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Zinkgrau -
eingestellt wurden, große Architekturstücke und voll-rnnde Gegenstände ans Zink zu gießen, u. nament-lich war es Geiß, welcher in Verbindung mit Schin-kel sich große Verdienste um die Ausbildung desZinkgusses zu architektonisch-ornamentalen Gegen-stände» erworben hat. Kleinere Artikel, welche dieHöhe Von30—50 om nicht übersteigen, werden vor-züglich in Paris u. Belgien gegossen. Vgl. Zinkle-girungen. Jungck.
Zinkgrau, unreines Zinkoxyd wird theils alsGichtschwamm an Hohöfen, welcher bloß gemahlenzu werden braucht, theils als Nebenprodukt bei derZinkweiß-rc.-fabrikativn erhalten, da es nur ein durchStaub, Ruß rc. verunreinigtes Zinkweiß ist. DurchBeimischung vonKienruß lassen sich dieverschiedenenNüancirungenleichtherstcllen; vgl.Zinkweiß. Jungck.
Zinkgref, so v. w. Zincgreff.
Zinkgrün, s. Zinkweiß.
Zinkhochätzung,Zinkographie, eine surroga-live Abartder Lithographie (s. Graphische Künste 18).
Zinkhydroxyd, Zinkoxydhydrat, Zinkhydrat,chem. Verbindung von Zink, Wasserstoff u. Sauer-stoff von der Zusammensetzung AnOzll^nsOHsz).Es entsteht in Form eines gallertartigen, weißenNiederschlages, wenn man ein lösliches Zinksalz mitwenig Kalilauge fällt. Beim Erhitzen gibt es Wasserab u. geht in Zinkoxyd über; in Säure löst es sichunter Bildung von Zinksalzen, in Alkalien unterBildung von Zinkaten leicht aus. Hetzer.
Zinkit, so v. w. Rothzinkerz.
Zinklegirungen. Unter den Z. sind besonderswichtig die Legirungen des Zinks mit Kupfer (s. d.III.): Messing (s. d.), Tombak, Rothgnß, Lagerme-tall (s. d.) rc. u. mit Kupfer u. Nickel: Neusilber od.Argentan (s. d.). Wesentlich aus Zink bestehendeLegirungen, deren sonstige Zusätze bloß den Zweckhaben, den grobkrystallinischen Bruch des reinenZinkes, seine Sprödigkeit u. seine leichte Oxydirbar«keit zu vermeiden u. dasselbe zum Feilen geeigneterzu machen, sind z. B. —2 Thle. Gußeisen, oder1—12 Thle. Kupfer, od. 8 Thle. Kupfer u. 1 Thl.Blei, od. 8 Kupfer, 1 Blei, 1 Gußeisen in 100 Thln.der im übrigen aus Zink bestehenden Legirung rc.Über das Verhalten des Zinks zu Silber und Bleivgl. Silber. Jungck.
Zinkoxyd, einzige Verbindung des Zinks mitSauerstoff, von der Formel 2nO. Es bildet je nachseiner Darstellung ein weißes, lockeres Pulver odereine dichte Masse vom spec. Gew. 5,«; beim ErhitzenWirdes vorübergehend gelb; es ist feuerbeständigu. löst sich in Säuren leicht auf; durch Glühen mitKohle, nicht aber durch Wasserstoff wird es zu Me-tall reducirt. Man erhält es als feines, weißes Pul-ver, indem man Zink verbrennt u. den Rauch durcheinen Luftstrom in eine Reihe hölzerner Kammernleitet (Ziukblumen, üorss rnnoi, Nihilum ^Ibum,lana Milosophioa, pomptzalis), in dichtem Zustand,durch Glühen des Zinkhydroxydes, des Kohlensäure-vder Salpetersäuresalzes; es findet sich auch in derNatur als Rothzinkerz. Man benutzt es wegenseiner Unveränderlichkeit an der Luft jetzt häufig alsMaler - und Anstrichfarbe als Ersatz für Bleiweiß(Zinkweiß). Hetzer.
Zinksalmiak, s. Zinkchlorid.
Zinksalze, chem. Verbindungen, welche entste-hen, wenn der Wasserstoff einer Säure durch das,
- Zinkweiß.
