24
baute Häuser einzuziehen wegen ihrer Feuchtigkeit und unreine»Lust..- Ebenso zeigt er die Schädlichkeit der Beerdigungen inden Kirchen. „Derjenige, der seine Gesundheit behalten iiMmuß die Luft, die er athmet, nicht weniger sorgfältig als dieNahrung, die er genießt, wählen." Er warnt davor, in zu niedrigen Zimmern zu schlafen oder in solcher Luft zu verweile»,die mit Unreinlichkeiten, verfaulten Stoffen und stillstehendei»Wasser in Berührung gekommen ist. Den Behörden der SMsagt er, liegt es ob, darüber zu wachen, daß alle Art Unrein-lichkeit von den Städten genau entfernt wird u. s. w. Wirsehen hier Gedanken, die erst in den allerletzten Zeiten Gehörgewonnen und in der Lehre von der Gesundheitspflege sich gel-tend gemacht haben.
Viel mehr könnte noch von den großen Verdiensten, dieLinuaeus um die medicinische Wissenschaft und den Unter- sricht in unsrem Laude sich erworben hat, gesagt werden, wie er ^den Gebrauch von verschiedenen Droguen eingeführt und wie erdie Lehre von den Giften entwickelt hat; das Erwähnte wirdaber genügen, um zu zeigen, wie groß Linnaeus auch alsArzt war.
Die Höhe seiner Größe erreichte Linnaeus in seiner Eigen-schaft als Professor an der Universität Upsala. Sein Ruhm alsLehrer und Verfasser wuchs nicht uur Jahr für Jahr, sonder»Tag für Tag. Die Anzahl der Studenten, welche vor seinerZeit gewöhnlich bis 500 stieg, betrug 1759 da Lin ns Rektorwar 1500. Aus Rußland, Norwegen, Dänemark, England,Holland, Schweiz, ja, sogar aus Amerika, um nicht Finnlandzu nennen, kamen junge Leute, um seinen Unterricht zu genießen. ^„Da er jeden Sommer botanisirte", schreibt er selbst, „hatte erein paar Hundert Zuhörer, welche Kräuter und Insekten sani- ,
(6SS)