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wesentlicher Bedeutung für die heutige Goldproduction nur dasrussische Reich und zwar dessen asiatische Hälfte. Auch hierbestätigte sich die Thatsache, daß jungfräuliche Länder goldeneSchätze bergen. Die Thäler des Ural wurden erst zu Beginndieses Jahrhunderts durchforscht und besiedelt; sie begannen eineausfallend stetige Golderndte zu liefern. Mit dem vierten Jahr-zehnt trat Westsibirien als goldproducirend hervor, dann Ost-sibirien, dessen unermeßlichen Tundren und Waldgebirgen heuteder größere Theil der russischen Goldproduction entstammt. Dieuralische Goldgewinnung bewegt sich wie diejenige der VereinigtenStaaten und Australiens, theils auf primären, theils auf sekun-dären Lagerstäiten. Unter den ersteren ragt Beresowsk nordöst-lich Katharinenburg hervor. Das Grundgebirge besteht in jenemTheile des Ural aus uordsüdlich streichenden, steil aufgerichtete»Schichten von Talk-, Chorit-, Thonschiefer; es wird durchbrochenvon zahlreichen bis 20 Meter mächtigen Gängen eines feinkör-nigen Granit (arm an Feldspats), reich au Eisenkies). In diesemGanggranit setzen nun Adern von goldführendem Quarz ans,welche den Gegenstand des Goldbergbau's bilden. Auch die Distriktevon Miask und Troitzk, gleichfalls dem asiatischen Gehänge desgroßen Meridiangebirges angehörend, bergen goldführende Quarz-gänge. Von größerer Ausdehnung uud wichtiger für die Pro-duktion sind die Goldseifen, welche sich von 61° bis zum 52°n. Br. ausdehnen, fast ausschließlich auf asiatischer Seite. Diereichsten Gebiete sind etwa die folgenden: Goroblagodatsk, Tagilsk,Bisersk, Kischtimsk, Miask, Troitzk, Katschkar, endlich die Ter-ritorien der Baschkiren, Teptjaren und Kosaken. Die uralische»Seifen bestehen nicht sowohl aus Sand, als vielmehr ausSchichten von reinem Thon oder sandigem Thon, untermischtmil Steintrümmern. Die Mächtigkeit der goldhaltigen Alluvi-oneu beträgt im Mittel Ist bis 1 Meter, erreicht im Maximum