Die alphabetischen Eneyklapädien.
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demnach seinem Inhalte nach der populäre Ausdruck der deutschen Wissen-schaft und repräsentirt in der Reihe seiner verschiedenen Auflagen sowol dieFortschritte als überhaupt den lleichthmn und die Universalität der deutschenGcistescultur. Näheres über Aufgabe, Inhalt und Form des Werks bietet dasNachwort, zur elften Auflage; über die Geschichte desselben bandelt ausser den„Nachworten“ zu den neuern Auflagen unser vierter Abschnitt: „Zur Geschichtedes Convcrsations-Loxikon, seiner Ergänzung«- und Neben werke“.
Die Verlagshandlung des Werks selbst brachte die Idee des Conversations-Lexikon zu weiterer Entwickelung. Aus derselben gingen unter anderm eineReihe von Nebenwerken hervor, welche zunächst den Zweck batten, die einzelnenAuflagen in Bezug auf die Zeitgeschichte zu ergänzen, dann aber zugleich auchbestimmt waren, ein selbständiges und abgeschlossenes Zeitgemälde zu bilden.Das erste Werk dieser Art war das „Conversatio ns-Lexikon derneuesten Zeit und L iteratur“ (4 Ilde., Leipzig 1832—34), das sich andie siebente Auflage anschloss. Der achten Auflage folgte das „Convcr-sations-Lcxikon der Gegenwart“ (4 Ilde,, Leipzig 1838—41). ZurWeiterführung der neunten Auflage diente „Die Gegenwart“ (12 Ilde.,Leipzig 1848 — 5 G ), welche zuerst die alphabetische Ordnung verliess undbereits den Keim zu einer Zeitschrift in sich trug. Letzterer gelangte zuweiterer Entwickelung in dem Ergänzungswerke zur zehnten Auflage: „LT ns ereZeit. Jahrbuch zum Convcrsations-Lexikon“ (erste Reihe, 8 Bdc.,Leipzig 1857 — 64), das sich in seiner zweiten Reibe (Leipzig 1865 fg.) zueiner „Deutschen Revue der Gegenwart. Monatsschrift zum Conver-sations - Lexikon “ erweiterte.
Bei dem Bestreben der Verlagshandlung, die encyklopädischc Richtung vor-zugsweise zu pflegen, knüpften sich an das Conversations -Lexikon und seineNebenwerkc bald noch mehre andere encyklopädischc Unternehmungen, die in ihrerTendenz mit dem Convcrsations-Loxikon zusammenstimmen und die Idee desselbennur nach bestimmten Richtungen hin weiter durchführen. Wir nennen hier zunächst,die „Deutsche Taschen-Encyklopädie“ (4 Bde., Leipzig und Altcnburg1816—20, mit 50 Kupfern, 12.), redigirt von Prof. Friedrich Christian AugustHasse, welche sich für populäre Zwecke die summarische Erklärung allerHauptbegriffe in Wissenschaft und Kunst, Staat, Kirche und Gesellschaft zur Auf-gabe stellte; ferner gehört hierher das „Bilder-Convcrsations-Lexikonfür das deutsche Volk. Ein Handbuch zur Verbreitung gemeinnütziger Kennt-nisse und zur Unterhaltung“ (4 Bdc., Leipzig 1837—41, 4.), das erste popu-läre encyklypädische Werk in Deutschland, welches Wort und Bild in aus-gedehnterer Weise miteinander verbindet und allen Volksklasscu, auch denweniger gebildeten, eine gemcinfasslicbe Auskunft über die im gewöhnlichenLeben vorkommenden Dinge und Personen, besonders über praktische Gegen-stände und die dahin einschlagendcn Fragen gewähren soll. Ein weit bedeu-tenderes Unternehmen ist der schon oben berührte „Bilder-Atlas zürnConvcrsations-Lexikon. Ikonographische Encyklopädio der Wissenschaftenund Künste“, das die Aufgabe hat, die hervorragenden Erscheinungen in Natur,Wissenschaft und Kunst aus dem Gesichtspunkte- des allgemeinen Bildungs-zwecks für das Auge zur Anschauung zu bringen und somit nicht blos wichtigeArtikel des Convcrsations-Lexikon graphisch erläutert, sondern ein systema-tisch angeordnetes selbständiges Bilderwerk bildet, das die Idee des Con-vcrsations-Lexikon auf dem Gebiete der zeichnenden Künste durchzuführensucht. Unmittelbar aus dem Convcrsations-Lexikon hervorgegangen ist das„Kleinere Brockhaus’schc Convcrsations-Lexikon für den Hand-gebrauch“, welches in seiner ersten Auflage (4 Bde., Leipzig 1854-—56,8.)ausser allen Artikeln des Hauptwerks in kürzerer Fassung auch die Erklä