32
unterhänigen Antwort zu belästigen, habe ich nicht wagen dürfen,von der allgemeinen Consternation niedergedrückt, welche biß znden Hirtenkindern gedrungen ist. Gott verzeihe dem Diebe,welcher es wagt, sich an dem klarsten Lichte festzusetzen, bei wel-chem Alle zu sehen haben; er wird auch zuerst weggeputzt, dannscheint es noch klarer".
In einem Briefe vom 28. November 1755 liest man:„Niemand ist so milde, Niemand so beständig wie Eure Excel-lenz", und im Neujahrsbriefe 1757 schreibt Linns: „um dievon Eurer Excellenz mir erwiesene hohe Gnade niemals zu ver-gessen, habe ich von dem 28. Juni 1739 an nie unterlassen,wenn ich meinem Gotte für das Essen Dank gesagt habe, ihnimmer zu bitten, den Grafen Tessin zu segnen. Dies, welcheszwischen meinem Gotte und meiner Seele geheim gewesen ist,
erwähne ich nur gelegentlich".-„Ich muß mich als
einen sehr nachlässigen Menschen bekennen, welcher täglich fehlt;habe ich aber jemals absichtlich etwas gethan, gesprochen odergedacht, welches Eurer Excellenz unangenehm oder schädlich seinkönnte; habe ich jemals zum Nachtheile Eurer Excellenz sprechenhören und davon nicht schmerzenden Antheil genommen, sofordere ich den allwissenden und allmächtigen Gott auf, daß ermich und die Meinigen als die schädlichsten Einwohner derErde ausrotten möge. Alle anderen Fehler können mir an-haften; gegen Eure Excellenz aber habe ich und werde eine un-besteckte Seele haben. Vielleicht habe ich offenherzig gesprochen,wenn Andere schwiegen". Es war in diesem Jahre, daß Tessinseine Stelle als Gouverneur des Kronprinzen niederlegte; unddasselbe Jahr widmete Linus dem Tessin die 10. Auflagevom „ZMsinn nntni-ns" in noch ausführlicheren, noch wärmerenAusdrücken als früher.
<6SS)