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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
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Einrichten

Sranntwein, Kalmus-, Kampher-, Wachholder-spiritus rc.). E. Berns.

Einrichten, 1) etwas wieder in seine richtigeLage bringen, so in der Chirurgie ein verrenktesGlied od. einen gebrochenen Knochen einrichten; s.Verrenkung u. Knochenbruch. 2) Math.) Eine ge-mischte Zahl in einen unechten Bruch verwandeln;s. Bruch.

Eins, 1, röm. I, griech. hebr. X, die ersteunter den natürlichen Zahlen n. sonach die Einheitfür alle unbenannten Zahlen.

Einsalzen, s. Pöckeln.

Einsamenlappige Pflanzen, so v. w. Mo-

nocotyledonen.

Einsamkeit, der Gegensatz der Geselligkeit,das Entferntsein von der Gesellschaft u. vom Ver-kehr; auch in geistiger Hinsicht bezüglich Geistes-richtungen, die von den allgemeinen abweichen od.dieselben überragen. Vgl. Zimmermann, Über dieE., Lpz. 1784 f., 4 Bde.

Einsatznultter, Schraubenmutter an der Richt-maschiue der Lasteten, in der die Spindel, zumAuf- u. Abschrauben des Rohres, läuft.

Einschäkeln, s. u. Schäkel.

Einschalten (Math.), so v. w. Jntsrpoliren.

Einschaltung (Chrom). In verschiedenen Ka-lendern, von denen jeder nur eine Anzahl ganzerTage enthalten kann, werden bisweilen Monateod. Tage zu der sonst gewöhnlichen Anzahl vonMonaten od. Tagen hinzugefügt, damit die Zeit-rechnungen, auf welche solche Kalender basirt sindu. die sich auf Zeiträume gründen, welche außereiner Anzahl voller Tage auch noch Stunden,Minuten rc. enthalten, mit dem Himmel, wie manzu sagen Pflegt, selbstnach Hunderten von Jahrenin möglichst genauer Übereinstimmung verbleiben.Vgl. Schaltjahr, Schaltmouat u. Schalttag.

Einscheeren, heißt das Ende eines Tausdurch das für die Aufnahme des letzteren vorge-sehene Loch ziehen, vornehmlich durch das Scheib-gat eines Blocks, und im weiteren Verlaufe dieVerbindung zweier Blöcke zu einer Talje Herstellen.

Einschiffung, hauptsächlich für das Anbord,bringen einer Truppenmacht angewendet und dasPräcedenz der Ausschiffung od. Debarcation (s. d.).Dieselben Rücksichten, welche dort zu beobachten,müssen schon bei der E. in Rechnung gezogenwerden, namentlich der Hauptgrundsatz, auf jedemSchiffe möglichst geschlossene taktische Truppen-körper unterzubringen, damit für den Fall derAusschiffung, aber auch für den Fall, daß das«ine oder andere Schiff während der Fahrt vonder Hauptflotte abkommen, bezw. verloren gehensollte, Unordnungen u. Lücken nach Kräften ver-mieden werden. Für die E. sind zunächst bereitdie eigentlichen Transportschiffe, welche im ge-nauen Verhältnis) zu ihrer Transportsähigkeit be-reits mit allen oder doch den meisten fürden Unterhalt u. den Comfort der einzuschiffendenTruppen und Pferde erforderlichen Einrichtungenversehen sind. Genügt ihre Zahl nicht bei kei-ner Marine sind Transportschiffe in solcher Zahlvorhanden, daß eine für heutige Verhältnisse be-deutende Truppenmacht durch sie befördert werdenkönnte so müssen die entbehrlichen Kriegsschiffeu. sodann die Privatschiffe herangezogen werden.

- Einschiffung.

Activ zu verwendende Kriegsschiffe können keineTruppen mehr an Bord nehmen, da ihr dispo-nibler Raum von der zu ihrer Schlagfertigkeiterforderlichen Mannschaft rc. vollständig occiipirtwird. Kriegsschiffe sowol wie Privatschiffe müssenaber dann erst mit Einrichtungen für die Unter-bringung der einzuschiffenden Truppen versehenwerden n. es ist klar, daß die hierfür erforder-liche Zeit um so mehr abgekürzt wird, je mehrvorher schon die Vertheilung der Truppen aufdie einzelnen Häfen nach Maßgabe der dort vor-handenen Transportmittel, Materialvorräthe undArbeitskräfte stattgefunden hat, je mehr die Ein-richtungen für Infanterie, Cavalerie, Artillerie,Train, Debarcationsmaterial rc. au der Handvon Erfahrungen schablonistrt u. in Normalstückensoweit als thnnlich vorhanden sind. Die Belegungs-fähigkeit der Schiffe für die E. ist verschieden jenach der Dauer der geplanten Expedition: fürkurze Reisen (bis zu 3 Tagen) lassen sich fastdoppelt so viel Truppen unterbringen, als fürlängere; sie ist aber auch verschieden nach der Höheu. Anordnung der Decks, der Wirksamkeit der her-zustellenden Ventilation, den Seeeigeuschaften desFahrzeugs, nach dem Verhältniß der Breite zuunabänderlichen Maßen, wie Menschen- od. Pferde-längen n. dgi. m. Schiffe mit ausgedehnter Kam-mereinrichtung (Packet- u. Passagierdampfer) wirdman möglichst bei Unterbringung von Stäben be-rücksichtigen; Schiffe mit über 2,^ m hohen Decksod. großen, hohen Laderäumen zur E. von Pferden,also für Cavalerie u. Artillerie, benutzen; Schiffemit großen, glatten Oberdecksflächeu zum Trans-port von Debarcationsmaterial. Für die Mann-schaften werden im Allgemeinen ähnliche Erforder-nisse zu beachten sein, wie sie für Auswanderer-schiffe vorgesehen sind; mit Rücksicht auf die Ven-tilation wird der pro Kopf zu rechnende Kubik-raum im Hauptdeck klekner sein können als 2^ obm,welcher Raum für das Zwischendeck als Normgelten kann. Stabsoffiziere erhalten jeder eineKammer für sich, Subalternoffiziere werden zu je2 bis 4 in einer Kammer placirt, Unteroffizierewerden je nach der Localität zusammengelegt, nurdaß jeder seine Koje für sich bekommt, auch wer-den sie möglichst in die Nähe ihrer Mannschaftengebracht. Diese schlafen in viereckigen Kasten vonca. 1 m Länge u. 2,z m Breite zu je 4 Mann,wie die Zwischendeckspassagiere in Auswanderer-schiffen, in zwei, manchmal auch in drei Etagenüber einander; Mantel und Tornister bleiben beiihnen n. werden gleichzeitig zum Schlafen benutzt;die Waffen werden in der Nähe der Mannschaftenuntergebracht oder besonders verstaut. Letzteresgeschieht jedenfalls mit der Munition, die ausTornistern und Patrontaschen abgegeben werdenmuß, um an besonders gesicherten Orten aufbe-wahrt zu werden. Die Pferde stehen mit denKöpfen nach der Längsmittellinie des Schiffes zu,auf den Decks in abgesonderten Ständen von ca.2,g m Länge und 0,g m Breite, jedes Pferd fürsich, mit unter dem Leib durchgezogenen, an derDecke befestigten Gurten, in denen sie beim Schwan-ken des Schiffes, bei Krankheit oder Müdigkeithängen können; im Raume schüttet man mehrereFuß hoch Sand und läßt die Pferde sich legen.