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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
Entstehung
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Edelleute Edelsteine.

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ein geschätzter Handelsartikel. Der Fang diesesmitteimecrischen Thieres wird namentlich an denKüsten von Algier n. Tunis eifrig betrieben. Dortsammeln sich im Frühjahre und im Anfänge desWinters mehrere Hundert Schiffe, aus deneneigenthümlich gefertigte Netze ausgeworfen u. anden Felsen hergezogcn werden, um die Korallenin den Maschen zu verwickeln, abznreißen undemporznschaffen. Auf diese Weise gewinnt manallein an den genannten Küsten jährlich etwa 600Ctr. Korallen im Wertste von etwa 2 Milk. Ll.

Edelleute, 1) (edle Leute) Vasallen von Adel.2> (Edle Männer) Männer von Adel, bes. vonniederem Adel, im Gegensätze zu den Bürgern n.Bauern. Im Mittelalter standen die E. dem Rangenach unter den Rittern u. Doctoren.

Edelmann, Joh. Christ., deutscher Theolog,mystisch - pantheistischer Bekämpfte des Christen-thums, geb. 9. Juli 1698 in Weißensels; stndirtein Jena Theologie, war später Hauslehrer inÖsterreich u. schloß sich, mit der Lutherischen K,ircheinnerlich zerfallen, zuerst an Zinzendorf und dieHerrnhuter, fernerhin an die Gichtelianer, Sepa-ratisten, Nockschen Jnspirirten an und war Mit-arbeiter an dem Berleburger Bibelwerke. Wegenseiner Angriffe gegen Christenthum u. Kirche viel-fach belästigt, lebte er zuletzt als Privatgelehrteru. Schriftsteller in Neuwied, Braunschweig, Al-tona, Berlin, wo er 1767 starb. E. schr.: Un-schuldige Wahrheiten, 173543; Moses mit auf-gedecktem Gesichte, 1740; Die Göttlichkeit der Ver-nunft, 1741; Christus u. Belial, 1741; Die Be-gierde nach der vernünftigen lautern Milch, 1744 bis1747; Glaubensbekenntniß, 1746. Seine Schriftenwurden auf kaiserlichen Befehl 1750 zu Frankfurta. M. verbrannt. Über ihn schrieb Pratje, Histo-rische Nachrichten, Hamb. 1755, n. Elster, Erin-nerungen an E., Clansth. 1839. Vgl. Klose inNiedners Zeitschrift, 1846. Selbstbiographie E s,herausgcgeben von Klose, Bcrl. 1849. Müncheberg,

H. S. Neunarns u. J.C. E., Hamb. 1867; Gudeu,

I. C. E., Hannov. 1870. Wffler.

Edelmarder (tllustela martos), s. Marder.

Edelmetalle, im weiteren Sinne, s. u. Edel 3);

im engeren Sinne bezeichnet man als E. die bei-den Metalle, welche die Hanptwerthmesser desVerkehrs bilden, also Gold u. Silber. Der Preisdieser beiden Metalle richtet sich, wie bei allenGegenständen, nach Angebot u. Nachfrage. DasAngebot wächst mit der gesteigerten Production,der Preis sinkt; die Nachfrage gestaltet sich vonselbst stärker bei Verminderung derselben, der Preissteigt. Da einem großen Theil der E. die Formvon Münzen gegeben wird, so hat die jedesmalüberwiegende (Gold- od. Silber-) Währung einennicht unerheblichen Einfluß auf diese Preise. Gin-gen alle Länder gleichzeitig von der einen Währ-ung zu der anderen über, so würde eine bedeu-tende Entwerthung auf derjenigen Seite erfolgen,wo die Demonetisirung vorgenommen wäre. DasWerthverhältniß der beiden Metalle zn einanderist, Silber als Einheit gedacht, wie 1 : 15 bis 16.Das niedrigst bekannteste Verhältniß war 1 : 10.Das Steigen des Goldpreises in neuester Zeit be-ruht hauptsächlich darin, daß die Goldproductionseit 20 Jahren stetig im Zurückgehen begriffen ist,

während die Silberproduction seitdem auf dasDoppelte gestiegen ist (s. u.); in zweiter Liniekommt in Betracht, daß das Deutsche Reich zurGoldwährung übergegangen, Holland ihm gefolgtist u. andere Länder Mienen machen, ein Gleicheszu rhun. Nach amtlichen Quellen betrug dieProduction an E-n in Mill. Ll:

