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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
Entstehung
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Eidechsen -

vorn verdünnt, angcwachscn ». mehr oder mindertief ausgeschnitten. Gliedmaßen sind 4, 2 oderleine vorhanden, so daß die Knrzzünglcr den Über-lang von den Echsen zn den Schlangen bilden.Dahin die Seitcnfaltlcr und Glanzschleichen. 5)Ringelechsen (^.nnnlati); ihre schuppenloseHaut ist durch Qnerfnrchen in Ringel abgetheiltu. diese selbst sind wieder durch kleine Längsfurchcnin schildähnliche Eindrücke abgesetzt. Dahin dieDoppelschleichen. Die Echsen sind die artenreichsteGruppe der Kriechthicre n. weit über die Erdober-fläche verbreitet, doch sind sie meist den heißen,seltener den gemäßigten Gegenden eigen. Es sindeigentliche Landbewohner, von denen manche ge-schickt klettern n. ein Baumleben führen, währendandere an den Erdboden gefesselt erscheinen. Sicnähren sich meist von Jnsecten, deren Larven n.Gewürm, einige auch von kleinen Wirbelthiercn,wenige von pflanzlicher Nahrung. Dadurch sinddiese harmlosen Thierc von einigem indirectenNutzen, dagegen sonst, in beachtenswerther Weise,weder nützlich noch schädlich. Sie legen meist we-nige, mit pcrgamentähnlicher Schale versehene Eieru. kümmern sich nicht um ihre Nachkommenschaft.

Thomö.

Eidechsen (wahre Eidechsen, Hertas), Fam.der Unterordn. Spaltzüngler (llsissilinptnia), Ordn.Eidechsen (Lauria), Klasse der Reptilien. Meistlebhaft gefärbte, langschwänzige n. äußerst bewegliche Echsen mit beschildertem Kopfe; Zähne amJnncnrande angewachscn, am Grunde hohl, oftmehrspitzig; Banchfläche meist mit 4eckigcu, inschrägen Reihen angeordnctcn Schildern bekleidet;Schwanz lang, ziemlich drehrnnd, nach dem Endeverschmälert. Sie bewohnen die alte Welt, lebenmeist auf der Erde an trockenen u. sonnigen Or-ten u. ernähren sich vornehmlich von Jnsecten u.Würmern. Ihre etwa erbsengroßen Eier sind miteiner häutigen Schale bedeckt; bei den meisten Ar-ten werden sie in die Erde abgelegt; bei anderenArten wird das Ei so lange im Mntterleibe ge-tragen, bis das Junge ausschlüpft; sie sind ovo-vivipar, d. h. durch Eier lebendig gebärend. Diefür uns allein bemerkenswerthe Gattung ist Eid-echse Imoerta Augenlider gut ausgebildet;

die Schuppen des Halses bilden eine Art Hals-band. Untergattungen sind 1) Looboos-, lebendiggebärend mit Aootooa, vivixara D. in SDcutsch-land n. SEuropa. 2) Imem-ta,, eierlegeud. Da-hin die Gemeine Eidechse (I-. ngikis D., I-.sbirxiuin Dar«?.); 18 om lang; Nllckcnstreif fleckigbraun; Seiten mitunter braun mit Hellen Punk-ten, meist aber mehr oder minder lebhaft grün;Unterseite vielfach abändernd, meist grau, dochauch ziegelroth. Häufig. Grüne Eidechse (I,.vii-iäi» D.); 30 em lang; grün, seltener lasur-blau, vorn mit schwarzen Flecken. In Deutsch-land selten, mehr im S. Mauer-Eidechse<1-. irmralis A/srw.); braun mit dnnkelstreifigenSeiten. Alle diese Eidechsen nähren sich von Imsecten u. Gewürm; halten im Winter, in Löchernw. verborgen, einen Winterschlaf; sind ausgezeich-net durch ihr Rcprodnctionsvermögeu, d. h. dasVermögen, verlorengegangene Theile wieder znersetzen. Die größte europäische Art ist die Perl-Eidechse (I-. oeellai-r); bis 60 em lang; grün

- Eidcrstedt.

mit blauen Seitenflecken n. feinschnppcnkörnigeniRücken; in SEuropa; stellt auch Mäusen, anderenEidechse», Fröschen u. dgl. nach. (Vgl. die Tafel:Reptilien). Thome.

