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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
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Edda.

ring des Hammers), erzählt wie Thor u. Loki demRiese» Thrym den Hammer Thors, welchen die-ser entwendet hatte, wieder nehmen; ll) Hraf-nagaldr Odins (Nabenzanberlied Odins) od.Forspialls-Liod (d. i. Einleitungslied), dasdunkelste Lied der E. , enthält die Ahnungen derÄsen von Baldurs Tode; ist nach neueren For-schern unecht, u. erst im 17. Jahrh. verfaßt, alseine Art Einleitung zu i) Vegtams-Qnida(Wanderers Lied), worin erzählt wird, wie Odinals Vegtamr in der Unterwelt die Wala zurWeissagung von Baldurs Tod nöthigt (übersetztin Gräters Bragur); tr) Alvis-Mal (des All-wissenden Lied), handelt von Synonymen derhimmlischen, irdischen n. unterirdischen Wesen inder Dichtersprache, deren Erklärung einem umThors Tochter freienden Zwerg in den Mundgelegt wird, die dieser, von Thor gefragt, gibt;aber unter der Prüfung ist es Tag geworden n. vordessen Licht muß der Zwerg in Nichts verschwinden;I) Fiölswinns-Mal (Vielwissers Lied); gehörtnach neueren Forschern mit Grougaldr zusammen,und ziemlich uneigcntlich in die Sammlung derEddalieder; erzählt wie Svipdagr vor seiner Ve>>mählnng mit Menglöd auf Abenteuer anszichlu. nach seiner Rückkehr, um Gesinnung n. Treueder Braut zu erforschen, sich verstellend mitFiölsvidr, dem Wächter der Burg Msnglöds, eilwlange Unterredung hält u. demselben viele Räth-selsragen vorlegt, welche dieser schnell beantwortet;dann gibt sich Svipdagr zu erkennen und wirdfreudig von Menglöd ausgenommen; m)Hyndln-Liod od. Böln-spa hin skamma (die kürzereVöluspa), erzählt wie die Riesin und ZauberinHyndla, um den Erbschaftsstreit zwischen Agantyru. Ottar zu schlichten, die Abstammung der Hel-den von den Göttern erzählt, gehört somit eben-sowol zu den Heldenliedern; als Anhang sichtnoch hier: n) Solar-Liod (Sonnenlied), einchristliches Gedicht, worin ein gestorbener Vaterseinem Sohn im Traume erscheint und denselbenvon dem Zustande nach dem Tode unterrichtet undihn des Todes stets zu gedenken heißt; den Na-men hat cs daher, weil viele Strophen mit demWort Sonne anfangen; es ist von einem christ-lichen Dichter. L_LelLLLlu LLr^. deren Inhal tdem der deutschen tzetvengeorchte gleicht, und be-svlldel's Sigurds Almen. Tvaten und Tod, sowieden Untergang der Helden besing t: es sind fol-genoe nn: a) V o lund ar-Ontb a, die Sage vonVölnndr, s. d.; d)ck) Helga-Quida, 1 vonHelgi dem Sohn Hiörwards u. 2 u. 3 von Helgidem Hundingstödter, s. u. Helgi; o)Sinfiötla-Lok (Sinflötlis Ende), ein prosaisches Fragment;I)ir) Sigurdar qnid a Fafnisbana, 3Lieder,handeln von Sigurd dem Fafnistödter; i) Faf-nismal, Lied vom Drachen Fafnir; te) Sigr-'drifumal, das Lied von Sigurdrifa (NameBrynhilds, welche Sigurd schlafend findet); I)Brynhildar-Quida, Bruchstück einesLiedes vonBrynhildur; m) Bryuhildar Helreid (Bryn-hildurs Ritt nach Hel), enthält das GesprächBrynhilds mit einem Riesenweibe, ans ihremRitte nach der Unterwelt, worin sie ihre Lebens-geschichte kurz berührt; n)o)x)Gudrnnarquida,3 Lieder von Gudrun, der Tochter Giukis; g)

