H2 Eichhörnchen.
Literärgeschichte, 179g, 2 Bde., 1. Bd. 2. Aust.1813, 2.Bd. 2 Allst. 1814; Allgemeine Geschichte derCnltnr u. Literatur des neueren Europa, 1796—99,2 Bde.; Übersicht der Französischen Revolution,1797, 2 Bde.; Weltgeschichte, ebd. 1799—1814,.6 Bde., 3. Ausl., 1818—20, 6 Bde.; Geschichteder 3 letzten Jahrh., ebd. 1803 f., 6 Bde. (3.Aust. 1817); Geschichte des 19. Jahrh., ebd. 1817;Geschichte der Literatur, ebd. 1805—12, 12 Bde.;Urttigna bist, ex ixsis vster. serixtornin l-ras--eor. narratloilldus eontoxta, ebd. 1811 f., 4 Bde.;^nt. bist, vx ipsis vster. seriptor. latinar.narr, oontsxta, Gott. 1811, 2 Bde.; die hebräi-schen Propheten, 1816—20, 3 Bde., n. in. a.
2) Karl Friedrich, deutscher Jurist, Sohn desVor., geb. 20. Nov. 1781 in Jena, studirte inGüttingen die Rechte, trat nach seiner Promotion1801 ins Rcichskamlnergericht, uni das Praktischedes Deutschen Rechts zu stndiren u. habilitirtc sich1803 in Göttingen, wo er Mitglied des Sprnch-colleginms wurde; ging 1805 als Professor nachFrankfurt a. d. O. n. siedelte 1811 mit der Uni-versität nach Berlin über, wo er mit Savignydie Zeitschrift für geschichtliche Rechtswissenschaftgründete. Er nahm regen Antheil an den Be-strebungen der Patrioten gegen Frankreich n. trat1813 als Freiwilliger in die preußische Landwehr,lehrte seit 1814 wieder in Berlin n. seit 1817 i»Göttingen. Seiner geschwächten Gesundheit wegenzog er' sich 1829 auf das von ihm erkaufte Land-gut Ammerhof bei Tübingen zurück. Jndeß schon1832 folgte er dem Rufe als Professor in Berlin,sah sich jedoch nach zwei Jahren eines Brnstleidenswegen genöthigt, den Lehrstuhl wieder zu verlassen,ii. nahm nun'die Stellung eines Geheimen Ober-tribnnalraths ein. Er wurde sodann Mitglied desStaarsraths (1838), der Gesetzcommission (1842)u. des Obercensnrgerichts (1843), welches Amt erjedoch schon 1844 freiwillig niederlegte. Außer-dem bekleidete er von 1841 bis 1846 das Amteines Sprllchmanns am Bnndesschiedsgerichte. Erlegte, seit 1843 Geh. Jnstizrath, 1847 seine Staats-mittel.' nieder u. st. 4. Juli 1854 in Köln. AufGrundlage der Geschichte der deutschen Staats- u.Rechtsverfassnng hat E. das deutsche Privatrechtzur Wissenschaft erhoben u. demselben die historisch-combinatorische Methode untcrgelegt, er ist derBegründer einer neuen Epoche der deutschen Rechts-wissenschaft, n. die historische Rechtsschule ehrt inihm ihr Haupt. Er schr.: Deutsche Staats- undRechtsgeschichte, Gött. 1808—22, 5. Aust. 1843bis 1845, 4 Bde.; Einleitung in das deutsche Pri-vatrecht, ebd. 1824, 5. Ausg. 1845; Über Allodi-fication der Lehen, Gött. 1828; Grundsätze desKirchenrechts, Gött. 1831—33, 2 Bde.; Betracht-ungen über die Verfassung des Bundes, Berlin1833; eine Reihe von Rechtsgntachten u. Abhand-lungen für jnrist. Zeitschriften,redigirtedieZeitschriftfür gesch. Rechtswissenschaft u. schrieb endlich nochdas Trauerspiel: Chrimhildens Rache, Gött. 1824.
