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Selbstverständlich find für jedes Pferd Ständeranzubringen znr Befestigung der Halfter, des Rie-menzeuges, der Krippen, Heunetze u. dgl. DasFutter wird möglichst in comprimirtem Zustandemitgeführt, da es sonst zu viel Raum einnehmcnwürde. Sind nur wenige Pferde vorhanden (aufSchiffen, welche mit Infanterie belegt sind), sowerden sie am besten auf dem Oberdeck in beson-deren Ständen placirt. Auch bei den besten Vor-richtungen hat man jedoch immer auf Abgang vonPferden durch Tod in Folge von Seekrankheit zurechnen. Fest.
Einschilfen (Einzwcigen oder Seitenpfropfen,Gärtn.), eine Beredelungsart, bcs. der Obstbämne,bei welcher ein am unteren Ende schräg Ange-schnittenes Reis in die Seite des Stammes odereines stärkeren Zweiges unter die Rinde einge-schoben wird, namentlich an solchen Stellen, wo esan einem Zweige fehlt, weshalb es bei einseitig ge-wachsenen Bäumchen znr Erzielung schöner Spa-liere u. Pyramiden oder regelmäßiger Kronen u.auch znr Bildung von Sortenbäuinen, um inkurzer Zeit Fruchte an dem Reise zu bekommen,sehr zu empfehlen ist. Wolde.
Einschlafen der Glieder, ein unangenehmes,lästiges und schmerzhaftes Prickeln, Kribbeln undStechen in den Gliedern, gewöhnlich in einemArme od. Beine, als ob dieselben mit vielen Na-deln gestochen würden, das zuweilen mit einemtauben Gefühle od. einer vollständigen Gefühllosig-keit der Haut des betreffenden Gliedes gegen Be-rührung (Anästhesie), zuweilen selbst mit einervorübergehenden Bewegungsunfähigkeit desselbenverbunden ist. Gewöhnlich dauert es nur kurzeZeit u. beruht meist darauf, daß ein zu dem ein-geschlafenenMiede hinziehender größererNerv einemvorübergehenden Drucke (durch fehlerhafte Lage desGliedes, längeres Stützen od. Sitzen auf eine Stelle,Stoß, Quetschung rc.) ausgesetzt war. Dieser Zu-stand tritt manchmal auch ein, wenn der Zufluß desBlutes zu einem Theile aufgehoben wird (z. B.durch einen zu fest angelegten Verband, krampf-hafte Zusammenziehung der zusiihrenden Gefäße),hört aber nach Beseitigung der veranlassenden Ur-sachen (z. B. Abnahme des zu fest liegenden Ver-bandes, Aufhören des Krampfes) bald wieder auf.Dann findet sich derselbe Zustand auch bei man-chen Gehirn- u. bes. bei Rllckenmarksleiden, dauertdann gewöhnlich längere Zeit, Wochen u. Monate,ist meist ein bedenkliches Zeichen u. geht gewöhn-lich in vollständige Gefühllosigkeit über. E. Berns.
Einschlag, 1) (Weber) der Faden (E-faden),welcher zwischen die Kettenfaden geschossen wirdund welcher mit den Kettenfaden das Gewebebildet, gewöhnlich weniger guter Faden; daherE-seide, eine gröbere Seide; bes. ist das E-ma.terial nicht so fest gedreht, als das Material zurKette. Beyfsel.»
Einschließung einer Festung, auch Cer-nirung genannt. Die Festung wird, für denGegner möglichst unerwartet, mit Truppen so um-stellt, daß sie von jeder Verbindung nach Außenabgeschlossen wird. Die Cernirungstruppen besetzendazu alle Hauptstraßen in Abständen von 2- bis4000 m von den Festungswerken, so daß sie nochaußerhalb des wirksamsten Bereiches der Festungs-
- Einschnciden.
geschütze stehen u. beobachten das zwischenliegendeTerrain. Man wendet diese Angriffsart an, wennandere Mittel nicht schneller znm Ziele führen,wenn wegen der Zahl der eingeschlossenen Trup-pen ein gewaltsamer oder förmlicher Angriff nichtdurchführbar ist, wenn die Verproviantirungschlecht u. der Verbrauch an Lebensmitteln großist. Durch den infolge der Cernirung entstehendenMangel an Lebensmitteln fielen Metz und Pariswährend des Krieges 1870/71 in die Hände derDeutschen. Mit der Cernirung können andere An-griffsarten, wie Überfall, Beschießung, Sturm rc.verbunden sein. Dem förmlichen Angriff geht stetsdie Cernirung vorauf. l-
Einschlüsse, fremde, in Mineralien u. Fels-arten eingeschlossene Körper. Makroskopische E.von Mineralien, Flüssigkeiten und Gasen warenschon lange in einer großen Reihe von Minera-lien, so namentlich in Bergkrystallen, Kalkspathen,Flußspathen u. a. bekannt; in welch erstaunlicherMenge dieselben jedoch in mikroskopischer Kleinheitoft anscheinend völlig homogene Mineralien erfül-len, ist erst neuerdings erwiesen worden. Ausdiesen Beimengungen, welche bei der chemischenUntersuchung nicht entfernt werden können, er-klären sich häufig die differirenden Resultate derMineralanalysen und die Schwierigkeit, eine derMineralgattung entsprechende chemische Formelaufzustellen. Die E. sind theils fester, theils flüs-siger, thcils gasförmiger Natur. Die festen E.sind krystallinische Körper (ausgebildete Minera-lien, Mikrolithen), oder amorphe Glassubstanz(Glas-E.). Die flüssigen bestehen aus wässerigenLösungen von Chlornatrium, Chlorkalium, schwe-felsanrem Natron, Kali und Kalk oder flüssigerKohlensäure; die gasförmigen erscheinen als Hohl-räume, welche bei der Bildung der Mineraliendurch in der Lösung vertheilte Dämpfe od. Gaseverursacht wurden. Für die Frage nach der Ent-stehung der Mineralien sind die E., welche theilsvorgebildet waren, theils gleichzeitig entstanden,von großer Wichtigkeit. Sv sind die Glas-E., wosie sich finden, ein unumstößlicher Beweis für dieEntstehung aus einem gluthflüssigen Teige. Die- ,selbe Rolle, wie die vorerwähnten fremden Ein-mengungen spielen Mineral- und Gesteins-E. in sGesteinen. Eine große Zahl der sog. accessorischen !Mineralien hat nicht aus der gleichen Lösung, wiedas umschließende Gestein, seine Entstehung ge-nommen, sondern ist älteren u. fremden Ursprungs.
In sedimentäre Gesteine sind die E. durch Was-serströmungen od. durch vulkanischen Auswurf ge-langt; Eruptivgesteine haben die eingeschlossenciiMineralien u. Felsarten bei ihkem Ausbruche ausder ursprünglichen Lagerstätte gerissen u. mit sichfortgefllhrt. Die Veränderungen, welche die E.dabei durch die Einwirkung des glühenden Mag-mas erlitten, sind sehr zahlreich. Nicht allein sinddieselben zerstückelt u zu Schlaken gebrannt, son-dern sie sind oft in neue Mineralaggregate nmge-wandelt. Vgl. Lava u. Metamorphismns. Lehmann.
Einschneiden von Scharten findet in fertigenBrustwehren statt, wenn man den dahinter auf-zustellenden Geschützen mehr Deckung gewähren ^will, als wenn sie von Geschützbanken aus überdie Krone der Brustwehr feuern müßten. Sich