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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
Entstehung
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HvontsL Ecuador.

galerien, 80 L 100 ein im Lichten weit u. in Holzausgebaut; s. u. Branchen.

^coutor (fr.), hört!

Ecraseur (fr.), ein von Chassaignac erfunde-nes Instrument zur Durchtrennnng von Weich-theilen durch Zerquetschung, Zermalmung. DerE. besteht in der Hauptsache ans einer starkengegliederten Kette n. einem Schntirapparat. DieKette wird um den abzntrenncnden Theil hernm-geführt, dann mit dem Schnürapparat verbunden,u. nun je nach den verschiedenartigen Modificatio-nen des letzteren die Spannung der Kette ruck-weise (bei dein ursprünglichen Chassaignacschen E.),od. gleichmäßig (bei dem modificirten Lürschen E.)vermehrt und dadurch eine allmähliche Trennungder Weichtheile erzielt. Dieses Operationsverfah-ren, von seinem Erfinder Chassaignac eerassmsutlirwairs, lineare Zermalmung, genannt, ist in dem-selben Grade anwendbar, wie die Unterbindung(s. d.). Es hat aber vor ihr den bedeutendenVortheil, daß die Trennung sofort vollendet wirdu. daher die Unannehmlichkeiten, die bei der Un-terbindung durch das allmähliche Absterben undBrandigwerden des nmschniirten Theiles eintreten,vermieden werden. Es eignet sich dieses Verfah-ren daher sehr gut zur Entfernung von gestieltenod. polhpensörmigen Neubildungen, vorzüglich sol-chen in schwer zugänglichen Körperhöhlen, wieNasenhöhle, Gebärmutterhöhle, Scheide :c., bes.auch schon deshalb, weil bei einer langsamen n.vorsichtigen Anziehung der Kette die Blutung selbstans Gefäßen mittleren Kalibers sicher vermiedenwird. E. Berns.

ücesssr I'inksme (so. snpsrstition, nach Anderendagegen 1a rsUMOn oder 1'sAliss), rottet Len ab-scheulichen Aberglauben ans, ein Wort, das unsin den Briefen Voltaires oft begegnet, nach demer auch seine Briefe mit Lor. 1'iut'. oder LorlinkUnterzeichnete n. das er noch aus seinem Sterbe-bette wiederholt haben soll.

Ecrasiren (v. Fr.), zertreten, zermalmen, ver-nichten.

Ekritoire (fr.), ein Schreibzeug. Ecritures,Schriften, Briefschaften. Ecrivaillenr, Viel-schreiber.

Ecsed, 1) Dorf im Ungar. Comitat Heves;gute Weincultur; 2211 Ew. 2) Marktflecken imUngar. Comitat Szathmär, in der Nähe des52 Icin langen u. 15 üm breiten gleichnamigenSumpfes; ehemals befestigt, mit einer berühm-ten Feste auf einer Insel des Kraszna-Flusses;2000 Ew.

Eesegh, Dorf im Ungar. Comitat Neograd;mehrere Mühlen, Schloßruine, berühmte rotheWeine; 1650 Ew.

6ou (fr., d. h. Schild), französische Gold- oderSilbermünze, die letzteren gewöhnlich mit Thalerübersetzt.

Ecuador (span, für Äquator), Republik im NW.von SAmerika, bis 1811 zum ehemal. spanischenVicekönigreich Neu-Granada gehörig, von 1819bis 31 einen Theil der Förderativrepublik Colombiabildend; grenzt im N. an die Republik Nen-Granada, im O. an das Kaiserthum Brasilien,im S. an die Republik Peru, im W. an den Stillen !Ocean, jedoch sind alle Landgrenzen noch unbe-!