3) Johann Albrecht Friedrich, preußischerStaatsmann, geb. 2. März 1779 in Wertheimam Main, wurde 1800Auscultator der Regierungin Kleve n. 1807 Rath des Kaminergerichts n. dannauch Syndikus derUniversitätinBerlin; er ging auchin diesem Jahre zur Verhandlung wegen Auslie-
ferung preußischer Gefangener mit Frankreich u.den Rheinbundfürsten an den Rhein; wirkte 1813zu Errichtung der Landwehr u. des Landsturmes,folgte als Freiwilliger der Armee, trat unter Steinin die Ccntralregiernng der eroberten deutschen,bis dahin mit Frankreich alliirten Lande u. schr.:Die Centralverwaltnng der Verbündeten unter demFreiherrn von Stein, Deutschland 1814, u. Andie Widersacher der Vereinigung Sachsens mitPreußen, Lpz. 1814. Von Hardenberg 1815 nachParis berufen, nahm E. an der Verwaltung derbesetzten französischen Provinzen n. an den Re-glilirnngen der verschiedenen Ansprüche an Frank-reich theil u. rettete dabei dem Vaterlande vieleSchätze der Kunst n. Literatur. Nach seiner Rück-kehr wurde er Vortragender Rath im Ministeriumdes Auswärtigen, Geheimer Legationsrath, 1817Mitglied des Staatsraths, 1831 Director des aus-wärtigen Departements n. trug wesentlich zur Be-seitigung der Hindernisse bei, welche 1833 demAbschluß des Zollvereins entgegenstanden; Ende1840 wurde er Minister der geistlichen rc. Ange-legenheiten u. war die Seele des damaligen preu-ßischen Cabinets, welches in Folge der Märzrevo-lntion 1848 abtrat. 1850 wurde E. zum Mitglieddes Erfurter Staatenhauses berufen n. st. 16. Ja».1856 in Berlin. Vgl. Eiters, Zur Benrthcilnngdes Ministeriums E., Berl. 1849. 4) Albert,Landschaftsmaler, geb. 1811 in Freienwaldc, st.1851 zu Potsdam; bildete sich unter der Leitungvon Tempeltei u. Biermann in Berlin znm Land-schaftsmaler, begab sich 1840 auf Reisen n. sam-melte in Italien n. Griechenland eine große Mengevon Skizzen, welche er später als Motive zu Ge-mälden verarbeitete. Die ersten Bilder, der Tay-getos und der Tempel von Phigalia, welche ernach seiner Heimkehr 1842 ansstellte, erregten dieBewunderung wegen ihrer ungemeinen Treue inder Wiedergabe des Typus der griechischen Natur.Sie waren, wie auch die meisten seiner spätere»Bilder, wo Terrain n. Architektur an vergangeneZeiten erinnerte, durch einen gewissen historische»Ernst charakterisirt. Nach einer ebenso lohnende»wie fruchtbaren Thätigkeit nahm sich E. in einemAnfall von Hypochondrie 1851 das Leben. Vonseinen Gemälde», welche größtentheils vom KönigeFriedrich Wilhelm IV. angekanft wurden, sindaußer den oben genannten die bekanntesten: derTempel von Korinth, der Tempel des Olympi-schen Zeus, die Straße von Patras, die Peters-kirche, Ansichten aus der Campagne. In der Wand-malerei entdeckte er ein neues eigenthümliches Ver-fahren, welches er bei Ausführung einiger Bilder inden Charlottenburger Bädern n. in seiner eigene»Wohnung anwandte. i—B Hm»e-A», Rhyn.* Regnet.'
Eichhörnchen (Loinrlna), Familie der Nage-sängethiere; Vorderlänfe mit 4 langen Zehen ».einem Danmensttlinmel, Hinterfüße mit 5 Zehe»;Nagezähne oben und unten je 2; die Backzähne,oben 5, nuten 4 auf jeder Seite, bilden auf ihrendrei- od. vierseitigen Schmelzkronen allmählich sichabnntzende Querhöcker. Schädcltheil sehr entwickelt,Schnauzentheil verkürzt, Ohren aufrecht, oft mitHaarbüschel, Schwanz von Körperlänge n. darüber,meist zweizeilig behaart; Rumpf schlank, Läufekurz, die vorderen kürzer als die Hinteren, Pfoten