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aufzuthauen. Dennoch trauten sie dem Frieden niemals ganz;denn obwohl sie kolossale Summen für Gefäße aus Krystall-quarz bezahlten, so riethen sie doch, diese keiner großen Wärmeauszusetzen. Zur Kaiserzeit wurde mit Trinkgefäßen aus Krystall-quarz in Rom ein großer Luxus getrieben; es wird uns vonsolchen berichtet, für die Tausende von Thalern nach unsermGelde bezahlt wurden, und Nero wußte, als er den Verlustseiner Herrschaft erfuhr, keine empfindlichere Rache an derundankbaren Welt zu nehmen, als daß er seine kostbaren Krystall-gefäße zerschlug.
Es ist wohl erklärlich, daß ein so verschwenderisch üppigesZeitalter so große Summen für solche Krystallgefäße bezahlte,denn die Herstellung derselben aus diesem Mineral ist ja auchheute noch mit großen Schwierigkeiten und langwieriger Arbeitverbunden, und es ist nicht zu leugnen, daß die absolute Farb-losigkeit und Durchsichtigkeit für ein Trinkgefäß eine sehr schätz-bare Eigenschaft ist; die Glasfabrikation aber war damals nochnicht so weit, um ein völlig farbloses Krystallglas herzustellen.
Daß man auch Siegelsteine und andere Schmucksachen ausKrystallquarz herstellte, versteht sich von selbst, aber auch diealtrömische Medizin bediente sich seiner als inneres Arzneimittel,und die Chirurgie benutzte Kugeln aus Krystallquarz als Brenn-gläser, um Wunden damit auszubrennen.
Trotzdem der Krystallquarz fast in allen Ländern vorkommt,werden große und schöne Krystalle doch immer noch hoch bezahlt,da sie nicht sehr häufig sind und oft nur mit großer Müheund Gefahr gewonnen werden. Sie kleiden gewöhnlich Höhlenaus, die sich im Innern der Felsen finden und deren Vor.handensein die Krystallsucher in der Schweiz durch den hohlenTon ermitteln, der beim Anklopfen auf die Felswand entsteht,wenn eine solche Höhlung (Krystallkeller genannt) nicht zu weithinter der angeklopften Stelle liegt. Diese Drusen müssen dann
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