(als zweiwerthig betrachtete) Zink ersetzt wird. Siesind farblos, wenn die Säure ungefärbt, in Waffenzum Theil löslich u. von ekelerregendem Geschmack;in größerer Menge wirken sie giftig. Durch Glühenwerden die meisten zersetzt, indem sich Zinkoxyd bil-det. Die krystallisirbaren sind den entsprechendenMagnesiumsalzen, den Eisenoxydul-, Mangauoxydul-u. Kobaltoxydulsalzen isomorph. Man stellt sie durchAuflösen von Zink, Zinkoxyd oder Zinkhydroxyd inder betreffenden Säure dar. Saure Losungen dersel-den werden, falls die Säure nicht Essigsäure ist, vonSchwefelwasserstoff nicht gefällt; Schweselammo-ninm fällt aus ihnen weißes Zinksulfid; Kali- undNatronlauge, sowie Ammoniak fällen weißes, imUcberschnß des Fällungsmittels lösliches Zinkhy-droxyd; kohleusaure Alkalien erzeugen in ihnen einenweißen Niederschlag von kohlensaurem Zink, das inkohlensaurem Ammon löslich ist. Mil Kobaltsolulioubefeuchtet, geben sie beim Glühen vordem Löthrohreeine uugeschmolzene grüne Masse (Rinmanns Grlln).Jn derNaiur findet sich dasKohlcnsänrcsalz als edlerGalmei, das Schwefelsäuresalz (Zinkvitriol) u. dasKieselsäuresalz (Kieselzinkerz, Kieselgalmei). Hetzer.
Zinkspaty, so v. w. Galmei.
Zinkstanb, graues, aus höchst fein vertheiltemZink und Zinkoxyd bestehendes Pulver, welches sichbei der Darstellung des Zinks in den Vorstößen an-sammelt. Es wird als kräftiges Reduktionsmittelbenutzt.
Zinksulfat, so v. w. schwefelsanres Zink (sieheSchwefelsäuresalze).
Zinksulfid, Schwefelzink, chem. VerbindungvouSchwefelu.Zink(2n8). Es scheidet sich als weißer,beim Trocknen gelblich werdender Niederschlag aus,wenn man ein neutrales Zinksalz durch Schwefel-wasserstoff oder Schweselammonium fällt; in derNatur findet es sich als Zinkblende. Beim Erhitzenan der Luft geht es unter Sauerstosfaufnahme ent-weder in Zinkoxyd od. in Zinksulsat über; in Säurenist es leicht löslich, indem Schwefelwasserstoff ent-weicht. Hetzer-
Zinkvitriol (Weißer Vitriol, vitriolum slbum,Weißer Galizenstein), ist schwefelsaures Zinkoxyd(s. Schwefelsäuresalze). Als Mineral findet sich derZ. in langen säulenförmigen, nadel- bis haarförmi-gen Krystallen des rhombischen Systems, auch innierenförmigen nnd tropfsteinartigen Massen, alsÜberzug u. Ausblühung, von gelblich- bis graulich-weißer Farbe, als neueres Erzeugnis; ans Erzlager-stätten, besonders in verlassenen Gruben, so imNammelsberg bei Goslar (daher auch Goslarit).Härte 2—3; spec. Gew. 2—2„, chem. Zusammen-setzung 2u80i-f-7Lg. Fundorte: Schemnitz in Un-garn, Fahlnn; ist ziemlich selten. Lehmann.*
Zinkweiß (Ziukblumen), ist Zinkoxyd. Es wirdim Großen dargestellt, indem man Zinktafeln inweißglllheude Retorten bringt, welche zu je 8—10in einem Ofen in 2 Reihen angeordnet liegen. Diesich hier bildenden Zinkdämpfe gelangen durch eineÖffnung der Retorte in einen etwa 300° heißenLuftstrom, welcher sie zu Zinkoxyd verbrennt unddieses als seines Pulver in Kammern führt, wo essich absetzt. Das so erhaltene Z. bedarf keiner wei-teren Bearbeitung und hat vor dem Blciweiß denVortheil, daß es noch besser als dieses deckt, nicht, giftig ist, u.auch in Räumen, welche Schwefelwasser-