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Ueber das Gold : nach Vorträgen, gehalten in Godesberg zum Besten einer höheren Knabenschule und in Bonn zum Besten des Gustav-Adolph-Vereins
Entstehung
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Wenn auch eine völlig sichere Bestimmung weder des LandesHevila noch des Stromes Pison möglich erscheint, so darf mandoch annehmen, daß jenes mit Kolchis, der Strom aber identischmit dem goldreichen Phasis ist, nach welchem die Argonautenschifften, um das goldene Vließ zu holen. In der Sage vomgoldenen Vließ hat sich eine Erinnerung an die älteste Gewin-nung des Goldes aus dem Sande der Flüsse bewahrt. Es giebtnoch jetzt Gegenden der Erde, wo man rauhhaarige Felle in dieBäche legt, um das mit dem Sande fortgeführte Gold festzu-halten.

In jener ältesten Zeit der Patriarchen finden wir noch keineErwähnung, daß das Gold Verwendung gefunden. Erst in derZeit Abrahams (1800 v. Ehr.) wird des Goldes als eines Werth-objektes gedacht. Es steht nämlich geschrieben:Abraham war

sehr reich an Vieh, Silber und Gold" (I. Mos. 13. 2). Da-mals schon gab es goldene Armringe. Wir lesen, daß Elieservon Damaskus, Abrahams Hausvogt, ausgesandt um für seinesHerrn Sohn eine Braut in Mesopotamien zu suchen, die schöneRebecca findet; danahm er eine goldene Spange, hängete siean ihre Stirn und Armringe an ihre Hände und zog her-vor silberne und goldene Kleinode nnd gab sie Rebecca" (I. Mo-ses 24).

Von den Goldschätzen, welche zu Salomo's Zeit (1020 980)nach Jerusalem kamen, berichtet das 1. Buch der Könige. DieKönigin vom Reich Arabien, welche gekommen war, Salomomit Räthseln zu versuchen, verehrte dem Könige außer vielenSpecereien und Edelsteinen hundertundzwanzrg Centner Gold.Dazu die Schiffe Hiram's, die Gold aus Ophsr führten."(I. Kön. 10). Die Goldmassen, welche die Meerschiffe desKönigs in Fahrten von je drei Jahren aus Ophir brachten,häuften sich zu Jerusalem in solcher Weise an, daß er200 Schilde

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