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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
Entstehung
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Eierstock der Vögel Eifel.

Eierstöcke und bei plötzlicher Unterdrückung dermonatlichen Blutung infolge starker Dnrchkühl-ung und Durchnässnng der Füße während derPeriode, oder wenn während der Menstruationder Beischlaf ausgesührt wird. Bisweilen ist derBlntanstritt im Eierstocke so groß, daß er dieäußere Hülle des Eierstockes durchbricht, in denfreien Banchraum sich ergießt und sich dann dasergossene Blut in der tiessten Stelle des Becken-raumes, im Donglasschen Nanme, ansainmelt(llasinatooele rsbronberina). Eierstocksent-zllndnng ist ein mit vermehrtem Blutgehalt,Schwellung des Eierstockcs n. häufig mit Eiter-bildung verlaufender Zustand, der mit acutemVerlaufe besond. im Wochenbette vorkommt und,da der Banchfellüberzug meist an der Entzünd-ung betheiligt ist, mit Schmerzen, die ihren Sitz inder seitlichen Uuterbauchgegend haben n. nach de»Schenkeln hinausstrahlen, verbunden ist. Der ge-schwollene Eierstock ist als erheblich vergrößertesOrgan an der bezeichnten Stelle und bei derdurch die Scheide vorgenommenen Untersuchungwahrnehmbar. Die Behandlung besteht in Appli-cation von 810 Blutegeln in die seitliche Becken-gcgend n. feucht warmen Umschlägen, indem manein Handtuch in warmes Wasser taucht, schnellansnngt und aus die betressende Stelle legt unddarüber ein wollenes Tuch deckt, damit sich dieWärme des nassen Handtuches länger hält. NachV 21 Stunde erneuert man den Warmwasser-umschlag. Außerdem sorgt man für Stuhlent-leernngen durch Nicinusöl n. Klystiere und gibtnach diesen schmerzstillende Mittel (Opium). Gegenden Durst ist das Verschlucken geringer Mengenin Eis gekühlten Wassers erlaubt. Außerdem istabsolut ruhige Körperlage dringend geboten. Diemehr schleichend verlausende Eierstocks-entzündung erfordert energische Bepinselnngender Bauchhaut über dem geschwollenen Eierstockemit Jod, warme Bäder, bisweilen das wieder-holte Ansitzen von einigen Blutegeln. Eierst 0 cks-geschWülste nennt man Umfangsznnahmen derEierstöcke, die entweder auf einer Entartung derFollikel zu erbsen- bis kirschengroßen Blasenoder in einer Wucherung der drüsigen Bestand-theile des Eierstockes beruhen n. im letzteren Fallenicht selten die Größe eines Kindskopfes erlangen.Meist ist nur ein Eierstock entartet, der jedochdann die ganze Bauchhälfte ansfüllen kann. Auchdie großen Geschwülste enthalten Blasen (Cysten),u. findet man in den Blasen entweder eine schlei-mige, gelbe Flüssigkeit od. Haare, Zähne, Knvchen(Dermoid-Cysten). Neben letzteren Geschwülstenentwickelt sich nicht selten eine Krebsgeschwulstim Eierstocke. Die kleineren Cysten sind keinObject der Behandlung, die größeren müssen, wennsie sehr lästig werden u. dicAlhmnng stören, durchdie Operation entfernt werden. (Pathol.j Kunze.

Eierstock der Vögel, s. Vögel.

Eierzins, eine Abgabe von Eiern, welche vonden Zinspflichtiqen gewöhnlich zu Fastnacht oderOstern geleistet wurde; s. u. Zins.

