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Korrespondenz mit den hervorragenden Männern in anderenLändern des Linnaeus' Genie und große Verdienste in Er-fahrung gebracht hatte, wurde beim Reichstag 1739 ein jähr-liches Honorar von 100 Dukaten dem Linnaeus zugetheilt,gegen Verpflichtung, im Sommer öffentlich auf dem Ritter-hause Botanik und im Winter über das Mineralienkabiuett desBergkollegiums zu lesen; auch erhielt er den Titel königlicherBotanicus.
Dasselbe Jahr 1739 wurde Linnaeus durch die Vermitt-lung des Grafen C. G. Tessin zum Admiralitätsarzt in Stock-holm ernannt. In dem Lazareth der Flotte befanden sich täg-lich 100 bis 200 Kranke und dies gab ihm eine vorzüglicheGelegenheit, seine medicinische Erfahrung zu erweitern. Erwidmete sich hier nicht allein dem Beobachten der Krankheiten,sondern machte auch eifrige Untersuchungen über die Wirkungender einfachen Arzneimittel; und da er einsah daß die pathologischeAnatomie, welche zu dieser Zeit wenig studirt wurde, von dergrößten Wichtigkeit für die Heilkunst sei, suchte und erhielt erErlaubniß auf dem Kraukenhause Leichenöffnungen anznstellen.Unter Linnaeus' Verdiensten um die Entwicklung der Medicinmüssen diese seine Bemühungen eine wissenschaftliche Untersu-chung der in dem menschlichen Körper nach dem Tode eintreteudenVeränderungen einzuführen, hoch geschätzt werden. Von dieserZeit an bemerkt man in der schwedischen Literatur einen vielgrößeren Reichthum an pathologisch-anatomischen Beobachtungenund eine weit klarere Einsicht der Nothwendigkeit, das Deutender Krankheitssymptome auf die Kenntniß der pathologischenVeränderungen des Organismus zu begründen, als man siezu jener Zeit in der reicheren Literatur vieler anderer Länder«utrifft.
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