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Bd. 18 (1879) Vacarius - Zywilsk
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Zinkblech

Zinkate, alkalische Z Verbindungen, welche beimErhitzen von Zink mit Kali- od. Natronlauge unterWassersiofsentwicklnng entstehen

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Zinkblech, s. Zink III.

Zinkblende (Blende, Sphalerit), Mineral, kry-staüisirt regulär und zwar telra'edrisch-hemi'edrisch,meist krystallinische Massen, blätterig, strahlig, fase-rig, von schaliger Zusammensetzung (Schalenblendeoder Leberblende); spröde, Härte 34, spec. Gew.S,g4,?; braun-, röthlich-, gelblich- oder grünlich-braun, grasgrün, schwarz, selten farblos oder weiß;bunt angelansen, durchsichtig bis undurchsichtig, fett-artig oder metallartig diamantglänzend, Strich hell-braun; besteht ans Zink n. Schwefel, zuweilen mitetwas Eisen u. Cadmium, auch Indium u. Thallium,findet sich aus Lagern n. Gängen in Gesellschaft vonBlei-, Silber-, Kupfer-,Eisen- u. anderenZinkerzenzu Freiberg, Marienberg, Schwarzenberg in Sach-sen, am Harz, in Nassau, bei Aachen, Münsterthalin Baden, Joachimsthal, Przibram n. a. O. inBöhmen, Obergrund in Schlesien, Schcmnitz undKapnik in Ungarn, Chalanches u. Vienne in Frank-reich, in Cornwall, Cnmberland, Leadhills in Schott-land, Kongsberg in Norwegen. Die Z. wird aufZink verarbeitet, während sie früher als untauglichzur Ziukgcwinnung über die Halden gestürzt oderetwa zur Bereitung von Schwefel u. Zinkvitriol ver-wendet wurde. Lehmann."

Zinkblumen, llores muer, s. u. Zinkoxyd undZinkweiß.

Zinkblüthe (Hydroziukit), Mineral, ist tranbig,nierensörmig, erdig, als Überzug, weiß od. gelblich-weiß; besteht aus basisch koylensanrem Zinkoxyd.Findet sich als Überzug auf Zinkspath besonders zuWiesloch in Baden, Bleiberg u. Raibel in Kärnten,bei Partenkirchen, Cumillas u. Udlas in der Prov.Santander inSpanien, Auronzo in der Lombardei,Friedensville i» Pennsylvauien, bildet sich noch ge-genwärtig in abgebauten Gruben und auf Halden,besonders zu Ramsbeck in Westfalen. Lehmann."inkbutter, s. Zinkchlorid,inkchlorid (techm), ist ^u6I^, wird im Großendurch Anslösen von Zinkabfällen, Galmei od. zink-ischen Ofenbrüchcn in Salzsäure dargestellt u. meistflüssig mit einem spec. Gew. von 1,7«1,»sin denHandel gebracht. Starkconcentrirtbildet es die wachs-artige, weißlich-grau durchscheinende, ätzende, giftigwirkende Zinkbutter, welche an der Luft rasch zer-fließt u. sich in Wasser leicht löst, aber ihres hohenPreises wegen wenig verlangt wird. Das Z. dientzum Jmprägniren des Holzes, bes. von Eisen-bahnschwellen, Brückenhölzeru rc., zum Raffinirendes Rüböls, zur Bereitung von Pergamentpapier,als Reservage in der Färberei u. mit Salmiak zu-sammen als Zinksalmiak zum Löthen u. Verzin-nen von Eisen, Kupser u. Messing. Jungck.

Zinkcisen, Johann Wilhelm, bedeutenderGeschichtschreiber, geb. 11.April 1803 in Altenburg;studirte 182328 in Jena u. Göttingen erst Theo-logie, dann Geschichte, war 1829 kurze Zeit Lehrerim Blochmannschen Institut zu Dresden und hieltdanndaselbst Vorlesungen über Griechische Geschichte;daraus bereiste er Deutschland u. die Schweiz, undnachdem er sodann bis Ostern 1831 in München ge-lebt hatte, habilitirte er sich in Leipzig, ging aber

Zinkgießerci.

