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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
Entstehung
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Eiche.

NAfrika; Holz sehr fest; Hauptimtzen: die Kork-rinde (s. d.), die man alle 8—10 Jahre bis ansdie Basthaut abschälen kann. Die Korkschicht derRinde erreicht am Stamme nicht selten die Dickevon 10—12 om n. bildet sich immer von Neuem,wenn sie abgerissen wird; geschieht dies nicht vonMenschen, so wirst sie der Banm selbst ab. Inder Regel wird nur die Korkschicht des unterhalbder Krone befindlichen Stammes abgeschält, wobeidie darunter liegende junge Rinde nicht mit abge-löst werden darf. 13) tz. Ilex Stech-E.,Immergrüne E., 10—16 in hoher Banm od.Strauch mit eirunden, zngespitzten, gesägten, be-dornten u. lang gestielten Blättern; Eicheln eirund,klein, sehr kurz gestielt n. eßbar; Holz sehr nutz-bar, schwer, hart, elastisch, fault nicht leicht. Imganzen Mitrelmeergebiet verbreitet. Ib Ooooikors,ckÄrckl., mit ausdauernden, dornig gezähnten, leder-artigen, beiderseits kahlen Blättern; männlicheBlüthenhülle 4—ütheilig, mit gewimperten Ab-schnitten; Narben keulenförmig; Früchte im zweitenHerbste reifend, in Becherchen, deren schmale Schup-penblättchen in ein kurzes, stachliges od. weichesu. stnmpses Anhängsel verlängert sind. 14) H.eoeoiborÄ L., Kermes-E., Scharlach°E.,Strauch mit kleinen, eiförmigen, dornig gezähnten,immergrünen, sehr kurz gestielten Blättern; Eichelnkurz n. dick. Die von Schildlänsen (Oooena iti-ois) verursachten Auswüchse an Trieben u. Blät-tern liefern die Kermesbeeren. Im ganzen Mittel-meergebiete verbreitet.

Größere forstliche Bedeutung haben bei uns nurdie beiden erstgenannten Arten, Stieleiche undTranbenciche; hierzu kommt in den oben er-wähnten österr. Provinzen rc. »och die Zerreiche,deren Holz indessen im Nutzwerth hinter dem jenerweit zurück steht; auch die amerikanischen Eichen-arten (tz. rndra, ooooinsa, atda u. a.) sind bereitshier n. La cnltivirt worden, ohne jedoch bis jetztweitere Verbreitung gefunden zu haben. Stiel-u. Tranbenciche unterscheiden sich hinsichtlich ihresforstlichen Werthes insofern, als erstere eine» besse-ren, insbesondere tiefgründigen u. feuchten Bodenund mildes Klima verlangt, daher in den frucht-baren Flußniederungen am besten gedeiht, währenddie Traubeneiche geringere Ansprüche an Srandortn. Klima macht, höher im Gebirge — im Harz(Bnrckhardt) bis ca. 600 in, in STyrol (Schacht)bis 1350 m — ansteigt und insbesondere in denEichenschälwaldungen, namentlich Sllddentschlands,höher geschätzt wird, weil sie mehr u. bessere Loh-rinde liefert. Das Holz beider Arten unterscheidetsich im Nutzwerth (als Bau- u. Werkholz) weni-ger; dem Standort kommt in dieser Beziehung einweit größerer Einfluß zu. Die Eiche nimmt inallen forstlichen Betriebsarten (Hoch-, Mittel- u.Niederwald) eine bevorzugte Stellung ein. ZurAnzucht in reinen Hochwaldbcständen eignet sie sichallerdings wegen ihrer großen Lichtbedürstigkeit —in Folge deren die überwachsenen Stämme raschabsterben, die Bestände sich frühzeitig lichten ».derBoden dann leicht verraset u. ausmagert — we-niger — u. höchstens auf ganz besonders gutemBoden; vorzüglich dagegen zur Einmischung imBnchenhochwald, weil sie mit der Buche im Höhen-wachsthum ziemlich gleichen Schritt hält, daher