stimmt. Flächenraum: 643,295sH1cm (11,683HW), ohne die Galapagos-Jnseln, welche 7643s^jlcm (138,g UM) haben, aber unbewohnt find.Gebirge: die Cordilleren, die sich im W. desLandes in zwei, fast parallel laufenden Hanptzwei-gen (einem westl. u. einem östl.) hinziehen, von S.her von dem Gebirgsknoten von Loja ansgehen,einHochland von 2600 m Höhe über dem Meeres-spiegel umschließen n. sich im N. im Gebirgskno-ten von Los Pastös wieder vereinigen. BeideZweige sind ziemlich gleichartig gebildet, wild, rauhu. öde, mit tiefen Schluchten (aber nur wenigenPässen) u. ungeheuren Schneegipfeln (Nevados).Trachyte bilden die höchsten Theile dieser Anden,sie haben hier das sog. Ur- u. ÜbergangSgebirgeGranit, Thon-Glimmerschiefer durchbrochen. AuchBasalte kommen vor, bedeckt von hochgehobenensecundären n. tertiären Schichten. Nirgends fin-den sich Gipfel von solcher Höhe znsammenstehendals hier (auf dem westl. Zweige: der Chimborazo6528 m,n.A. 6041 m; Jliniza5137 m; Pichincha mit4 Gipfeln 4700 m; auf dem östl. Zweige: Cotopaxi,einer der furchtbarsten Vulcane der Erde, 5996 m;Antisana, von A. v. Humboldt,, erstiegen 5850 m;Cayambe, dessen Gipfel vom Äquator durchschnit-ten wird, 5526 m; Sangay od. Volcan de Macas5045 m; Capac Urcn od. El Altar, Vnlcan, Erup-tion im 16 Jahrh., 7 Jahre lang dauernd 5143 m;Sinchalagna fVulcan) über 5000 m u. a.). DasHochland ist durch die beiden Gebirgsknoten vonAssuay n. von Pichincha in die 3 Hochthäler vonCuenca 2300 m, Ambato od. Alansi 2500 m undQuito 3000 m gethcilt, von denen namentlichletzteres sich durch große Naturschönheiten ans-zeichnet. Die Gebirgsketten bestehen vorzüglichanS tertiären n. znm Theil ans secundären Massen,ihre höchsten Theile jedoch aus Trachyt. Vor-gebirge: SanFranciscou.SanLorenzo. Baien:Atacames- n. Manta-Bai, Guayaquil-Golf. Flüsse:Tnngnragna od. Maranon (Hanptqnellenflnß desAmazonenstromes), die Grenze gegen S. (Peru)bildend n. nach seiner Bereinigung mit dem (ansPeru kommenden) Ucayali, den Namen Solimodsführend; in ihn fallen Rio Santiago, Morona,Pastaxa, Tigre, Napo mit Coca, Putnmayo (Jca),Caqncta (Japura). Küstenflüsse, in den StillenOcean fallend: Mira, Rio Esmeraldas, Guayaquil,der aus dem Danle, Babahojo n. a. entsteht. Inden Tiefebenen wie ans den Plateanx finden sichviele Seen. In E. ist das Klima fast aller Zo-nen vertreten: östlich von den Cordilleren diedrückende Hitze der Tropenländer, ebenso heiß istzwar auch im W. das Küstengebiet, doch mäßigtsich die Hitze gegen das Gebirge hin bis zu derTempwatnr des ewigen Schnees, dessen untereGrenzo hier in der Höhe von 4720 m liegt. Manunterscheidet auch nur 2 Jahreszeiten den Winteroder die Regenzeit vom December bis Mai undden Sommer oder die trockene Jahreszeit vomJuni bis November. Erdbeben sind sehr häufig;das furchtbarste, im I. 1797, zerstörte die ganzeUmgegend von Riobamba n. diese Stadt selbst gänz-lich ; über 40,000 Menschen kamen dabei ums Leben.^Der Boden ist sehr fruchtbar und die Vegetationhöchst üppig n. selbst in den verschiedenen Jahres-zeiten sehr gleichmäßig; am fruchtbarsten sind die