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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
Entstehung
Seite
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Eidogrnphie

eidgenössische Staatsrechnnng wird alljährlich mitdem Bundesblatt, dem Organ des Bnndesrathes,veröffentlicht.

Das Bundesheer besteht ans nahezu INO,000Mann Auszug u. gegen 80,000 Mann Landwehr.ES wird gebildet durch 98 Bataillone od. 75,870Mann Infanterie, 8 Bat. (6200 Mann) Schuhen,24 Schwadronen Dragoner und Gniden Auszug(ca. 3000 M.) nebst ebenso viel Landwehr und50 Feld- n. Gebirgs-Batterien nebst 10 Posilions-Comp. (ca. 9240 M.) Artillerie Auszug mit 8Feld-Batterien u. 15 Positions-Comp. Landwehr.Hierzu kommen noch etwa 3150 M. Genie-Trup-pen nebst den zum Heer gehörigen Sanitäts-Feldlazareth n. Transport-Colonnen u. Verwalt-ungs-Truppen. Die Truppenkörper des Aus-zuges wurden ans den zwölf ersten, die derLandwehr aus den folgenden Jahrgängen dergesammten dienstpflichtigen Mannschaft gebildet.Im Kriegsfälle können die Truppen des Auszugesaus deneu der Landwehr ergänzt oder verstärktwerden. Näheres enthält die 262 Artikel enthal-tende Militärorgauisation der Schweiz. E. vom19. Hornung 1875.

Znm eidgenössischen Post- n. Telegraphen-Departeinent gehört das gesammte Post- undTelegraphenwesen, welches in 11 Postkreise u. 4Telegraphen-Gebiete eingetheilt ist. Unter derGeneralpost - Direktion standen 1875 940 Tele-graphen-Bnreans, von denen über 50 bloß Som-merbureans. Das Geographisch-Statistische undGeschichtliche s. u. Schweiz.

Eidogrnphie (griech. Bildschrift), neue vonEckhardt in München 1875 erfundene graphischeKunst. Die Zeichnung wird mit sehr harten, Blei-stift oder mit der Nadirnadcl auf Platten vonMetall anfgetragen, dessen Mischung noch Geheim-nis) des Erfinders. Alsbald nach Bollendung derZeichnung ist auch schon dieMntterplatte zum Clichcfertig n. das Metall kann, nachdem die galvanischeKupferschichte abgelöst worden, wieder nmgeschmol-zen u. anderweitig verwendet werden. Eidograph-ische Platten können zugleich mit den Lettern aufder Thpcnpresse gedruckt werden. Solche Plattenkönnen auch, wenn man die erste Platte versilbertu. wieder eine galvanische Platte einlagert, zumPressen von Luxuspapier, Tapeten, Papiermache,Lederarbeitcu rc. sogleich n. ohne Nachgravirnngbenutzt werden. Solche Relief-Arbeiten sind nichtin der Platte vertieft, sondern mit einem von Eck-hardt erfundenen fließenden Stift aufgelegt, deraus einer Glasröhre besteht, in der unten einFederkiel eingeictzt ist, u. der mit flüssigem Metallausgesüllt ist. Das Verfahren dürfte sich nament-lich für die Herstellung unnachahmlichen Unter-grundes von Werlhpapieren empfehlen. Regnet.

Eidothen, Meergöttin, s. Proteus.

Eidotter, s. n. Ei.

Eidspold, Ortschaft im norweg. Amt Agershns,am Ausfluß des Vormen ans dem Mjösen, mitChristiania durch eine Eisenbahn verbunden; ehe-maliges Eisenwerk mit großem Hanptgebände, inwelche», vom 10. April bis 20. Mai 1814 daserste norweg. Storthiug gehalten n. die noch jetztbestehende norweg. Staatsvcrsassnng unterzeichnetwurde. Das Haus, 1837 von den freiwilligen

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Beiträgen von Privatpersonen angetanst u. demStaate geschenkt, ist mit den Bildnissen der E-s-mäliner geschmückt.

Eierconserlien, zur Aufbewahrung wie Ge-müse getrockneter Eier. Man setzt Eiweiß u. Ei-gelb einer mäßigen Wärme ans, bis die wässerigenTheile verflüchtigt sind. Die Masse wird dann,so gut es geht, pnlveiusirt n. in Blechbüchsen ver-packt. In Passan (Bayern) besteht eine Fabrikfür E. Zum Gebrauch wird der Masse ein wenigWasser zngesetzt.

Eierland, nördl. Theil der niederst Insel Texcl(NHollaud), so genannt von den vielen Eiern,welche von Seemöven, die hier ihre Brüteplätzehatten, gelegt wurden u. Gegenstand eines be-deutenden Handels waren. Früher bildete E.eine besondere Insel, welche aber seit 1629 durcheinen Damm mit Texel verbunden ist. Seitdemsie 1834 eingedäuimt worden, hat sie jetzt frucht-bare Acker u. Wiesen.

Eieröl (OIsnm ovorum), im Gelben derHühner-eier enthaltenes, durch AuSpressen des hartge-kochten Dotters gewonnenes, röthlich-gelbes, dick-flüssiges Öl, welches in der Kälte leicht gerinnt,einen eigeuthümlichen Geruch, faden Geschmackbesitzt u. leicht ranzig wird. Es wird noch zu-weilen als äußerliches Mittel gebraucht.

Eierpflanze ist Loiannm ÜsionAsna.

Eierpflaumcn, Pflaumen mit eiförmigen,großen, nach dem Stiele stets verjüngten Früchtenu. weichem, nicht znm Dörren geeignetem Fleische;es gibt davon blaue, rothe, gelbe n. grüne, welchezusammen die 3. natürliche Fam. der Pflaumennach Lucas bilden.

Verschwamm, so v. w. kllalins.

Eierstab, in der griech. u. röm. Architekturdie Gliedbesetzung des Viertelstabes (Lotünus),mit einer fortlaufenden Reihe von Blättern, welchedurch die Last des darüber hervorragenden Bau-gliedes erschwert, nach der Wurzel hinabgebeugterscheinen. ein Lz-wation (so genannt wegender Ähnlichkeit mit den überfallenden Wellen-kämmen der Meereswogcn) bilden. Zuerst nurdurch Malerei, später auch durch Plastik auf derdarunter liegenden Fläche dargestellt, wurden dieovalen größeren Blätter allmählich als Eier, diespitzen Unterblätter als Pfeile ansgebildet. Diespätere Knust entfernte sich noch weiter von demursprünglichen Schema. Lehfeldl.

Eierstock (Ovarinin), Theil der weiblichen Ge-schlechtstheile; s. n. Genitalien. Daher Eierstocks-arterie, die innere Samenarterie beim weib-lichen Geschlechts; s. u. Genitalien. Eierstocks-schwangerschaft (Oraviciitas ovarii), Entwickel-ung eines menschlichen Eies in einem der beidenEierstöcke; s. Schwangerschaft. Eierstocksbrnch(blsrnia ovarii, Ooplloroesls), ein äußerst seltenesVorkommniß, bei welchem in eine Brnchpfortesich ein Eierstock eingeseukt hat. Bisweilen kommtdieser Vorfall auf beiden Körperseiten vor. DieErkenntniß ist sehr schwierig, da Lymphdrüsen,die auf einem Brnchsacke liegen, und im Bcnch-sacke liegende Netzthcile große Ähnlichkeit mil demEierstocke haben können. Eierstocks-Apoplexienennt man Blntansrritte in die Eierstöcke, undkommen solche vor bei starkem Blutgehalte der