im Frühjahr 1833 nach Paris, um dort seine histori-schen Studien fortzusetzen; 1840 wurde er, von Al-tcnbnrg zum Professor ernannt, auf Humboldts Em-pfehlung als Redacteur der Preußischen Staatszeit,ung nach Berlin berufen, redigirte 184851 denPreußischen Staatsanzeiger, privatisirte dann inBerlin und st. daselbst 5. Jan. 1863. Er schrieb:Oommsutntio äs PrancoruraLIrrjors äomuo, Jena1826 (Preisschrift); Samiritloa, Leipz. 1831; Ge-schichte Griechenlands, I.Bd. Alterthum u. mittlereZeilen, ebd. 1832; 2. Bd. nicht erschienen; 3. u. 4.Bd. Geschichte der Griechischen Revolution bis zumJahre 1835, ebd. 1840; Geschichte des OsmanischenReiches in Europa, Hamb. 184062, 7 Bde.; DerJakobinerclub, Berl. 1852 f., 2 Bde.; Drei Denk-schriften über die Orientalische Frage, Gotha 1854.

Ziukcn, 1) (ital. Oornstto), uraltes Blasinstru-ment, bestehend aus einer Röhre ohne, später mitMundstück, aus Holz gefertigt und gegen die Münd-ung, aber ohne Schalltrichter erweitert, überzogenmit Leder u. entweder gerade ((lornstti rseti) odergebogen (Oornstti eurvi). Man unterschied je nachForm und Klang fünf Arten von Z.: Ooruslto äl-ritto (scharf), mubo (sanft), curro (gebogen), alledrei Arten mit sieben Tonlöchern u. einem Umfangvon n bis Uz und darüber; ferner Ovrnstiruo, derkleine Zink, eine Quart höher als der gewöhnliche,mit dem Umfang vonä^ bis Ag, Ooruo od. Oornsbtotorto, der große Zink, eine Quint tiefer, im Um-fange von o od. ä-. Die Z. wurden beim Be-ginne einer selbständigen Instrumentalmusik öfter zueinem Chor, auch mit den Geigen vereinigt u. beiden Stadrpseifereien zum Abblasen der Choräle ver-wendet. 2) Eine Orgelstimme; 3) Erkennungszei-chen der Gauner. 1 ) Si-bcurock.

Zillkfahlcrz (Kupferblende), ein » Proc. Zinkenthaltendes antimonfreies Arsenfahlerz (s.gahlerz)aus der GrubeProphet Jonas" bei Freiberg.

Zinkgelb, 1) Chromsaures Zinkoxyd; 2) durchdieses, Schwefelantimou od. Schwefelcadmium gelbgefärbtes Zinkweiß, s. d.

Zinkgiestcrei. Das Zink gießt sich mit sehrglatter Oberfläche u. gibt alle feinen Züge des Mo-dells wieder, so daß nur wenig (mit Feilen, fast niedurch Ciseliren) nachgeholsen zu werden braucht.Beim Schmelzen des Zinks hat man 56 ProcentAbbrand durch Oxydation. Die Güsse macht mau1j6 miu dick, vermeidet aber stark vertiefte oderganz hohle Gußstücke, damit sie nicht bei der Zujam-menziehung infolge des Erkaltens wegen der gerin-gen Cohäsion durch den Widerstand des eingeschlosse-nen Kerns zerreißen, u. gießt daher derartige Stückein mehreren Theilen, welche mau nachher mit demLöthkolbeu mittels Schnelllothes löthet. Diese Artdes Zinkgusses ist wohlfeiler, gibt vollkommnere Ab-güsse u. vermeidet weit mehr Las Mißlingen. Etwadoch nöthige Kerne macht man daher auch lieber ausSand, als aus Lehm. Das Sturzen (vergl. Zinn-gießerei) ist auch in der Z. üblich. Zum Kunst-guß empfiehlt sich ein Zinnzusatz (etwa 5 Proc.) zumZink. Häufig überzieht man die aus Zink gegossenenGegenstände mit Hilfe der Galvanoplastik mit Bronzeod. versieht sie mit einem bronzeähnlichen Ölsarben-anstriche. Modelle zur Z. gießt man aus Zink nachden Originalen aus Holz, Gips rc. Die bedeutend-sten Z>en sind in Berlin, wo bereits 1833 Versuche