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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
Entstehung
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Eibau -

sich auf verschiedene Salze, Fette, Extraktivstoffe,Farbstoffe u. dergl. Die Fettmasse des Dotterslaßt sich aus hart gekochten Dottern theilweiseauspressen; sie bildet dann das Eieröl, ein hoch-gelbes, dickflüssiges, leicht ranzig werdendes Öl.Das Eiweiß der Hühnereier besteht aus 86,, °/»Wasser, 12,z "/„ Albumin, sowie ans ca. 1 "/oSalzen u. Extraktivstoffen. Hieraus ergibt sich dergroße Nahrungswerth der Hühnereier (s. d.). DieEier der Reptilien, Amphibien u. Fische,die der Knorpelfische ausgenommen, verhaltensich in ihren: Baue wie die der Vögel. Dieder Knorpelfische nähern sich dagegen wieder denender Säuger; jedoch spricht bei den beiden letzterendas Auftreten zarter Eiweißkrystalle in: Dotter,der sog. Dotterplättchen, dafür, daß hier eben-falls im Follikel eine Nebendottermasse gebildetwerde. Die Eier der Reptilien und Fische sindmeist von einer pergamentartigen Schale umhüllt,während die der Amphibien eingebettet sind in eineeiweißartige Substanz, welche im Wasser bedeutendaufquillt n. die Eier bald zu Schnüren, bald zuKlumpen vereint. — Die Eier der Mollusken(Weichthiere) schließen sich in ihremBau den SLuge-thiereiern an; bemerkenswerth ist, daß sich häufigz. B. bei den Weinberg- u. Wegeschnecken inner-halb desselben Follikels Eier- u. Samenkörperchenbilden. — Die Gliederthiere stehen den Wirbel-thieren in Bezug ans den Ban ihrer Geschlechts-apparate näher als die Weichthiere, sie haben be-reits den Graasschen Follikeln vollkommen ent-sprechende Organe; ihre Eier bieten nichts wesent-lich Neues, doch besitzen die Keimbläschen derSpinnen anfänglich keinen Keimfleck. — Bei denWürmern entstehen die den Primordial-Eiernder Wirbelthiere vergleichbaren Eier in einem Eier-stocke, den man hier Keimstock nennt; die Haupt-masse des Dotters wird aber noch nachträglich vonsog. Dotterstöcken geliefert. — Auch die Eier derStachelhäuter u. darmlosen Thiere zeigen,so weit sie bekannt sind, keine wesentlichen Modi-ficationen; sie bilden sich noch alle in besonderenOrganen, was bei den Mitgliedern des letztenTypus des Thierreiches, den Protozo'en, mitAusnahme der Jnfusionsthierchen, nicht mehr statt-findet. Nach Waldeyer: Eierstock rc. in Stricker,Handbuch der Lehre von den Geweben, Lpz. 1871.Weiteres über Eier und deren Verwendung in denArtikeln Brüten, Fische, Hühnereier, Vögel.

(Bot.) Engler. (Zool.) Thome.

Eibatt, 1) (Alt-Eibau), Kirchdorf in der Amts-hanptmannschaft Löbau, der königl. sächs. Kreis-hanptmannschaft Bantzen; Station der Linie Löbau-Ebersbach-Warnsdorf der sächs. Staatseisenbahnen;Leinenweberei, Stellmacherei, Bierbrauerei, Groß-handel; 4598 Ew. 2 ) (Neu-E.) Dorf, nahe beimvorigen; Leinenweberei; 864 Ew.

Eiben (laxmeas), Unterfan:, der Ocmiksrao.

Eibenschih (Jvanczice), Stadt im Bez. Brünnder österr. Markgrafschaft Mähren, an der Münd-ung der Oslawa in die Jglawa; Station (Kanitz-E.) der österr. Staatsbahn; vorzügliches Töpfer-geschirr; Spargel- und Obstbau; 4485 Ew.

Eibcnstork, Stadt in der sächs. Kreishanptmann-schaft Zwickau, Amlshauptmannschaft Schwarzen-berg, unweit der Mulde; Station der Chemnitz-

— Eiche.

