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Eichenlaub -
Er hat 5 Klassen: Großkreuze, Großoffiziere, Com-mandeure, Offiziere u. Ritter. Der König ist Groß-meister.
Eichenlaub, 1) das Laub der Eiche; in Kränzegeflochten dient es zur Andeutung des Verdienstesu. der Auszeichnung; 2) eine Decoration des Ro-then Adlerordens.
Eichenmistel (Bot.), s. u. Viscmm.
Eichenprocessionsspinner, s. Processions-spinner.
Eichenrindengcrbsänre, eine in der Eichen-rinde neben einer kleinen Menge von Gallusgerb-sänre enthaltene Gerbsäure (s. d.). Leicht lösliche,gelbbraune amorphe Masse, deren Lösung sich mitEisenchlorid tiefblau färbt, Leim u. Brechweinstein-lösung fällt u. beim längeren Kochen mit verdünn-ten Säuren sich in Zucker u. Eichenroth, einedem Chinaroth sehr ähnliche, braunrothe, amorpheMasse spaltet. Clören.
Eichenrose, Gallbildung an Eichen, rührt hervom Stich einer Gallwespe, Lzmips keounäatrixLtz/,, in die Blüthenknospen, gleicht in der Formder Ähre des Hopfens.
Eichcns, 1) Friedrich Eduard, Kupfer-stecher, geb. 27. Mai 1804 in Berlin; bildete sichunter Buchhorn ans der Berliner Akademie, gingdann nach Paris, wo er unter Förster u. Richommearbeitete, u. 1827 zu Toschi nach Parma, dessenBildniß er nach eigener Zeichnung stach. Nachseiner Rückkehr nach Berlin 1832 ward E. zumMitgliede der dortigen Akademie gewählt n. fandzahlreiche Schüler. Fest n. correct in der Zeich-nung, mit einem eleganten, selbst glänzenden Vor-trag, ohne in die Bravonrbehandluug, Weichheitod. Effectliebhaberei der modernen französisch-italie-nischen Kunst zu verfallen, zählt E. zu Len her-vorragendsten Kupferstechern der Neuzeit; Werke:Anbetung der heiligen 3 Könige nach Rafael, 1836;die heilige Magdalena nach Domenichino, 1837;eine Madonna nach Raffaellino Lei Garbo, 1839;die Vision Ezechiels nach Rafael, 1841; Friedrichder Große als Kronprinz nach Pesne, 1846, meh-^ rere Bildnisse berühmter Zeitgenossen wie Men-delssohns, Rauchs u. A., mehrere Blätter derSammlung von Kaulbachs Wandgemälden imNeuen Museum in Berlin u. von dessen Shakespeare-galerie. 2) Philipp Hermann, Kupferstecher,Bruder des Vor., geb. 13. Sept. 1812 in Berlin,war bis 1832 Schüler Hensels in der Malerei,ging dann nach Paris u. dort zur Lithographieüber. Nach einem längeren Aufenthalte in Italienkehrte E. 1846 nach Berlin zurück u. widmete sichder Schwarzkunst, in der er sich dann in Parisnoch vervollkommnete. Hauptwerke: Florinde nachWinterhalter, 1859; die Tanzstunde nach Heilbut,1859; die Cremoneser Geige nach C. B. B. Müller,1860; die Tochter des Jairus nach Gnst. Richter,1863; dieHcnmacheriu nach Brochart, 1868. Außer-dem stach E. noch nach Leop. Robert, Maes u. A.
Regnet?
Eichenschwninm (kolxporns umdellatus und, Oaeäalsa gnsreina).
Eichenschwlirmer(8morintbn8 «gnsrousH^.),zu den Dämmerungsschwärmern gehörige Schmet-terlingsart; Vorderflügel gelblich mit 2 dunkelenOuerliuien, in SEuropa.
— Eichhorn.
Eichenwickler, s. Wickler.