nicht leicht von derselben unterdrückt wird, währenddiese durch dichte Beschattung und reichlichen Blatt-abfall die Bodenkraft erhält u. hierdurch wiederdas Wachsthum der Eiche fördert, auch eine mäßigeBeschattung durch die letztere leicht erträgt. Mansucht daher bei der Anlage junger Bestände der E.häufig einen Vorsprung von einigen Jahren zuverschaffen; u. da ferner der Buchenhochwald seltenmit einer höheren als der 100—120jährigen Um-triebszeit bewirthschastet wird, die E. aber erst inweit größerem Alter ihre werthvollsten Holzsorti-mente (Starkholz) liefert, so Pflegt man gesundeStämme in größerer oder geringerer Anzahl biszum zweiten, mitunter sogar bis znm dritten Um-triebe der Buche überzuhalten. Besonders schöneBestände dieser Art, wobei die E. ein Alter von400 Jahren erreicht, finden sich n. a. im Spessart.Außerdem wird der gleiche Zweck der E-nstarkholz>Erziehung häufig auch dadurch erzielt, daß manreine Eichenbestände zu der Zeit, wo sie sich stärkerauszulichten beginnen — etwa vom 60. Jahre an— mit einer schattenertragenden Holzart (Buche,Fichte oder Tanne) zum Schutz des Bodens un-tersäet oder unterpflanzt u. die so erhaltene Misch-ung alsdann bis zu dem für die E. gewünschtenUmtriebsalter aufwachsen läßt. Soll die E. imHochwald natürlich (durch Samenabfall) verjüngtwerden, so muß wegen der LichKiedürftigkeit derjungen Pflanze der Samenschlag Heller als beider Buche gestellt werden u. Nachlichtnng sowievollständiger Abtrieb des Oberstandes rascher (in3—5 Jahren) folgen. Künstliche Nachhilfe, ins-besondere Auflockerung des — in älteren E-Be-ständen meist mit einer Grasnarbe bedeckten —Bodens ist dabei selten ganz zu vermeiden; auchSaat n. Pflanzung müssen häufig noch zu Hilfegenommen werden, namentlich znm Zweck der Un-termischnng mit Buchen. Da außerdem durch dieFällung n. Aufarbeitung des Oberholzes der jungeNachwuchs oft znm großen Theile wieder zerstörtwird, so empfiehlt sich in vielen Fällen anstatt dernatürlichen Verjüngung kahler Abtrieb mit nach-folgendem Anbau ans der Hand; bei günstiger Lageauch ein mehrjähriger landwirthschaftlicher Zwi-schenbau, weil die damit verbundene Lockerung desBodens n. Zerstörung der Unkräuter dem Wachs-thnmc der jungen Pflanzen ungemein förderlich ist.Zur Eichelsaat, wobei man durchschnittlich etwa6 Hektoliter Samen pr. Hektar verwendet, sinddie verschiedensten Methoden im Gebrauch; mankann die Eicheln unterhacken, -pflügen, -eggen,-walzen, sie breitwürfig, in Furchen auf Streifenoder Platten einsäen od. sie einzeln mit der Hackeod. anderen, znm Theil besonders hierzu construir-ten Instrumenten (der Eichellanze, dem Setzpfahl,Saathammer n. -schlägel) nnterbringen. Die inder Regel in besonderen Forstgärten od. Kämpen(s. d.) erzogenen Eichenpflanzen lassen sich jenach Bedarf in jeder Größe vom einjährigenSämling bis zu 4 in hohen Heistern versetzen;meistens verwendet man jedoch kleine 1—3jährigePflanzen, vielsach auch sog. Stutz- od. Stummel-Pflanzen, deren Pfahlwurzel gekürzt und derenSchaft dicht über der Erde abgcworsen wird. —Im Mittelwald bildet die E. neben anderenHolzarten häufig sowohl den Ober- als den Unter-