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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
Entstehung
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8 Edclfalken -

Das bayerische Gesetz vom 10. Novbr. 1861 dieGerichtsverfassung betreffend erläutert, ebd. 1862;das Polizeistrafgesetzbuch für Bayern vom 10. Nov.1861 mit Erläuterungen, 1 Bd., Erl., 1. u. 2.Ausl. 1862; hierzu Nachtrag, Sammlung der Ver-ordnungen u. oberpolizeilichen Ministerialvorschrif-ten, 1 Bd., Erl. 1868; Commentar zum Polizei-strafgesetzbuch vom 26. Dcc. 1871, Erl. 1872. Lag-".

Edelfalken, Gruppe der Raubvogelgatt. Fal-ken. Kräftige Vögel mit knappem und starremGefieder; Schnabelfirste nicht halb so lang als dieMittelzehe mit den Krallen. Sie erjagen nurfliegende Vögel. Alle diese Eigenschaften sind beider anderen Falkeugruppe, den Röthelsalken, nichtin dieser Weise vorhanden. So vermögen letztereauch nicht fliegende Vögel zu erjagen, sie über-fallen vielmehr meist ihre Beute am Boden. Zuden E. gehören: s.) Gemeiner Falke: Eigent-licher Jagd- od. Edelfalke (l?. eanäreans 6-ur.).Rabengroß, hat einen schwarzen dreieckigen Bart-streif, die Jungen oben braun, Federn rostrothgerändert, unten weißlich, mit 'braunen Längsflecken,welche, je älter er wird, in schwärzliche Querbän-der übergehen, zugleich wird der Rücken brauner,mit schwarzgranen Qnerbinden, Schwanz obenbrau rostroth gefleckt, unten mit Bändern, diemit den Jahren breiter werden, oder weiß, ragt6 om über die Flügel hervor; Kehle weiß; Füßeund Wachshaut in der Jugend bläulich, spätergrünlich, im Alter gelblich. Die beschriebeneForm ist im Alter weiß und der eigentliche 1?.oanckionns <?m. findet sich in Grönland, Island,Sibirien; außer ihr findet sich in Norwegen undLappland eine graue Form, der Gyrfalk (üb §zw-kaloo D.) u. in Labrador eine schwärzliche FormV. nrolnous Äolb. Die so sehr geschätzten nordischenJagdfalken der Falkouiere waren norwegische Gyr-falken. (Vgl. Altum, Forstzoologie 2. Bd. Berl.,Springer 1873.) Bewohnt den Norden circumpo-lar; kommt im Winter zuweilen nach Deutschlandu. wurde früher ganz bes. häufig zur Falkenbeizebenutzt, fliegt sehr rasch, stößt senkrecht auf dieVögel; d) der Wanderfalk (§. xsrs^rinns L.),Rücken aschblau, unten weiß, schwarz gewellt,Brust gelblich, vom Mundwinkel abwärts einbraunschwarzer Streif, Schwanz von den Flügelnbedeckt, mit Qnerbinden, Hosen weißlich, ins Graneod. Rostgelbliche, beim Männchen braungewellt,beim Weibchen mit braunen Längsflecken; Wachs-haut u. Füße gelb; zahlreiche locale u. Farben-Formen wurden als besondere Arten abgetrennt,so der nordamerikanische Wanderfalke als Enten-falke (l?. nrmbum Lcmax.), der austral. als schwarz-wangiger Falke(§.msIano§öllz-sScmkck); der mittel-u. südasiat. als Wanderfalke (1?. psrsArinatoräervall); der afrikanische kleine Falke (§. rumorä'e/rlsAsk); kleinere europäische nannte BechsteinTaunenfalken (§. sbrstmus); Brehm Vater unter-schied noch den weißwangigen Falken (§. Isnoo-§en^s); den graubäuchigen (bst Ariselvoutrio) u.den Krähenfalken (bd eoruieum). Länge 50 om;kosmopolitisch in gemäßigten n. kalten Gegendender Erde, im Winter südlicher ziehend, in Deutsch-land nicht selten; o) Würgfalk (bd lauiariusIdrL), vom Ansehen eines jungen gemeinen Fal-ken. aber größer als dieser, mit gefleckter Kehle

