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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
Entstehung
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Eidechse Eidechsen.

tum wo vieopitor, salva nrbs -rroogus, bouisiden übrigen Ordumigcn geschieden durch folgendeoiioiLt, nt vAo lapiäem (Wenn ich wissentlich Merkmale: Körper gestreckt n. mit Schuppen od.täusche, soll mich Jupiter, ohne Stadt und Burg Schildern bedeckt; Unterkieferäste vorn verwachsen

zu verletzen, aus meinem Besitze herauswerfcn, " . . -

wie ich den Stein). Unter den Kaisern warder E. bei dem Genius, dem Leben, dem HeildeS Kaisers sehr gewöhnlich. Der Soldateneid(ZaeramorUnm) war in verschiedenen Formelngefaßt, die den Sinn hatten: Ich will dem Feld-Herrn gehorsam sein, die Legionszeichen nicht ver-lassen, die Waffen nicht wegwerfen. Vor Bezieh-ung eines Lagers schwuren (8aeramsntum oas-tronss) die Soldaten, nichts stehlen n. das Gefun-dene an die Befehlenden abgeben zu wollen, o)

Die Germanen schwuren bei einem od. mehre-ren Göttern (in Skandinavien bei Freyr, Niördrn. Odin od. Thor, in Deutschland bei Wnotan,

Donar n. Sapnot) zugleich, in der christlichen ZeitbeiGottu. scincnHciligen. Beim Hersagen der E-es-formel berührte der Schwörende mit der Rechteneinen Gegenstand, welcher sich ans die angernfenenGötter od. auf die dem Meineidfolgende Strafe bezog;so berührte in Skandinavien der Schwörende einenihm vom Priester dargchotenen, mit Blut geröthe-ten Ring; in Deutschland schwuren sie aus ihrSchwert, bei Erde n. Gras und anderen heiligenDingen, in der christlichen Zeit auf das Kreuz;schwörende Frauen hielten die Hand aus die Brust.

E-e wurden geleistet an heiligen Orten, in der christ-lichen Zeit in Kirchen od. Kapellen, auch wurdeder Reliqnienkasten, auf welchen geschworen wurde,in das Gericht gebracht. Die Strafen für Mein-eid waren hart, z. B. Abhauen der Hand, mitder Einer geschworen hatte. Ein eigenthümlichesdeutsches Institut waren die E-eshelfer, s. u.

6onsaoraniontalo8. Auch in Wales galten dieE-eshelfer, n. zwar traten sie in großer Zahl, bisauf 600, auf. ck) Die Slaven schwuren bei demGotte Pernn; die Lithaner bei Perknnos, beidesGötter des Donners, was auf Rache für Meineiddeutet, o) Im Morgen lande ,kam der E. schonin den ältesten Zeiten bei den Ägyptern und beiden Hebräern vor, welche Letzteren die StrafeGottes gegen sich heransfordcrten, wenn sie falschschwüren. Auch bei den Mohammedanern, wieArabern, Türken n. s. w. ist der E. bes. heilig u.der Meineid mit den schwersten Strafen u. allgcmeiner Verachtung bedroht.

Vgl. Malblanc, Oootriua cisznresnranäo, Allorf1781; Meister, Über den E. nach Vernnnftbegrif-fen, Lpz. 1810; Ständlin, Geschichte der Vorstell-ungen u. Lehren über den E., Gött. 1821; Göschel,

Der E. nach seinem Principe, Begriff u. Gebrauch,

Berl. 1837; v. Arnold, Die christliche E-esformel,

Erl. 1851; Strippelmann, Der christliche E. nachEntstehung, Entwickelung, Verfall n. Restauration,

Kassel 185557, 2 Bde.; Kraußold, Zur Lehrevom E., Münch. 1857.

I. L> Grotefendck (6) Bezold.* II. Henne-Am Nhyn.*

Eidechse, kleines nördliches Sternbild mit klei-nen Sternen, am Kopfe des Cephens, von Heveleingeführt; etwa 335° LR. u. 45° nördlicher Ab-weichung.

