die Menschen nach einem so mächtigen Schatz gerungen. Auchdie Worte des Columbus, daß. wer dies allervortrefstichste Gutbesitze, viele Seelen dem Paradiese zuführen könne, sprechen, sofremdartig sie uns auch klingen mögen, eine unbestreitbare Wahr-heit aus, wenn sie nur richtig gedeutet werden. Das Gold ge-währt Mittel des Wohlthuns, durch welche viele Menschen nichtnur vor materieller Noth, sondern auch vor sittlichen Gefahrenbewahrt und aus drohendem Verderben errettet werden können.Wir wollen also nicht mit Pliuius dem Golde fluchen als derQuelle des menschlichen Elends. Kein Ding, kein Geschick istan sich gut oder böse; unser Gebrauch, unsere Weise zu handelnund zu leiden, wendet alles zum Guten oder zum Verderben.Die Jahrhunderte der Menschengeschichte, und so auch ein jederTag zeigt uns guten und verderblichen Gebrauch des Edelmetalls.— Das Gold spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte dermenschlichen Vorstellungen. Zwei große Wahnideen waren es,zu denen das Gold die Veranlassung bot, die Idee des Eldoradound die des großen Magisterium, des Steins der Weisen. Einvolles Jahrtausend hindurch herrschte der Glaube, daß es möglichsei, unedle Metalle in Gold zu verwandeln. Die scharfsinnigstenKöpfe haben ein langes fleißiges Menschenleben geopfert, denStein der Weisen zu entdecken, durch dessen Vermittlung die er-hoffte Umwandlung gelingen mußte. Der Genius der Mensch-heit hat uns von jenen beiden Wahnvorstellungen befreit. DieStadt mit den goldenen Mauern sucht Niemand mehr; aus derAlchemie ist die Chemie geworden, deren Aufgabe und Zieleunendlich erhabener sind als die geträumte Umwandlung desBleis in Gold.
So steht die Menschheit, Gott Lob, nicht still, sie schreitetfort aus Dunkel zum Licht, vor ihr der Tag und hinter ihr die
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