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aber alsbald die Tendenz annehmen, sich nach allen Richtungenhin auszubreiten, sowie schwache oder unregelmäßige Strömehorizontal über sie hinstreichen. Diese Beobachtung erklärt einbisher unverstandenes Verhalten in der geographischen Verbrei- !tung der Riffkorallen. Wir wissen, daß sie ausnahmslos Warm- ^wasserthiere sind und daß sie die heißeren Meere, wie das ^Rothe, ganz besonders lieben. Räthselhaft schien es nur, daßgerade im allerheißesten Meere alle Riffe ohne Ausnahme sehlen, 'obgleich Korallenarten in ihm Vorkommen, welche den Riffbauen- ,den Species ungemein nahe stehen: im Golf von Panama, sBesieht man sich nun eine Stromkarte des Stillen Oceans und serinnert man sich meiner vorhin mitgetheilten Beobachtung, so !wird das Räthsel mit einem Male leicht gelöst: es können die sKorallen dort vor Panama keine Riffe erzeugen, weil einmaldie Strömungen dort ganz außerordentlich wechselnd sind und -weil sie zweitens, statt jene Korallen tangirend zu treffen, nach !allen Richtungen hin horizontal über sie wegfließen. Statt indie Höhe zu wachsen, breiten die Korallen sich nun nach allenRichtungen hin gleichmäßig aus und das Entstehen eines echten iRiffes auf dem sanft ansteigenden Ufer des Meerbusens von ^Panama wird somit verhindert werden müssen. Wir wissenferner, daß der Isthmus von Panama schon seit sehr langerZeit den Atlantischen Ocean vom Stillen trennt und es ist dahersehr wahrscheinlich, daß auch die Strömungen, wie sie jetzt im ^Stillen Meere laufen, schon seit undenklichen Zeiten, eben seit ,Aufrichtung jener Barriere zwischen den beiden Meeren, genauin der gleichen Weise dort gewirkt haben mögen; die bestimmteForm, welche durch diese Ströme im Meerbusen von Panamaden dort lebendeuden Korallen aufgezwungen wird, werden siealso auch genau so lange gehabt haben müssen, wie die Strömedes Meeres in der ihnen jetzt eigenthümlichen Stärke und Rich-tung bestanden haben. Diese Periode ist aber sicherlich einesehr langdauernde, bis tief in die tertiäre Epoche zurückreichende
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