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stofsansdünstung ausgesetzt sind, seine weiße Farbebeibehält; es ist aber etwas theurer als Bleiweiß.Viel Z. wird auch bei der Zinkentsilberung (s. SilberIH. o)durch Behandeln des zinkhaltigen Bleies u.des zinkhaltigen Silbers mit überhitzten Wasser-dämpfen, welche Las Zink dieser Legirnngen oxydi-ren u. als Z. mit sich jortsllhren, gewonnen. DurchBeimischung färbender Metalloxyde rc. kann manaus dem Z. eine große Reihe anderer Farben dar-siellen: so grün (Zinkgrün) durch Vermischen mitRinmannsgrün, blau durch Ultramarin, gelb durchSchwefelcadmium oder chromsanres Zink, orange-gelb durch Schwefelantimon, schwarz u. grau durchKienrußrc. In Preußen wurden nach Wagner 1371:61,266 Centner Z. dargestellr. Jungck.
Zinn (lat. Ltannnw), I. ein in der Industrie vielgebrauchtes Metall, dessen Atom das Zeichen Ln u.das Gewicht 118 hat. Es ist silberweiß, stark metall-glänzend , außerordentlich weich u. dehnbar u. vonkrystallinischerStructur. Die letztere verursacht beimBiegen größerer Stücke durch das Aneinanderreibender Krystalle ein eigenthümliches Geräusch (Z-ge-schrei), sowie die cigeuthümlichen Zeichnungen, welchebeim Aetzen seiner Oberfläche mit verdünnter Salz-säure hervortreteu(geflammtes, gemoortesZ.,moirömstnltiguo). Sein spec. Gew. ist 7,2g. Beim Er-wärmen bis 200° wird es spröde, bei 228" schmilztes, in der Weißgluth verflüchtigt es sich. Bei ge-wöhnlicher Temperatur verändert es sich au der Lustnur wenig, beim Erhitzen oxydirt es sich u. bedecktsich mit einer grauen Haut (Z-asche), in der Weiß-gluth verbrennt es mit weißer Flamme zu Z-oxyd.In warmer, concentrirter Salzsäure und Schwefel-säure löst es sich leicht auf, indem sich im elfterenFalle unter Wasserstoffemwickelung Z-chlorür, imletzteren unter Entwickelung von schweseliger Säureschweselsanres Z. bildet; Salpetersäure greift es sehr-stark an u. verwandelt es in weiße, unlösliche Z-säure.Concentririe Alkalien lösen das Z. gleichfalls unterWasserstofsentwickelnug und Bildung eines Z-säure-salzes. Das Z-atom tritt in seinen Verbindungenbald zweiwerthig(Z-oxydul- oderStannoverbinLuu-gen), bald vierwerthig (Z-oxyd- od. Stanniverbind-ungen) auf.
II. (Berg- und Hüttenwesen). Der Z-stein, dasfür die Gewinnung des Z-s allein wichtige Erz, fin-det sich theils auf Lagern, Gängen u. Stockwerkenim Granit, Syenit, Porphyr u. Thonschicfer, theilsauf secundärer Lagerstätte in Ablagerungen von ver-schiedenartigen Geröllen, in sogenannten Seijenwer-ken oder Z-seisen u. im aufgeschwemmten Laude,s. Z-stein. Während das im Gestein eingewachscneZ-erz (Berg-Z.) Schwefelkies, Arsenkies,Molybdän-glanz u. andere Beimengungen enthält, ist der Z-fiein der Seifenwerke, das sogenannte Strom-Z.(Seifen-Z., Z-sand), von jenen Beimengungen fastganz frei u. liefert daher leicht ein sehr reines Z. DerGehalt der in Stockwerken eingesprengten Z-erze be-trägt häufig nur H Procent (armer Zwitter), seltensind reiche Zwitter von 18 Procent. Die Verarbeit-ung dieser Z-erze geschieht so, daß man dieselben —die mürberen Erze sofort, die harten nach vorher-gehendem Glühen — zerkleinert und die leichterenTheile durch Schlämmen (Z-wäsche) entfernt; dar-auf röstet man das Erz, um Schwefelkies n. Arsen-kies zu zersetzen und schlämmt wieder; durch wie-