- Edelkoralle.

u. schmälerem Schnurrbart, nur 4 om hervorra-gendem Schwänze, Füße u. Wachshaut blaugelb;ans dem Orient, in Deutschland sehr selten; ä)Banmfalk, Lerchenfalke (bd subbutoo I-.),Schnabel sehr krumm, mit großem Zahn, Kehleweiß, Oberleib schwarzbrann, mit helleren Feder-rändern, Unterleib weißlich, mit schwärzlichenLängsfleckeich fliegt schnell, steigt hoch; geschickterStößer; Zugvogel im Oct. n. März; Nahrung:kleine Vögel, bes. Lerchen, selbst Schwalben;'.nistetauf hohen Baumen od. in Felsritzen; legt 34Eier; Länge. 30 am; o) Merlinfalk, Zwerg-falke (bd assalcmD.), der kleinste Falke, Männ-chen nur 2023 om lang, Schnabel hornblau,Füße gelb, Oberleib bläulichgran, mit schwarzenSchaftsstrichen, Unterleib roströthlichweiß; Schwanzbeim Männchen mit breiter Endbinde, beim Weib-chen mit 56 Querbinden; dreist; nordischerBrütvogel, in Deutschland einzeln und wol nienistend; Zugvogel, frißt kleine Vögel, auch Jnsec-ten; Nest auf hohen Bäumen, Felsen rc. Tboms.

Edelfische, so v. w. Schlundblasenfische.

Edelfrted, so v. w. Ethelfried.

Edelhirsch, ist der Gemeine oder Nothhirsch,(Oorvns bUapIrug), s. Hirsch.

Edclinck, Gerard, berühmter nieder!.'Kupfer-stecher , geb. 1649 in Antwerpen, st. in Paris1707; lernte bei Corn. Galle u. kam 1665 nachParis, um sich bei Franz de Poilly zu vervoll-kommnen , den er bald erreichte. Sein Talentfand die wohlverdiente Anerkennung und LudwigLIV. ernannte ihn zum königlichen Kupferstecheru. akademischen Rath. Man hat über 420 Blättervon ihm, meist in großem Format, alle mit ebensogroßer Sorgfalt, wie künstlerischem Verständnißansgeführt. Die Vorzüge aller älteren u. gleich-zeitigen Meister miteinander verbindend, steht erin vielen seiner Werke bisher unerreicht da unddarf als der Schlußstein u. Gipfel der niederst, u.franz. Stecherschule betrachtet werden. In seinenWerken vereinen sich hohe Correctheit der Zeich-nung, treffliche Modellirnng, glücklichste Beweg-ung der Strichlagen mit geistvoller Führung desStichels, um seine Originale in vollendetster Weisewieder zu geben. Er stach viele ausgezeichnetePorträts nach der Natnr u. außerdem viele großePlatten, nach Lebrun: Die büßende Magdalena;Christus am' Kreuz; Die Familie des Darms;nach Rafael: Die hl. Familie; nach L. da Vinci:eine Gruppe aus dem Reitergefecht; nach Ponssin:Die Samariterin und Maria unter dem Kreuze;nach Guido Reni: Maria mit dem in der Wiegeschlafenden Christkinde rc. Regnet.»

Edeling , im alten Deutschland so v. w. einEdler; bei den Franken u. Angelsachsen ein aufden Thron durch Geburt Anspruch Habender.

Edelknecht, 1) (Edelknabe) ein einem Großendienender Knabe von Adel. 2) So v. w. un-adelige Knechte eines Edeln, für ein Lehn dienend.3) Pferdeknecht, Bedienter rc. eines Edeln.

Edelkoralle (Oorallium rubrum Lam; s.Tafel Quallen und Korallen in Bd. V.), Thierans der Klasse der Korallen. Das steinharte roth-gefärbte Achsenskelet wird bis 30 em groß, diePolypen selbst sind weiß, roth gesprenkelt. DasSkelet wird zu Schmncksachen verarbeitet u. ist