Aue-Adorfer Eisenbahn; Gerichtsamt, Hauptzollamt,Forstinspection,Oberförsterei; Hanptsitz der Spitzen-verfertignng mittels der Tambourir- u. Nähnadel,mechanische Weiß- u. Buntstickerei, Spitzenklöppelei,Fabrikation von Handschuhen, Corsetten, Zünd-hölzchen u. Weißblechwaaren; 6362 Ew. In derNähe, nördl. von E., an der Mulde, Eisenerzgruben,Hohöfen u. Hammerwerke. Das Spitzenausnähenmittels derTambonrirnadel wurde hier zuerst 1775durch Klara Angermann aus Thorr: gelehrt. E.wurde in: 12. Jahrh. gegründet u. gelangte mit derHerrschaft Schwarzenberg, zu welcher E. gehörte, ,1533 durch Kauf au Sachsen. H- Berns. ^

Eibisch (Bot.), so v. w. L.Maos., namentlichä.. oktioinalis.

Eibner, Friedrich, Architekturmaler, geb. 25.Febr. 1825 zu Hiltpoltstein (bayer. Oberpfalz);bildete sich ohne Lehrer, bereiste 1847 Bayern, s1852 Deutschland u. Frankreich, 1853 und 1856Oberitalien u. 1860—61 Spanien, dieses in Be-gleitung des Fürsten Metschersky. Hier malte er65 Aquarellblätter, von denen 35 in Farbendruckunter den: Titel: Baudenkmäler Spaniens, er-schienen, heransgegeben von dem Fürsten Met-schersky. In E-s Aquarellen zeigt sich eine bril-lante Technik, so namentlich in seinem Don: zuBnrgos u. Dom zu Sevilla, den: Dom zu Sego-via und dem Jnquisitionsgebäude zu Cordova.Weitere treffliche Blätter: Paradiesbrücke in Ve-nedig; St. Anastasia in Verona; Liebfrauenkirchein Eßlingen; Inneres der Münchener Frauen-kirche rc. Regnet.

Eich, Dorf im District u. Großherzogth. Luxem-burg; Eisenwerk, Eisenbahn-Waggonsban; im(ausgedehnten) Gemeindebez. 5288'Ew., wovonnur etwa Vs im Orte.

Elche (tzusrons, 2"oni'».), Pflanzengatt, ansder Fan:, der Fagaceen (XXI., 9.), Bäume mitspiralig gestellten, häufig buchtigen Blättern, hän-genden männlichen Blüthenständen in den Achselnder Lanbblätter u. kürzeren, weiblichen Blüthen-ständen in den Achseln von Niederblättern, männ-liche Blüthen geknäuelt, fadenförmige Scheinährenbildend, mit 5—8theiligsr Blllthenhülle n. 6—16Staubblättern; weibliche Blüthen von einer Hülleumgeben, deren Blättchen schuppenartig sind und ^später die Basis der Frucht als Becher umgeben;Fruchtknoten dreifächerig; Frucht (Eichel) mit einemSamen, dessen Keimlappen bei der Keimung unterder Erde bleiben. Die E-n sind namentlich in dernördlichen Hemisphäre verbreitet und durch zahl-reiche Arten vertreten; während in der gemäßigtenRegion Europas, Asiens und NAmerikas sich dieArten »erfinden, deren Blätter in: Herbst ver-trocknen n. im Winter oder nächsten Frühjahr ab-fallen, finden sich vorzugsweise in der warmenKüstenregion des Mittelmeergebietes zahlreiche im-mergrüne Arten, die in ihrer Blattforn: vielmehran den Lorbeer erinnern u. nur durch die Blüthenu. Früchte sich als E-n zu erkennen geben. BeideFormen treten waldbildend auf u. sind von großerpflanzen-physiognomischer Bedeutung. Arten:

Lobnr Mrckl., Blätter zuletzt fast lederartig, imHerbste od. Winter abfallenb, buchtig oder fieder-spaltig mit meist stumpfen Abschnitten; männlicheBlüthenhülle 5—6theilig mit linealischen, gewim-