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Vollständiges Verzeichnis der von der Firma F. A. Brockhaus in Leipzig seit ihrer Gründung durch Friedrich Arnold Brockhaus im Jahre 1805 bis zu dessen hundertjährigem Geburtstage im Jahre 1872 verlegten Werke : in chronologischer Folge mit biographischen und literarhistorischen Notizen
Entstehung
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Di» alphabetischen Encyklopiidieii.

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hatten die Gegner Furetières den Beschluss gefasst, ebenfalls einDictionnairedes arts et des sciences zu veranstalten und dasselbe demDictionnaire delAcadémie als Supplement beizugeben. Die Zusammenstellung desselben be-sorgte der dramatische Dichter und Akademiker Thomas Corneille, der Bruderdes grossen Dramatikers. Es erschien zuerst zu Paris 1694 in zwei Folio-bänden und wurde 1720 neu aufgelegt. Die dritte Auflage (1732) wurde vonFontenelle revidirt und durch viele Artikel aus der Mathematik und Fhysikvermehrt. Das Werk Corneilles gerieth bald in Vergessenheit, ebenso wieseinDictionnaire universel géographique et historique (3 vols., Paris 1708,Fol), das, obgleich ungenau und oberflächlich, doch für damalige Zeit dasbeste Werk seiner Art war. Das Wörterbuch lebte noch längere Zeit in demDictionnaire de Trévoux (seit 1704) fort, so benannt nach der StadtTrévoux, welche damals nicht unter französischer Jurisdiction stand und inder viele Werke [gedruckt wurden, welche die Sanction der französischenRegierung nicht erhalten konnten. Die Werke Furetières wie Corneilleswaren ursprünglich nur im sprachlichen Interesse angelegt worden; sie wareneigentlich nur Wörterbücher, welche die Worte und deren Bedeutungen auf-führten, keine Rea-lencyklopädien, welche sich mit einer nähern Erörterungder bezeichneten Dinge und Begriffe befassten. Das Werk Furetières nahmjedoch in seinen spätem Ausgaben mehr und mehr den Charakter einer En-cyklopädie an und verlor erst nach dem Erscheinen derEncyclopédieDiderots sein Ansehen.

An die Wörterbücher Fnretières und mehr noch Corneilles lehnte sichdasLexicon technicum von Harris, das zuerst 1704 in einem Folio-bande zu London herauskam. Es ist die erste alphabetische Realencyklopädie,die in England erschien. Harris fasst in der Vorrede den Unterschied zwischenseinem Unternehmen und den Wörterbüchern seiner französischen Vorgängerschon richtig auf. Er sagt darin unter anderm:That which 1 have aimedat is to make it a dictionary not only of hare words but things, andthat the reader may not only find here an explication of the technicalwords or the terms of art made use of in all the liberal sciences andsuch as border nearly upon them, but also those arts themselves and especiallysuch and such parts of them as are most useful and advantagious tomankind. Unter seinen Vorgängern nennt er noch den Cartesianer EtienneChauvin, den Verfasser desLexicon rationale sive thesaurus philosophicusordine atphabetico digestus, das seit 1692 mehrmals im Druck erschien.Ueber ein halbes Jahrhundert lang in Ansehen stand in Frankreich dasDictionnaire universel de commerce, dhistoire naturelle, darts et métiers(3 vols., zuerst Paris 172330, Fol.) von J. Savary des Bralons.

Einen neuen Abschnitt in der Entwickelungsgeschichte der alphabetischenRealencyklopädie begründete Ephraim Chambers (gest. 15. Mai 1740 zuIslington) mit seinerCyclopaedia or Universal dictionary of the arts andsciences (2 vols., zuerst London 1728, Fol.), dem ersten Werke dieserArt, welches sich des TitelsEncyklopädie bediente. Es wurde frühzeitigins Französische und Italienische übertragen und rief in seinem Vaterlandemehrfache andereDictionaries of arts and sciences hervor. Chamberslieferte, wie der Titel auch besagt, nur ein Wörterbuch der Künste undWissenschaften, und das Buch behielt, diese Beschränkung seines Inhalts nichtnur in den spätem Auflagen bei, sondern selbst auch in der erweitertenBearbeitung von A. Rees (gest. 9. Juni 1825), die 180219 unter dem TitelReess Cyclopaedia als selbständiges Werk in 45 Qnartbänden erschien.Letzterer hatte schon vorher eine neue Ausgabe von ChambersCyclopaedia(4 vols., 177686, Fol.) besorgt. Bei der Feststellung seines Plans schloss