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Linnaeus' Ansehen als Arzt wuchs jetzt von Tag zu Tag »und seine Praxis nahm in gleichem Verhältnisse zu. Er selbsterzählt, daß er zu dieser Zeit ebenso viel allein verdiente wiedie anderen Aerzte in Stockholm zusammen; dessenungeachtetsehuie er sich doch nach seiner Jugendliebe, der Botanik, welchejetzt bei ihm den verschiedenartigen Geschäften des praktischenArztes hatte weichen müssen. Er schreibt damals in einem UBriefe an Haller: „Wenn ich nach Upsala käme, würde ich »die medicinische Praxis aufgeben und mich nur mit Botanik »beschäftigen". »
Linnaeus feierte jetzt seine Hochzeit mit seiner Verlobten, »Sara Elisabeth Morea und „nach dieser Zeit kam es Aihm nie mehr in den Sinn von Schweden wegzuziehen".-Jndessen wurde er durch die Vermittlung von Tessin zum Pro-fessor der theoretischen und praktischen Mediciu in Upsala imMai 1741 ernannt und fing im Herbste seine Vorlesungen über„Historin morborum^ an. Roson, welcher im vorher-gehenden Jahre zum Professor der Botanik ernannt worden war,erhielt 1742 die Erlaubniß der Behörde die Professur mit Lin-naeus zu tauschen, „damit jede Wissenschaft ihren rechten Marinbekommen würde". Jetzt hatte also Linnaeus den Wirkungs-kreis, rn welchem er durch sein Genie und seine Kenntnisse m !meisten leisten konnte, erhalten. Sein Ruhm und seine Ehresowie die der Universität Upsala vermehrte sich täglich. Alle dieSchriften aus der Naturgeschichte, die Linnaeus allmähligherausgab, aufzuzählen und deren Inhalt aus einander zu setzen,erlaubt mir nicht die Zeit und steht auch nicht in meinen Kräften.Ich muß jedoch hinzufügen, daß obgleich er sich von dieser Zeitan hauptsächlich der Naturgeschichte widmete, er doch stets mi!der Bearbeitung medicinisch-wissenschaftlicher Fragen beschäftigt
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