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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
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Ed-Deba'ia Edel.

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Snorrische E., nach ihrem angeblichen Ver-fasser Snorri Stnrluson (1178 1241) genannt,wel che ein e Erzählung der Götter-n. Heldensagender alteren E.. ans welcher anch Strophen einqe-sl°chtei^nl>7 lil Prosa u. Erkiärnnae/der BitLern. Versarten der alten DickNerivracbe entbält:bestimmt war sie sür den Unterricht junger Skal-dcn, und man sieht ans ihr, daß die Dichtkunstvon den Isländern zuletzt als gelehrte Kunst ge-übt wurde; der Umfang diese»'E. ist verschieden;Rask hat folgende Theile u. Ordnung angenom-men: X) die eigentlicheZSnorris che E.; be-steht aus: a) dem Formali, dem Vorworte;d) Gylfaginning (Gylfes Täuschungen), s. u.Gylfe u. o) Bragarödur (Bragis Erzählungen),welche in Dömisagen (Beispielsreden) mytho-logische Erläuterungen der dichterischen Ausdrückeenthalten; ä) Eptirmali, Nachwort. L) DieSkalda od. Skaldskaparmal (Dichtkunst, Po-etik),zerfällt in: a)Kenningar, poetische Umschreib-ungen, Metaphern, enthalten Beispiele aus der älte-teren E.; b) Okend heiti, unumschriebene Be-nennungen in der Dichtkunst; o) F-ornöfn,einVerzcichniß dichterischer Namen von Göttern undGegenständen aller Art enthaltend; ä) Bragar-hättir, eine Poetik. 0) Malslistarrit,Buch-stabenlehre und Vergleich mit der lateinischen, be-steht aus: s,) Latinn Stafrofid, lateinischeBuchstabenlehre; b) Mülslistarinnar grund-völlr, Grundsätze der Wohlredenheit, Laut- undSprachlehre; o) Figurur i rödnnni, Redefigu-ren, Erklärung grammatischer u. rhetorischer Kunst-wörter. Die jüngere E. ist ebenfalls in Islandaufgesunden worden u. zwar 1628 von Arngrimrlonsw n. Ausa. vonNeientus, «openy. 1665 , vonRask, Stockh. 1818, Kopenh. 1848 f. (die sog.Arna-MagnäanischeAusg., welche dieHauptausgabeist, mit latem. Übers.); Sveinbjöru Egilsson, Reik-javik 1848 f.; dänisch von Nyerup, Kopenhagen1808; deutsch von Rühs, Bcrl. 1812, von Majer,Leipz. 1818. Di^lter^ln^üuqer^^siud^nit

voManol^MerienivonMriD wlwa. 5. Äun.,Istmtg. 18^4. Nicht zu verweMcli^nut den E-liedern sind die Sagas, z. B. Völsunga-Saga,Blomsturvalla-Saga, Nials-Saga rc., s. u. Saga;u. vgl. weiter unter Jsl. Lit.

Ed-Dcbam (Et-D.), großer Süßwassersee imsüdöstl. Gebiete des Sultanats Marocco, amRande der Sahara, wird vom Draa-Flussedurchströmt.

Ed-Din (arab.), d. i. der Religion, bildet inZusammensetzungen mit einem anderen Wortehäufig die Endung mohammedanischer Namen, wieSchems-eddin, Sonne der Religion, Nasr-eddin,Schützer der Religion n. a.

Eddington, Ort bei Bridgewater in der engl.Grafschaft Somerset, südwestl. von Bristol. Hierschlug 878 der Britenkönig Alfred der Große dieDänen.

