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Ueber das Gold : nach Vorträgen, gehalten in Godesberg zum Besten einer höheren Knabenschule und in Bonn zum Besten des Gustav-Adolph-Vereins
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sränliches Land birgt, scheint des Goldes ganz zu entbehren. Sohaben fick auch in jenen Theilen Turkestaus, welche die Russenvor wenig Aahren ihrem weiten Reiche einverleibten, ausgedehnteGoldlagerstätten gefunden, nämlich am obern Jli, unfern Kuldjasowie im Ouellgebiete des Sir Darja (Jaxartes). Es sindAlluvionen, welche auf Gneiß und Granit ruhen und aus sehrgroben Geröllmasfen bestehen. Auch Juuerasieu liefert nochfortwährend Gold, wie wir durch den kühnen Prschewalski er-fahren haben. Nach Skalkowsky hat sich die russische Goldaus-beute im letzten Jahrzehnt annähernd auf gleicher Höhe erhalten,sie betrug im Jahre 1876 33 646 lrA. Die Zahl der bearbeitetenGoldlagerstätten war in jenem Jahre 1130. Der Schwerpunktder Produktion liegt jetzt im östlichen Sibirien. Die Gesammt-menge des Goldes, welche in Rußland von 1753 (dem Beginnder Produktion) bis 1876 (inclusive) gewonnen wurde, beträgt1 099 703 lrZ. Diese Schätze betragen nicht die Hälfte derjenigen,welche Calisorien oder Australien seit dem Jahre 1848 resp.1850 geliefert haben. Dennoch ist die russische Goldproduktionfür den Weltmarkt von größter Bedeutung und wird sich vor-aussichtlich noch lange auf gleicher Höhe erhalten, eine Folgeder ungeheueren Ausdehnung der sibirischen Goldalluvionen,welche gegen den Norden und Osten hin nur sehr allmählich er-schlossen werden können.

Von ganz untergeordneter Bedeutung für die heutige Gold-gewinnung ist Afrika, welches, wie wir erfuhren, den Pharaonenihre Goldschätze lieferte. Dennoch fehlt es auch in jenem solange verschleierten Coutinent nicht an Golddistrikten. Alssolche sind zu nennen das obere Flußgebiet des Senegal undDjoliba, ein Gebiet am oberen Nil, ferner Sofala, endlichTransvaal. In letzterem Territorium ist das Edelmetall erst

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