Eidechsen, Echsen, Schnppcnechsen (8an-ria), Ordnung der Wirbelthierklasse Kricchthierc(RspbiUa). Im Allgemeinen charakterisirt n. von

n. keiner seitlichen Erweiterung fähig; Augenlidervorhanden. Die allgemeine Körpergestalt der Sch-eu ist mannigfachen Äenderungen unterworfen,in der Regel sind es indessen walzenförmige, lang-streckige Thiere. Ihre Gliedmaßen sind verschie-denartig entwickelt: die meisten besitzen 4 kurzeBeine, mittels deren sie den Körper mehr fortzn-schieben als zu tragen scheinen; bei einigen findenich dagegen nur Vorder-, bei anderen nur Hinter-gliedmaßen, ja einzelnen, z. B. der Blindschleiche,fehlen die Gliedmaßen vollständig, so daß sie vonNicht-Zoologen geradezu zu den Schlangen ge-rechnet werden. Die Haut ist mit Schuppen be-deckt, welche in ihrer Ausbildung und Anordnungden verschiedensten, aber strengen Gesetzen folgen.Man unterscheidet Täfel-n. Schindelschnppen; er-'tere sind ringsum an ihrem Rande angeheftet,letztere dagegen nicht allein nur an einer Seite,der Wurzel, in der Haut befestigt u. an der an-deren frei, sondern auch dachziegelig über einandergelagert. Große, flache und eckige Täfelschuppenführen den Namen Schilder; sie finden sich in derRegel auf dem Kopfe und der Bauchseite desRumpfes vor. Die Schilder des Kopfes werden alsRnsselschild, Naseuscknlder, Angendecken-, Scheitel-,Hinterhaupt-, Stirn-, Schnauzen-, Angen-, Zügel-,Schläfen- u. Lippenschilder unterschieden. AußerSchuppen und Schildern finden sich mitunter nochandere Hautanhänge: Hantlappen u. Hantkämme,Warzen, Stacheln n. dergl. vor. Um die Augenbildet die Haut fast ausnahmslos Augenlider. DieUnterkicferäste sind fest mit einander verbunden,so daß der Mund keiner seitlichen Erweiterungfähig ist, wie dies bei den Schlangen der Fall.Die Zähne sind niemals in die Kieferknochen ein-gekeilt, sie erscheinen vielmehr bald auf dem obe-ren Kicferrande festgewachsen, gleichsam angelöthet(eingewachsen, bei den sog. Gipfelzähncrn, Loro-ckonloo), od. sie sind mit ihrer unteren Hälfte andie Innenwand der Kiefer angewachscn (Seiten-zähncr, lUsnrostontos). Außer den Kiefern istoft auch die Ganmengegend mit einer oder meh-reren Reihen von Zähnen besetzt. Von besonderer,namentlich auch systematischer Wichtigkeit ist dieBildung der Zunge. Man unterscheidet 5 Unter-ordnungen: 1) Spaltzüngler (Rissiling'nia);Zunge lang, dünn, Apitzig, weit vorstreckbar.Schwanz lang, mit wirbelförmig gestellten Schup-pen. Dahin die Familien der Warn-E., Tajn-E.und wahren E. 2) Wnrmzüngler (Vormilin-Ania); Zunge lang, cylindrisch, an der Spitze ver-dickt n. klebrig. Körperhant init kleinen körnigen(chagrinartigen) Schuppen bedeckt. Angen voneinem kreisförmigen, mir der Pupille gegenübergespaltenen Augenlid? bedeckt. Von den 5 Zehensind 3 verwachsene nach vorn, 2 verwachsene nachhinten gestellt. Dahin die Familie der Chamäleons.3) Dickzüngler (OrasmIinAuia,); Zunge dick,fleischig, vorn kaum ansgerandet oder zngernndet.Die Typen der neuen Welt sind Seitcnzähner,die der alten dagegen Gipfelzähn er. Dahindie Agamen und Gekonen. 4) Knrzznngler(LrovllinAnia); Zunge kurz, an der Wurzel Lick,