Eider (Argyr Dör), Fluß in der prenß. Prov.Schleswig-Holstein, entsteht nordöstlich von Neu-münster ans dem uralisch-baltischcn Landrücken ansmehreren kleinen Seen; fließt anfangs in nördl.Richtung, sich Kiel bis ans 7 Icm nähernd, danndurch den Westen- u. Flcmhnder-See, wendet sichwestwärts, bildet meistentheils die Grenze zwischenden früheren Herzogthümern Schleswig und Hol-stein, indem sie weite, durch Dämme gegen Über-schwemmungen geschützte Marschländer mit großenKrümmungen durchströmt u. mündet bei Tönningin die Nordsee. Sie ist 188 km laug, von denen117 Icm schiffbar sind. Rechts nimmt sie auf dieWehrau, Lnhnau, Haaler An u. Giesclan; linksdie Sorge u. Treene. Sie ist durch den Eider-Kanal, der unterhalb des Flemhndcr Sees be-ginnt u. bei Holtenau endet, mit dem Kieler Bu-sen (Ostsee) verbunden. Er ist 177784 gegra-ben worden, 34 km lang, oben 30 m u. untenl7 m breit und 3,g m tief; nur für kleine See-schiffe fahrbar. H- Berns.

Eid.rdiincn, ehemal. politische Partei Däne-marks, welche Schleswig gänzlich mit Dänemarkvereinigen und Holstein an Deutschland anfgcbeuwollte.

Eiderente (Eidergans, ^NLS molliuuima D.,Lomatvris, mollisuima, Deae/r), Art der GattungEnte; Kopf mittelgroß, in den gestreckten Schnabelglcichmäßigübergehcnd; Schnabelolivengrlln,längerals der Lauf, mit undeutlich abgesetztem, die ganzeSchnabelbreite einnehmendem Nagel; Füße oliven-grün mit schwärzlichem Schwimmsanme. Männ-chen im Prachlkleide meist weiß, Brust röthlich-gclb angehaucht; Kopf seegrlln; Stirn, StrichLurchs Auge, Unterrnmpf, Bürzel, Schwanzschwarz.Übrige Kleider rostbraun mit zahlreichen schwarzenStrichen und Flecken. Im hohen Norden, seltenin Deutschland getroffen; südlichste Brutstätten sindSylt, Jütland, Dänemark, Großbritannien, bisznm 55" nördl. Br. Die hoch nördliche» wan-beru im Winter etwas südlich, doch nicht weit,etwa bis zn den Färöer. Sie fliegt und gehtschlecht, schwimmt und taucht um so'besser; frißtkleine Muscheln und Seeschnccken. Ihr Nest istschlecht gebaut, sie polstert es aber mit ihren wei- >chcn Dunen (Eiderdnnen) aus; sie brütet im Juniu. Juli, ihr Gelege bilden 6 8 blaß n. unreinblaugrllnliche, langgestreckte Eier. Die Eider-dunen werden von den Bewohnern Islands, Nor-wegens u. der nordischen Inseln oft mit der größ-ten Lebensgefahr eingesammelt, indem die E-n oftan Orten ihr Nest bauen, denen nur mit größterGefahr an Stricken und Seilen beiznkommcn ist.

Die Dunen können der E. 2, auch 3 Mal hin-wcggenommcn werden, znm 3. Mal läßt man dieEier auSbrllten, um nicht die Fortpflanzung zustören. 24 Nester sollen 1 KZ Dunen liefern.

Den Grönländern liefert sie durch ihr Fleisch undihre Eier eine Speise, durch ihren Balg die wärm-sten Unterkleider. Tho,°.

Eidcrstedt, 1) Halbinsel an der WKüste derprenß. Prov. Schleswig-Holstein, im S. begrenzt