derholtes Rösten und Schlämmen gewinnt manSchlich, welcher im Allgemeinen 50—75 ProceiuZ. enthält. Der beim Rösten entweichende Arsenikwird in Giftfängen gesammelt. Schwefel- u. kupfer-haltige Erze werden nach dem Rösten mit Wasserausgelaugt u. so als Nebenproduct, Kupfervitriol,gewonnen. Wolframhaltige Erze müssen durch chlo-rirendes Rösten mit Kochsalz od. durch oxydirendesSchmelzen mit Soda rc. gereinigt Werdens DasAus- kschmelzen des Z-s aus dem Schlich geschieht entweder I)in einem etwa 3 m hohen Schachtofen (L,s. Fig. 7 u. 8, ITaf. Hüttenkünde IV.). Der Schlich wird in abwech- ^selnden Lagen mit Schlacken u. Absallproducten in s-den Ofen gebracht, von dessen geneigter Sohle 2 fldas Z. mit den Schlacken in einen vor dem Ofen i?befindlichen, aus Granitplatten gebildeten Tiegel(L)abfließt; ist dieser mit Metall gestillt, so läßt mandasselbe in einen zweiten Tiegel (6) abfließen (0 istdie Form für den Einlaß des Gebläsewindes). Oder k2) man mischt das aufbereitete Erz mit Kohlenkleinu. Kalk u. bedient sich eines Flammenosens, in wel- Ichem man unter wiederholtem Ausstreuen von Koh- tlenklein das Z. reducirt, dann die Schlacken durch ,das Arbeitsloch abzieht u. schließlich das Z. in einem !vor dem Ösen liegenden Tiegel absticht. Der Flamm- jofenbetrieb gestattet eine größere Production u. beste- lres Ausbringen, braucht aber mehr Kohlen n. erfor- !dert reinere Erze, resp. liefert ein unreineres Z. als !der Schachtofenbetrieb. Um das gewonnene Z. von ;den es begleitenden Unreinigkeiten zu befreien, uu- iterwirfl man es noch einem Saigerproceß; mau gießtauf sogenannten Pauschherden das geschmolzene Z.zwischen Kohlen, wobei das reine Z. abfließt, wäh-rend eine schwerere schmelzbare Legirung des Z-s mit sden dasselbe begleitenden Metallen (LieSaigerdörner) szurückbleibt u. Lurch Saigern gereinigt od. mit ziuu- ^reichenSchlackenzusammen zu einer geringerenSorte «Z. ausgeschmolzen wird. Das reine Z., welches sich iam Ende des eisernen Pauschherdes (Flößherdes) in öeinem Sumpfe sammelt, wird, nachdem es sich auseine bestimmte Temperatur abgekühlt hat, ausge-schöpft, auf eine Kupferplatte gegossen u. nach dem flErkalten znsammengerolli: Rollen- od. Ballen- HZ. oder es wird zu Stangen oder Blöcken gegossen st(Block-Z.). In England wird das Z. oft gepolt,nachdem man es vorher in einem Flammofen durchSaigern von den meisten fremden Metallen gereinigt ,hat. Man schmilzt es nämlich in Kesseln und taucht flin dasselbe grünes Holz; Lurch das dabei entstehende 'sAufwallenwerdenZiuuoxyd ».andereUnreinigkeiten l!au die Oberfläche gebracht n. abgezogen; man läßt stdas Metall bis zu einem gewissen Grad erkalten n. sschöpft es dann in granitene Formen ab (Block-Z.); sdie unterste Schicht ist ziemlich unrein u. wird noch- jmals gesaigert. Die Darstellung des Z-s aus Sei- ßfeu-Z. besteht ans einem einfachen Nednctionsproceß Ämittels Kohle; man wendet hierzu Schachtöfen von Oder vorhin beschriebenen Form au und schöpft das Vflüssige Metall ans dem zweiten Tiegel in den Ras- Efiuirkessel. Erhitzt man Blöcke von reinem Z. bis zn "einer gewissen Temperatur u. läßt sie dann auf einen isharten Boden fallen, so zersplittern sie in unregel-mäßige, säulenförmige Stücke, welche als Korn- kZ. in Len Handel kommen. Da unreines Z. beimErhitzen, diese Sprödigkeit nicht erhält, so kann manzur Gewinnung von Köru-Z.nnr reines Z. benutzen.
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