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heit, die während vieler folgenden Decennien, ja, bis unsre TageWich gewesen ist — mit kräftiger Stimme vor diesem Miß-brauche (nämlich vor den zusammengesetzten Formeln) warntemd anrieth lieber einfache Heilmittel zu gebrauchen und nichtmehrere zusammenzumischen. Die von Linnaeus eingeführteRichtung bei der Bearbeitung der Notsnin rnsäioa wurde späterausgenommen und in der nächsten Zeit von mehreren Verfassern,unter Anderen Gleditsch, Spielmann, Murray und Ver-zins befolgt.
Unter den medicinischen Wissenschaften, welche Linnaeusmit besonderm Jnterresse bearbeitete und worin er, wie schonerwähnt ist, Vorlesungen hielt, nahm auch die Diätetik einenPlatz ein. Mit Hülfe seiner zahlreichen, scharfsinnigen Beob-achtungen ist die praktische Anwendung, die er der Diätetik ab-zugewinnen verstand, merkwürdig. Seine Vorlesungen hierübervermehrten das Interesse daran und zeugten von einer Kenntnißin der Heilkunde, die sehr bemerkenswerth ist. Die Diätetikoder die Lehre von der natürlichen Lebensweise des Menschen,beruht nach der Ansicht des Linnaeus auf sechs Hauptbedin-gungen, nämlich „frische Luft, Körperbewegungen, Schlaf, Nah-rungsmittel, Ausleerungen des Körpers und Gemüthsbewegungen."Er stellte die Lehren der Diätetik auf dem Grunde dieser all-gemeinen Sätze dar, und suchte sie auf dem Gebiete der Heil-kunde anzuwenden. Wir haben schon erwähnt, daß er eisrigstauf die Pflicht der Mütter, selbst ihre Kinder zu stillen, drang.Die Jugend ermahnt er, während der Studienzeit sich in Körper-bewegungen zu üben, und die Wichtigkeit des Aufenthaltes inder freien Luft hebt er oft hervor. Das Vortheilhafte der ge-räumigen Wohnungen und der frischen reinen Luft entwickelt erklar und überzeugend, wie auch die Gefahr zu früh in neuge-
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