g2°/o), aber viel mechanischbeigemengten (1,,3), zeigt alle Farbenstufun-gen zwischen dem dunkelsten Schwarz und lichtenGrau, und ist weit weniger hart als das weiße.Je dunkler sein Grau fällt, desto leichter läßt essich bearbeiten; dagegen aber ist solches um soweniger möglich, je lichter grau die Farbe ist.Man unterscheidet auch hier verschiedene Sorten,bezeichnet aber die bearbeitbaren mit dem Collec-tivnamen des Gießereiroheisens, und sagt bloß,dunkelgraues (schwarzes) Gießereiroheisen, grobkör-niges, fein- und mittelkörniges, graues, HellesGießereiroheisen.

Alle Roheisensorten lassen sich in ihrer chemi-schen Zusammensetzung repräsentiren durch dieFormel:

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Mauern umgeben u. heißen dann Stadel. DaSAufbereiten besteht außer einer gelegentlichen Wäscheder frischgeförderten Erze im Zerschlagen od. Po-chen; dasselbe geschieht entweder mittels Hämmer(Fäustel) durch die Hand od. mittels Pochhämmer,Stempel od. Quetschwalzen; man zerkleinert dieErze in gleichmäßig große und dem Schmelzofenentsprechende Stücke. Zu klein gepochte Erze u.von Natur aus staubige od. mulmige Erze lassensich schwerer verarbeiten (früher gar nicht) unddarf deshalb das Pochen nicht zu weit getriebenwerden. Die Steinquetschmaschinen haben inneuerer Zeit die anderen Zerkleinerungsapparatefast ganz verdrängt. Auf diese Vorarbeiten folgtdas Gattiren, d. h. eine Mischung der reicherenund ärmeren Erze, so daß ein Gemisch (Gattir-ung) von etwa 30 50 "/« E - gehalt entsteht.Beim Ausschmelzen des E-s aus den Erzenmuß auch dafür gesorgt werden, daß sich die kie-selsauren u. erdigen Beimengungen derselben in eineflüssige Masse (Schlacke) verwandeln u. sich leicht vondem geschmolzenen E. trennen lassen. Daher beschicktman die Erze, d. h. man vermengt sie mit solchen mi-neralischen Substanzen (Zuschlägen, Flüssen), welcheeine leicht schmelzbare Schlacke bilden u. zugleich ge-wisse schädliche Beimengungen, mit Ausnahme deSPhosphors, absorbiren. Die dazu gebrauchten