Drap Niflunga, der Nibelungen Tod» einprosaisches Bruchstück, erzählt den Untergang derNibelungen; r) Oddrunargratr, Oddruns Weh-klage, s. u. Oddrun; s) u. t) Atlamäl undrAtlaquida hin grönlendska, Lied u. Gesangvon Atli, nach der Landschaft Grenland in Nor-wegen, od. vielmehr nach Grönland, als der Heimathder Verfasser benannt, s. Atli; n) Hamdis-Mal,erzählt wie Hamdir und Sörli ihren BruderErpr erschlagen; v) Gudrnnar-Hvöt, GndrunsWehklage um die Ermordung der Ihrigen; rv)Grougaldr, Groas Zauberlied, wo der Sohnder Zauberin Groa seine Mutter ans dem Graberuft, daß sie ihn lehre, wie er allen Gefahrenentgehe, gehört ziemlich uneigentlich unter dieEddalieder (vgl. oben Fiölswinns-Mäl); x) Gun«uars-Slagr (Gunnars Harscnschlag), in wel-chem erzählt wird, wie der gebundene Gunnardie Harfe mit den Füßen spielend, die Schlan-gen von sich gescheucht; dieses Lied ist in eini-gen Ausgaben ausgenommen, obschon es erst im18. Jahrhundert, von Gunnar Palssvn, verfaßtwurde. 6) Eigentli che Glaubens- u. My st e-

der

Arala, xntvält die Erundiuqe ver qaiiien altnör -bilchcn Reiiaion. von der Schöpinng vrs zumUntergänge,. gehört ayo zugleich zu oen Görker-neoeru oben, herausgeg. von Resen, Kopenh.1665 ; von Bartholin, ebd. 1667; von Ettmllllermit Übersetzung, Lpz. 1830; 1i) Hava-Mal, d.i. die Sprüche Havis (des Erhabenen, BeinameOdins) od. des Hohen Lied, Odins Sittenlehre inSittensprücheu u. Sagen; Fortsetzungen dazu sinddas Lothfafnis-Mal u. das Klugheitslehrcn fürangehende Jünger, u. ein Runen- od. Zauberlied;v) Rigs-Mal, worin erzählt wird, wie der AseRigr (oder Heimdall als Rigr), Vater der 3Stände, der Knechte, Freien u. Edeln, wird;Einige rechnen es nicht zu den eigentlichen Edda-liedern, sondern nehmen es als Beilage od. An-hang zu denselben, wie es denn auch in keinerHandschrift der Sämnndar-Edda, sondern nur ineiner der Snorra-st§. bewahrt ist; deutsch v. Gräter,Lyrische Gedichte 1809. Die ganze ältere E..wurde anfgefunden in Island dom BlschöfTZrv n-ftols Sveinsson 1643, yera usgeg. als Ilaäa. 8 ü-mnnckar üin8 krocka, Kopenb. 1787 1828. 3Thle., bdn'Msk',' Stocky. 1818, von Munch,Christ. 1847, von Lüning (mit Hilfsmitteln), Zllr.1859, von Möbius, Leipz. 1860, von Bugge,Christ. 1867 (jetzt die Hauptausgabe); schwedischvon Afzelius-, ebd. 1818; dänisch von Finn Mag-nusen, Kopenh. 1821 23, 4 Bde.; deutsch vonSchimmelmann, Stettin 1?77, v. Studach, Nllrnb.1829, von Simrock, Stnttq. 1851, 2 . Ausl. 1855.Einzelne^in Herders Volksuedern. von W. u . I.Grimm, Berl. 1815; die von den Nibelungen,von v. d. Hagen, Bresl. 1814 n. Ettmüller, Zür.1837, die der Göttersage von Werner Hahn, Berl.1872. Nähere Auskunft über Handschriften rc. istbes. ans der Vorrede in BuggeS Ansg. zu schö-pfen; über Heimath, Alter, Charakter rc. derLieder handelt ein Aufsatz von Jessen in Höpfnerund Zachers Zeitschr. s. deutsche Philol., Bd. III.Vgl. weiter Isländische Literatur.

Il^ie^ün^r^od^ro^i^^Eddm, auch