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Ueber das Gold : nach Vorträgen, gehalten in Godesberg zum Besten einer höheren Knabenschule und in Bonn zum Besten des Gustav-Adolph-Vereins
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sen haben. Nach obigen Andeutungen über die goldenen SchätzeKaliforniens könnte man vielleicht glauben, daß neben ihnen dieedlen Lagerstätten des centralen Nordamerika nur von unter-geordnetem Interesse wären. In der That kann man den Gold-lagerstätten Californiens gleiche oder ähnliche Schätze, sei es dervergangenen Jahrhunderte, sei es der Gegenwart, an die Seitestellen. Nirgend und niemals aber hat man einen edlen Erz-gang gefunden von dem Reichthum des Comstock-Gangs. Ankeinem andern Punkte der Erde hat die ihre Gunst und Gabenso ungleich austheilende Natur eine gleich große Menge vonEdelmetall zusammengehäuft, als in jener erzerfüllten Spalte desoberen Carson-Gebiets, welche den Namen des unglücklichenAbenteuerers Comstock für alle Zeiten mit der Geschichte der edlenMetalle verbinden wird.

Einige Heilige des jüngsten Tages, Mitglieder jener merk-würdigen politisch-religiösen Sekte, welche ihr Staatswesen aufdem Grundsatz anferbauteu: Ein träger Mensch kann kein Christsein, einige Mormonen ließen sich zu Ende der 40er Jahrein dem unbewohnten wilden Distrikt des oberen Carson-Flussesnieder. Sie fanden und wuschen Gold. Von Brigham Poungin die neugegründete Salzseestadt berufen, mußten sie ihr Goldder Gemeinde übergeben. Es diente zum Schmuck des pracht-vollen, aus Granitquadern erbauten Tempels der Orsat 8albbalre Oit^. Zahllose Schaaren zogen während des folgendenÄhrzehnts bei Washoe vorüber nach Californien, ohne die Schätzeam Carson zu ahnen. Erst im Jahre 1858 brachte man Blöckeeines dunklen Erzes nach Graß Valley in Californien. DieZchmelzprobe ergab neben Gold einen reichen Gehalt an Sil-ber. Daraufhin zogen von Californien Abenteuerer nach Washoe,unter ihnen Henry Comstock, der einen großen Theil des nachihm benannten Ganges von dem früheren Besitzer Virginia für

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