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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
Entstehung
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Eimer Einband.

säulcnartiger Felskuppcn, aber auch nicht arm anreizenden Landschaften; alle Gebirge sind bis zumGipfel mit der üppigsten Vegetation bedeckt. Vonden trefflichen Häfen der Insel ist Port Tabu derbeste. 138 Usicm mit etwa 1250 Ew. E. wurde1767 von Wallis entdeckt. Auf E. fand dasChristenthnm zuerst Eingang, und jetzt besitzt essogar eine sogenannte Akademie der Südsee, ansder schon mehrere christliche Lehrer hervorgegan-gen sind.

Eimer, Flüssigkeitsmaß von sehr verschiedenerGröße. In Preußen war der E. Vs Ohm;in Hamburg Vs Ohm; 1 preuß. E. 68,I. In Baiern 1 E. 64 Maßkannen 68,42I; der Stadt-E. 73,I; in Württemberg1 E. 160 Hclleichmaß 293,gz I. In Sachsen1 E. 48 Visirkanncn 72 Dresdener Kan-nen 67,2g I- Der österreichische E. 56,gg 1.Durch die Einführung des metrischen Maßes imDeutschen Reiche sind auch die E. in Wegfall ge-kommen. ^rlst.

Eimcrkunst, ältere Vorrichtung, wodurch mit-telst einfacher Ma chincn (Hebel, Kurbelwelle mitSeil oder Kette) in Eimern Wasser ans der Tiefegehoben wird.

Eimsbüttel, Ort im Gebiete der freien undHansastadt Hamburg, 3 stm nordwcstl. von Ham-burg n. durch eine Pferdebahn mit letzterem ver-bunden, in reizender Gegend auf dem rechten Al-sterufer im Geestlande, ein sehr besuchter Ver-gnügungsort der Hamburger; 5404 Ew.

Einachsig heißen in der Krystallographiedie Krystalle,' welche eine krystallographische Haupt-achse haben; also diejenigen, welche dem quadrati-schen u. hexagonalen (rhombodderischen) Systemangehören. Diese Krystalle sind auch optisch u.thermisch einachsig, sie haben nur eine op-tische und nur eine thermische Achse. Vgl. inkrystallograph. Beziehung den Art. Krystall, inphysikalischer die Art. Achse 2) d), Dichrois-mus, Doppelbrechung u. Polarisation.

Wimmenaner LI.

Einäscheru (Chcm.), organische Körper unterLuftzutritt so lange erhitzen, bis nur die feuerbe-ständigen Mineralbestandtheile (die Asche) Zurück-bleiben, eine Operation, welche in der analytischenChemie zur qualitativen oder quantitativen Be-stimmung der Asche angewandt wird; z. B. zurBestimmung der Aschenmengen von Brennstoffen(Steinkohle, Cokes). Ist der Zweck der Zerstörungder Substanz durch die Hitze der, die dabei sichbildenden flüchtigen Producte der Untersuchung zuunterziehen, so nennt man den Proccß: Ver-brennung. Clören.

Einbalsamirung (Balsamirung, Mumifica-tion) ist die Kunst, ganze Leichen oder einzelneTheile vor der Fänlniß so zu schützen, daß sieihre Form lange Zeit bewahren. Sie ist schonsehr alt, u. unstreitig haben sie von den Völkerndes Alterthnms, deren Religion das Anfbewahrender Todten vorschrieb, die Ägypter am vollkom-mensten ausgeübt. Hierfür sprechen die zahlloseneinbalsamirten Leichen (Mumien), die in Ägyptengefunden wurden, deren Alter nach den in denGräbern angebrachten Inschriften bis auf 3300Jahre geschätzt werden muß und die bei Weitem

die aufgefnndenen Mumien anderer Völker anZahl u. gutem Aussehen übertrcffen. GriechischeSchriftsteller, sowie die Ergebnisse neuerer Unter-suchungen weisen darauf hin, daß man bes. zArten der ägyptischen E. unterschied, die je nachdein Range u. Reichthum der betreffenden Personmehr oder weniger kostbar war, im Grunde ge-nommen aber stets ans Folgendes hinauslief: Zu-nächst wurden die Eingeweide durch eine in derlinken Seite gemachte Öffnung, oder auch durchden After, das Gehirn durch die Nasenlöcher her-ausgenommen und darauf die Bauch-, Brust- u.Gehirnhöhle mit aromatischen Stoffen, wie Myr-rhen, Onsain rc., ansgefüllt, bei den Leichen ge-ringeren Standes jedoch nur mit Asphalt, welcherwahrscheinlich heiß eingegossen wurde, wie ein-zelne Leichen beweisen, deren ganze Fleischsnbstanzvon der Asphaltmasse durchdrungen ist. Der sovorbereitete Leichnam wurde nunmehr, wenigstensin den meisten Fällen, mehrere Wochen in Salz-auflösnngen gebracht, darauf mit Gnmmi bestrichenu. an jedem einzelnen Theile mit Byffuszeug um-wunden, das Ganze aber in eine Decke gewickelt.Mumien ersten Ranges erhielten außerdem nocheinen Überzug ans znsammengeleimtem Kattun n.Gips. Nunmehr legte man sie in hölzerne Särge,Sycomore, deren Fugen sehr sorgfältig verklebtwaren. Ziemlich ähnlich diesem alten Verfahrensind die E-smcthoden der Neuzeit, die bes. anfürstlichen Leichen vollzogen werden. Nachdemdieselben von den Eingeweiden befreit sind, die inbesonderen Urnen beigesetzt od. in Weingeist auf-bewahrt werden, spritzt man in die Adern einealkoholische Auslösung von Quecksilberchlorid oderarseniger Säure, wäscht die Leibeshöhle mit Car-bolsäure ans u. streut in dieselbe aromatische Stoffein pnlverförmigem Zustande, wie Kampher u. Wer-mmth, denen Salpeter u. Alaun zngesetzt sind, od.füllt sie mit frisch ansgeglühter Holzkohle aus.Zur Aufbewahrung von Leichen zu anatomischenStudien, bei welchen ein Einlegen in Auflösungenvon Quecksilberchlorid oder ein Einspritzen voneiner Lösung dieses Salzes oder von arsenigerSäure schädlich sein würde, empfiehlt sich dasVerfahren des Franzosen Gannal. Er spritzt mit-tels der anatomischen Spritze ganz auf die ge-wöhnliche Art, am gewöhnlichsten durch einen indie Oarotis gemachten Einschnitt eine concentrirteLösung von schwefelsaurer Thonerde. Hyrtl em-pfiehlt hierzu essigsaure Thonerde, die mit35grädigem Spiritus gemischt ist. Eine Lösungvon Chlorzink in Wasser, der etwas Kreosotbeigefügl ist, verhindert gleichfalls den Fäulniß-proceß u. benimmt den üblen Geruch der Leichenfür lange Zeit. Thierbälge zum Aufstellen inNatnraliencabinetten reibt man zur Conservirungund Verhinderung des Mottenfraßes mit einemPulver oder einer Seife ein, welche mehr oderweniger arsenige Säure oder Quecksilberchloridenthält. Von vorzüglicher Wirkung soll gleichfallsgetrockneter u. gepulverter Eisenvitriol sein. (OkensIsis, Jahrg. 1819; Gannal, llistoiro äos sin-baumemsnts, 2.Anfl., Par. 1841; Ders., Lettrsaux msllseins snr In quostion des ombanws-wonts, Par. 1845.) Glatzel.

Einband, s. u. Buchbinder.