Eichhase, 1) (kol^porus tranäosus, umbslla-tns, ZlAantsus, sulMursus), Pilze mit halbirtem,runzelichem, bräunlich-grauem Hut, weichem, saf-tigem Fleische, gewöhnlich in Menge zu großenHaufen im Herbst auf Wurzelstöcken von Eichenu. Buchen. 2 ) (Keulenschwamm, Viavaria botr/-tis), s. u. Vlavaria.
Eichhoff, 1) Peter Joseph, Freiherr v. E.,österr. Staats- n. Finanzmann, geb. 16. April1790 zu Bonn, wo sein Vater Kaufmann war,studirte daselbst, machte 1807 Reisen nach denVereinigten Staaten von NAmerika u. Westiudienu. wurde 1810 Offizier in der französischen Kriegs-marine. 1815 trat er in niederländischen See-u. 1818 in österreich. Staatsdienst, wo er Mit-glied der Elbschifffahrtscommission wurde u. hierein für Österreich günstiges Resultat erzielte. Erwurde 1821 Generalconsul für die Elbschifffahrtin Prag, 1829 Hofrath bei der allgemeinen Hof-kammer in Wien mit Leitung des Departementsdes Handels n. der Consulate, 1834 Vicepräsidentim Finanzfache, 1836 Präsident der Hofkammer,wo er sein Hauptaugenmerk ans Ersparungen imStaatshaushalt richtete n. auch die Tilgung einesTheiles der Staatsschulden durch Hebung der Ein-nahme, ohne neue Steuerauflagen erreichte. Schon1834 in den österreichischen Ritterstand erhoben,wurde er 1836 Freiherr und 1839 ungarischerMagnat; 1840 gab er seine Entlassung aus demStaatsdienst u. lebte nun theils auf seinen Güterntheils in Wien, wo er 1. Jau. 1866 st. Biogra-phie E-s von H. Meynert, Wien 1849. 2) Frie-drich Gustav, franz. Philolog deutscher Abkunft,geb. 17. Äug. 1799 zu Havre, studirte in Paris,widmete sich den orientalischen Sprachen, bes. demSanskrit, wurde 1827 Lehrer der deutschen Sprachebei den Prinzen von Orleans. 1830 Bibliothekarder Königin, 1842 Professor in Lyon, 1855 Ge-ueralinspector der lebenden Sprachen in denffranz.Lyceen u. st. im Mai 1875. Er schr.: LtnässAreoguss sur Virgils, 1825; I°Lra1IöIs äss lan-Anss äsl'Lursxe st äsl'Inäe, 1836, deutsch Lpz.1840; Ristoirs äs in lanAns st äs 1a littsra-tnrs äsg Llavos, 1839; Diotionnairg etz'inolo-Zigns äss raoinss allsmanäss (mit Suckau), 1840;Losa! 8ur I'ori§1ns äss Lozttllss st äss Llavss,1845; Ütnäs8 sur INnivo, ksrsspolis st 1a m^-tboloMs äs 1'Lääa, 1855; kossls Iisrcägus ässlvälsos, oomparss a I'Lpopös Zreagns et romains,1860; Erammairs Asnerals suropseons, 1867u. a.
1> Lagai. * 2> Henne-Am Rhyn.
Eichhorn, 1) Johann Gottfried, Bibel-forscher und Historiker, geb, 16. Oct. 1752 inDürrenzimmern (Hohenlohe-Öhringen); wurde Rec-tor in Ohrdrufs, 1775 Professor der Morgenlän-dischen Sprachen in Jena, 1788 der Philosophiein Göttingen n. st. hier 25. Juni 1827; er schr.:Einleitung in das A. T., Lpz. 1780—83, 3 Thle.,4. Aufl., Gött. 1823, 5 Thle.; Einleitung in dieapokryphischen Schriften des A. T., Lpz. 1798(4. Aufl. von beiden, 8Bde.); Einleitung in dasN. T., ebd. 1804—14, 3 Bde., 4. A. 1824, 5Bde.; Allgemeine Bibliothek der biblischen Litera-tur, ebd. 1787—1804, 10 Bde., 2. Aufl. 1812 ff.;Commentar zur Apokalypse (lat.), 1791, 2 Bde.;