Eifel, 1) (Topogr.) ein welliges, vielfach wech-selndes, im Allgemeinen ödes n. rauhes Hochlandin den prenß. Regbez. Aachen, Koblenz n. Trier,zwischen Rhein, Mosel, Ourthe n. Maas. Man

theilt sie ein in Schneifel (Schnee-E.), VnlcanischeE., Zitterwald n. Hohe Venn. Die Schneisel,zwischen u. an den Flüssen Kyll, Prüm, Alf n.Onr, ist der rauheste, nnwirthbarste n. wildesteTheil der ganzen E., vielfach Haideflächen n. Torfmoore enthaltend; höchster Punkt der 690 m hoheKirschesroth oder Kerschenrolh; nach S. hin flachtsich die Schneifel allmählich zu einem Plateauab, das von zahlreichen Flüssen durchschnittenwird n. steil n. romantisch zur Mosel abfällt.Östlich von der Schneifel liegt die Vnlcanische od.Hohe E., die zum Theil vnlcanischen Ursprungesist n. eine nicht geringe Zahl erloschener Vnlcan?aufweist; Höhenzüge fehlen derselbe», dagegen be-sitzt sie hohe Basalt- n. Ernptionskegcl, ausge-dehnte mächtige Lavaströme, tiefe Äesselthäler,letztere meist alte Krater, welche thcils mit Wassergefüllt sind (Maare), theilS Wiesengründe bilden.Im Mittelpunkte ungefähr liegt der 674 in hoheKelberg, in der Umgebung von Dann der Errens-berg 690 in, der Felsberg 596 in, der NerotherKopf 650 ni; im O. des Kelberg der Hochsimmer593 m, im N. die Nürburg 688 in, im NO. dieHohe Acht 715 m, der höchste Gipfel der ganzenE., im NW. der Goldberg 655 in. Bon denzahlreichen Maaren mögen angeführt werden:das Gemünder-, Weinfelder-, Schalkenmehrener-,Ülmener-, Meerfelder', n. Pnlvermaar. Im östl.Theil der Vnlcanischen E., auf dem wasserarmenPlateau zwischen Brohl n. Nette, liegt nicht weitvom Rhein der von einem Kranz von Bergenumgebene Laacher-See. Nördl. von der Vnl-canischen E., mit dieser zusammenhängend, erhebtsich das Ahrgebirge, dessen westl. Theil auch Vor-eifel genannt wird. Die mit Reben bepflanztenRänder desselben an Ahr n. Rhein sind ziemlichsteil; höchster Punkt dieses Gebirges ist der 630 inhohe Urenberg, andere nennenswerthe Höhen sinddie Landskrone, der Apollinarisberg, der FelsenRolandseck u. der Roderberg, letzterer der demRhein am nächsten liegende n. in dessen Ebenedirect abfallende Eruptionskrater. Von dem nord-östlichen Theil des Ahrgebirges geht ein Hügel-rücken, die Ville oder das Vorgebirge, aus, der,unfern des Rheins nordnordwestlich ziehend, sichweit in die Tiefebene hineinerstreckt n. bei Berg-heim, westl. von Köln, endet. Nördlich von derSchneifel, im Qnellgebiete der Urft, Ahr, Kyll,Our n. Ambleve, breitet'sich der Zitterwald ans,dessen höchste Punkte der Weißenstein 710 in n.der Wiesenstein 692 in sind, u. auf dessen nördl.Abdachung der an Bleierzen reiche n. 462 in hoheBleiberg liegt. Der Zitterwald bildet ein Über-gangsglied zu dem nordwestl. Theil der E., demHohen Venn, einem rauhen n. öden Plateau ohnebedeutende Gipfel, aber mit zahlreichen ausge-dehnten Torfmooren; zu den höchsten Punktengehören die Botrange 695 in n. der Steiulei656 in. Die E. ist reich an Mineralquellen(Säuerlingen), namentlich aber die VnlcanischeE.; in der Umgegend von Daun allein zählt manderen über 500. In der E. entspringen folgendeFlüsse: Onr, Prüm, Niers, Kyll, Salm, Lieser,Alf, Ueß, Elz, Nette, Brohl, Ahr, Erft, Urst,Roer (Hohe Venn), Warche n. Amblive. Siewird von der Rheinischen Eisenbahn (Köln-Trier)