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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
Entstehung
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G.

Eckzähne, s. u. Zähne.

Eclairiren (v. Fr.), erleuchten, aufklären; da-her Eclaireurs, Patrouillen od. einzelne Leute,die von den Trnppentheilen vorausgeschickt werden,

1 um das Terrain aufzuklären, namentlich für dieCavalerie wichtig.

Eclat (fr.), 1) Glanz, Schein; 2) ein Aufsehenerregender Schritt; daher eclatant, glänzend,auffallend, deutlich; eclatiren, ausbrechen, ruch-bar werden.

Ecluse, 1) (Fort de l'E.) Fort am gleichnam.Paß im Arr. Gex des franz. Dep. Am. Der Eng-

> paß wird auf der einen Seite von dem südlichen

>' Ende des Jura (Mont Credo) n. auf der anderen

von dem isolirten Mont Vouache, der zu den letz-

> ten Vorstufen der Alpen gehört, begrenzt. Durchihn mußten die Helvetier ziehen, als sie 58 v. Ehr.den von Cäsar erwähnten Einfall inGallien machten.Das Fort wird zuerst 1292 erwähnt, wo es von Sio-nette u. Wilhelm von Gex käuflich an den GrafenAmadeus V. von Savoyen abgetreten wurde. DieFestung blieb bis 1536 im Besitze von Savoyen,wo die den Genfer» zu Hilfe geeilten Berner sieeroberten. Letztere gaben sie durch den Vertragvon Lausanne 1564 an Savoyen zurück, erobertenfie aber, von den sranzösischeu Protestanten unter-stützt, 1589 aufs Neue. Später gelangte sie wie-der in den Besitz Savoyens, wurde daun 1600

! von dem französischen Marschall Biron genommenu. durch den Vertrag von Lyon 1601 an Frank-reich abgetreten. Am 3. Jan. 1814 zwang sieder österreichische General Bubna zur Übergabe;1. Mai 1814 wurde sie wieder von den Franzo-sen unter General Bardet genommen, 1815 vonden Österreichern nochmals erobert, jedoch in demFrieden dess. Jahres an Frankreich zurückgegeben.182028 wurde fie bedeutend verstärkt, auch dasunter ihr gelegene Plateau befestigt u. eine unter-irdische Felsentreppe von über 1000 Stufen angelegt,welche die verschiedenen Werke der Festung mit ein-ander verbindet. Wegen ihrer in die Felsen gehaue-nen Werke wird sie das Gibraltar des Jura ge-nannt. Sie ist der Schlüssel des franz. Rhone-Thals von der schweiz. Seite aus. 2) Flecken imArr. Douai des franz. Dep. Nord, an der Sensöe;Fabrikation von Zucker und Seife; 1750 Ew.3) Französischer Name für die niederländ. Stadtu. Festung Sluys, s. d. H- Berns.

Ecnömus (a. Geogr.), Berg an der SKllsteSiciliens, zwischen Agrigent u. Gela; jetzt MonteLicata, mit Trümmern. Hier 311 od. 309 v. Ehr.Sieg der Karthager unter Hamilcar über die Syra-kusaner unter Agathokles; auch 256 v. Ehr. See-schlacht zwischen der römischen und karthagischenFlotte, elftere Sieger.

coole (fr.), die Schule. IN militairs, Militär-Pierers Universal-Cmwersations-Lekikon 6. Ausl, 1

schule; S. yol^tsodnigus, Polytechnische Schule;L. mntuslls, Bel-Lancaster-Schule.

Eeommoy, Marktsl. im Arr. Le Mans desfranz. Dep. Sarthe, am Fuße eines Hiigels, Sta-tion der Örleans-Bahn; Fayencefabrik, Gießerei,Leinweberei, Kalk- u. Ziegelbrennerei, 6 Märkte;3685 Ew. (1818 im Örte).

Economiser (v. Engl., Sparer), bei Dampf-kesseln Einrichtungen (z. B. zur Überhitzung desDampfes), durch welche der Verbrauch an Heiz-material sich vermindern soll. Giesekr.

Economy, Ort im County Beaver des nord-amerikanischen Uuionsstaates Pennsylvanien, amOhio, Station der Ohio-Pennsylvania-Eisenbahn;schöne Kirche, Schulhaus; Fabrikation von Wollen-,Baumwollen- u. Seidenwaaren; 1350 Ew. Einefrüher blühende deutsche Niederlassung, ursprüng-lich Harmonie genannt u. 1325 von Georg Rappnach den Grundsätzen der Gütergemeinschaft ge-gründet, jetzt sehr zurückgegangen.

ü ooatmenti (lat.), sogleich, auf der Stelle,contrario (lat.), im Gegentheil.

Ecossaise (fr.), ursprünglich schottischer Tanzin H Lact u. in 2 Theilen; der unter dem Na-men Schottisch in Deutschland bekannte Tanz istvon rascherem Tempo.

Ecouche, Marktfl. im Arr. Argentan des franz.Dep. Orne, in einer fruchtbaren Ebene zwischenOrne, Cance und Udon, Station der Westbahn;Gerbereien, Färbereien, Webereien, Kalkbrenne-reien, Steinbrüche; Handel mit Pferden, Wolle n.Mehl; 1492 Ew.

Econerr, Flecken im Arr. Pontoise des franz.Dep. Seine-et-Oise, 15 Lin nördl. von Paris;Alterversorgungshaus; Wollen- u. Baumwollenspin-nerei, Seidenblondenfabrik, Fabrikation von Holz-schuhen; 1249 Ew. Prachtvolles Schloß mit Park,unter Franz I. vom Connetable Anne de Mont-morency um 1538 erbaut u. bis zur RevolutionEigenthum der bourbonischen Seitenlinie Conde;unter Napoleon I. Erziehungsanstalt für 300 Töch-ter von Mitgliedern der Ehrenlegion, welche vonMadame Campan verwaltet, 1814 aber aufgeho-ben u. mit der Congregation der Mutter Gotteszu St. Denis verbunden wurde. Das Schloß selbstschenkte Ludwig X.VIH. der Comtesse de Cayla,von der es später wieder in den Besitz des letztenPrinzen von Conde, Ludwig Joseph, überging. Nachdem Tode des Letzteren erhielt es die Familie Or-leans. 1852 unterlag es, wie die übrigen Be-sitzungen dieser Familie, der Coufiscation von Sei-ten Louis Napoleons und wurde seiner früherenBestimmung als Erziehungsanstalt für Töchter vondecorirten Offizieren znrückgegeben. H- Berns.

Econten (fr., Kriegsw.), Horchgänge, die amweitesten nach deni Feinde zn gelegenen Minen-ii. Band. 1