Eddystorre, Felsenriff im Canal (La Manche),etwa 25 lrm südsüdwestl. vom Hafen von Plymouthin der engl. Grafschaft Devon, größtentheils vomMeere bedeckt. Auf dem sonst freien, nur beiHochwasser zuweilen mit Wasser bedeckten Theiledes Felsens steht ein merkwürdiger Leuchtthnrm

(E. Lighthouse). Der erste, um 1700 gänzlich ausSteinen gebaute, wurde 1703 bei einem Sturmevon den Wellen zerstört. Der zweite, 1709 vonRudyard aus Holz erbaute Leuchtthurm, brannteQ55 ab, u. auch der dritte, 175659 von.Smeaton ebenfalls aus Holz erbaute, hatte 1770dasselbe Schicksal, worauf 1774 Smeaton einenvierten erbaute, der bis jetzt allen Stürmen ge-trotzt hat. Der untere Theil des Bauwerks be-steht bis zu einer Höhe von 10 m durchgehendsaus Quadersteinen, welche unter sich sowol alsmit dem Felsen selbst auf höchst sinnreiche Weiseverbunden sind; darüber befinden sich 4 Stock-werke übereinander und ganz oben in der Höhevon 25 m eine Galerie. Die Beleuchtung geschahfrüher durch große Glaskugeln, in denen Oellam-pen brannten, jetzt aber durch eine neue, eigen-thümliche Coustrnction, welche das Licht weithinsichtbar macht. Da das Landen wegen der hefti-gen Brandung sehr gefährlich ist, so werden die3 Wärter des Thurmes von Monat zu Monatmit Lebensmitteln und sonstigem Bedarf versehenu. kommen jeder nur 4 Wochen im Jahre aufsFestland. H- Berns.

Edel, 1) wer sich durch höhere Geburt vorAnderen auszeichnct, vgl. Adel ^.). 2) Eigenschafteines Menschen, welche eine gewisse Größe oderErhabenheit der moralischen Denkart, eine sittlicheGröße des Charakters ausdrückt, die sich z. B.darin zeigt, daß einer willig sein eigenes Interessedem Besten Anderer opfert; diese Gesinnung (Adelder Gesinnung, s. u. Adel L.) E-muth. 3) VonMetallen, welche wegen ihrer geringen Verwandt-schaft zum Sauerstoff (die ihre Uuveränderlichkeitiu der Luft bedingt), ihrer Seltenheit, ihres Glan-zes u. ihrer Geschmeidigkeit Vorzüge vor den üb-rigen haben, bes. Gold und Silber, dann Platinu. die sogen. Platinmetalle, sowie das Quecksilber;s. E-metalle-, endlich von Mineralien, die sich durchHärte, Glanz u. Farbe auszeichnen, s. Edelsteine rc.

Edel, Karl Franz Wilhelm, Lehrern. Prof,der Rechte u. Staatswirthschaft u. Abgeordneter,geb. 10. Aug. 1806 in Aschaffenburg; studirte inWürzburg u. Heidelberg die Rechte, wurde 1832als Regieruugs-Accessist ins Ministerium des In-nern berufen und, nachdem er in Landshut,Straubing u. Kissingeu als Landgerichts-Assessor ge-arbeitet, 1838 Assessor bei der Regierung in Würz-burg, 1840 vertauschte er das Bureau mit demKatheder u. wurde Professor des Crimiualrcchts u.der Polizei zu Würzbnrg. Er war 1848 Mitglieddes Vorparlaments und dann des Parlaments zuFrankfurt und seit 1855 regelmäßig Mitglied derbayerischen Abgeordnetenkammer, nachdem er be-reits 184548 LieNniversitätWürzburg inderselbenvertreten hatte. Hier nahm er hervorragendcnAnthcilan der Gesetzgebung als Mitglied der Gcsctzgeb-nngsausschüsse, u. lieferte zahlreiche Arbeiten undgrößere Referate über die Entwürfe der Gerichts-verfassung, des Polizeistrafgejetzes u. der Gemcin-deordnung, betheiligte sich aufs lebhafteste an derOpposition gegen das Ministerium v. d. Pfordten.Der großdentschen Partei angehörend, wurde er1867 anch in das Zollparlament gewählt n. 1871in den Deutschen Reichstag. Er schr.: Das bay-erische Gesetz vom 1. Juli 1856, Nördl. 1857;