1800

1849

1851

1852

1862

1873

1875

Gold

62,,

312,z

414

730

430

414

388

Silber

162

172,2

ISO,,

162

180

280

322

Zn der Tabelle ist zu bemerken, daß 1849 diecalifornischen Goldlager u. Anfang der 50er Jahredie australischen in Ausbeutung gekommen sind.Vgl. die Art. Gold, Silber u. Geld. Schroot.Edelmnth, s. u. Edel 2 ).

Edelreis, Reis von einem Obstbaum, zumPropfen, Copuliren.

Edelsheim, eine in beiden Hessen ansässige,1673 in den Reichsadel u. 1706 in den Reichs-freiherrnstand erhobene Familie; ans ihr: Frei-herr Ludwig, bad. Minister, geb. 1822; trat inDienst des Knrfllrstenth. Hessen, war seit 1857,wegen seiner Besitzung Wachenbuchen bei Hanau,Mitglied der dortigen ersten Kammer; 1861 trater in badische Dienste u. war seit Juli badischerMinisterresident und seit Febr. 1863 Gesandter inWien, diente aber im Nov. und Dec. d. I. imAufträge seines Ministers v. Roggenbach demPrinzen Friedrich v. Angustenburg als politischerRathgeber. Im Jan. n. Febr. 1864 erhielt erden besonderen Auftrag, in München u. Dresdenbei den Regierungen für Einberufung eines Parla-ments zu wirken, u. ward dann im selben Jahrsnoch zugleich als außerordentlicher Gesandter inDresden acredirt. Als im Oct. 1865 v. Roggenbachaus dem Ministerium trat, wurde E. nach Karlsruheberufen, um das Portefeuille des Äußern zu über-nehmen. Gegner der kleiudeutschen Bestrebungen,führte er Baden allmählich wieder der mittelstaat-lichen Politik zu, nahm aber nach dem SiegePreußens in dem Kriege von 1866 24. Juli seineEntlassung, lebte fortan in Konstanz und st. hier23. Jan. 1872. Lagai.

Edelsland, Küstenstrich im W. Australiens,nördlich vom Schwanenfluß, wahrscheinlich 1619von I. de Edel entdeckt; Bai: Gantheaume; In-seln: die längs der Küste von S. nach N. sich hin-ziehenden Abrolhos od. Houtman Rocks.

Edelsteine, durch Härte, welche diejenige desQuarzes übertrifft, Durchsichtigkeit (Wasser), Glanzu. meist auch Farbenschmuck und Seltenheit aus-gezeichnete Steine. Sie kommen meist krystallisirtod. als gerundete Geschiebe in den Seifen (Schuttu. Kies) der Flüsse vor, erhalten durch SchleifenGlanz u. Politur u. dienen hauptsächlich zu Schmuck-gegenständen. Tropenländer (bes. Ostindien, Bra-silien n. SAfrika) sind am reichsten au E-n. Schondie Alten legten viel Werth auf E., achteten siehöher als Gold und verstanden die Kunst, sie zupoliren u. zu schneiden (vgl. Cameen). Die Kunst,die E. vertieft zn schneiden, ist älter als die, er-habene Bilder ans ihnen hervorzubringen, beidekannten die Alten, nicht aber die, sie zu schleifen, dieerst 1456 wieder erfunden wurde. Zu den eigent-lichen E-n rechnet man hauptsächlich Diamant,