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Bd. 18 (1879) Vacarius - Zywilsk
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Zimmtbaum

Liimainomum iLoursiri (kianrns Aalabatftrum)ans Malabar und den Ostindischen Inseln kommend.Man hat zwei Hauptsorten: a)der gerollteMnt-ter-Z., ist von Ansehen, Dicke, Länge rc., wie dieZ-cassia einfach nnd doppelt gerollt u. wird vielfachdamit verwechselt, ist aber dunkler rothbraun, dieäußere Fläche etwas rauher; mit vielen zarten Längs-u. Querfurchen n. seinen Rissen in der Oberhaut»,oft mit kleinen Flechten besetzt; ii)der flache Mnt-ter-Z., besteht aus ziemlich flachen od. rinnenför-migen 1 3 mm dicken Stücken; die äußere Flächeist etwas uneben, rauh, zum Theil nützlich; größ-tentheils von der Oberhaut befreit, rothbraun, matt,doch sitzen häufig noch an mehren Stellen Reste desschmutziggrauen Oberhäutchens; der Geschmack an-fangs schwach zimmtartig, dann herb u. beim an-haltenden Kauen ziemlich schleimig, namentlich beiLen dickeren, flachen Stücken, welche auch stärker rie-chen ». schmecken, als die dünnen, welche oft nur herb,kaum zimmtartig schmecken u. wenig Schleiin entwi-ckeln. 0) Weißer Z.,von Lanslla aifta (s. u. La-nolin) stammend, ist 10 20 om lang, 2 4 mmdick, glatt, weißgelb bis blaßroth, von angenehmem,starkemZ.-u.nelkenähnlichenGernchn.scharsbitteremGeschmack, wird in der Liqueurfabrikation, als Ge-würz n. als stärkendes, scorbutwidriges Mittelin der Medicin verwandt; wird oft mit WintersNinde(6ortex "Wiutori) verwechselt. L) Nelken -Z.(schwarzer Z.), von Llzutns earzwpftMata stam-mend; er kommt in 70 am langen, einem Stock ähnli-chen Stückenvor,welche aus mehreren dünnen, festen,sehr harten, eng aneinander geschloffenen, um ein-ander gerollten u. mittels einer Schnur von Fasernzusammengehaltenen Rinden bestehen, ist roth oderdunkelbraun, oft noch mit einem weißgrauen Ober-HLutchen versehen, sehr hart unter den Zähnen, et-was dicker als Z., innen beinahe rostig, vonzimmt-u. nelkenähnlichem Geschmack, wovon sedoch letzterermitderZeit vorherrschtu. der erstere sich bald verliert,u. dann bes. in der Rinde von den jungen Zweigensehr scharf wird. Dieser eigentliche Nelken-Z. wurde je-doch von dem von Guadeloupe, Martinique u. Nord-Brasilien kommenden von OiexpeUinm earzwpftz'I-latum stammenden, der viel stärker u. gewürzhasterschmeckt u. riecht, keine Oberhaut besitzt ».dafür dün-ner, sonst aber dem vorigen sehr ähnlich ist, fast ver-drängt. Der Nclkcn-Z. dient als Ersatz der Gewürz-nelken u. in der Liqueurfabrikation. Jungs.

Zimmtbaum ist Linnamomum oezst-urionm,siehe diesen Artikel.

Zimmtblüthcn (klorso eassias), die unreif ge-trockneten, noch mit der Blllthenhlllle umgebenenFrüchte des in China u. Annam wachsenden Zimmt-lorbeerbaums Linuawomnm I-auroi, nägeleinför-mig, mit dickerem, in eine Spitze, Len Blüthenstiel,ailslausenden Kopf, dunkelbraun, runzlig, an Geruchu. Geschmack der Zimmtrinde ähnlich. Die lederar-tige, mit kleinen, stumpfen, einwärts gekehrten Zäh-nen versehene Blüthenhülls umschließt den blaß-bräunlichen, »lehr oder minder entwickelten Frucht-knoten. Sie schmecken u. riechen etwas schärfer u.weniger sein als der Zimmt u. dienen wie dieser alsGewürz, auch zur Darstellung eines dem Zimmtölähnlichen Öls (Z-öl). Jmigck.

Zimmtcassia, so v. w. Zimmt L) od. 6). Da-her Z-öl, Chinesisches Zimmtöl (Oleum eansias),Piererstlnivsrfal-CoiwersatüinL-rexikon. 6. Ausl, xr

ZÜlvik.

ein ätherisches Oel, welches durch Destillation derZ-ri»de mit Wasser gewonnen wird (100 üp; Rindegeben ^ Öl); es ist gelb, wird allmählich braun,riecht angenehm, schmecktpfefferartig; sein specisischeSGewicht ist 1,^; wird znm Parfümiren der Seife,sowie als kräftiges Reizmittel u. Analepticum, mitZucker abgerieben, oder in Weingeist aufgelöst, an-gewendet.

Zimmtöl (OIsum einnamomi), 1) das echte od.Ceylon-Z. (ol. ein. Oozftoniei), das ätherische Oelder echten Zimmtrinde, wird auf Ceylon ans den Ab-fällen der Zimmtrinde durch Destillation mit Wassergewonnen; ist anfangs weißgelb, später gold- bisrothgelb, riecht sehr angenehm, schmeckt brennendscharf; hat ein spec. G. von 1,^ bis 1,,, wird aberseines hohen Preises wegen oft mit Alkohol ».frem-den Ölen verfälscht. 2) Java-Z.(Oloumoiunamomillavsnsis), wird aus dem Javazimmt gewonnen,kommt dem vorigen sehr nahe, ist aber schwächer anGeruch u. Geschmack. Beide Oele werden zu Liquen-ren, Parfümerien u. in der Medicin gebraucht. 3)Chinesisches Z., so v. w. Zimmcassiaößs. Zimmtcassia.

Jungck.

Zimmtsänre (Phenylacrylsänre), 6gkl»0>, eineim Storax, Tolu- n. Pernbalsam, altem Zimmtöl,zuweilen im Benzoeharz enthaltene monohydrischeorganische Säure. Krystallisirt in farblosen rhom-bischen Prismen, schmilzt bei 133", ist in kaltemWasser wenig, in kochendem Wasser, Äther u. Alko-hol leicht löslich; sublimirbar. Von ihren zusammen-gesetzten Äther» sind zu erwähnen: Zimmtsäure-Benzyläther (Cinna me in), Lg OFLß klJOg, glän-zende Prismen ; im Tolu- n. Perubalsam; u. Zim m t-säure-Styryläther (Styracin),6glIF6gkIg)0g,färb-, gernch- und geschmacklose Krystallnadeln, un-löslich in Wasser, schwer in kaltem, leicht in heißemAlkohol, sowie in Äther löslich; im Storax u. Pe-rubalsam. Wmmenau-r Ll.

Zinalgletscher, s. Matterhorn.

Zi ucgreff (Zinkgres), JuliusWilhelm, deut-scher Prosaiker u. Dichter, geb. 1591 zu Heidelberg,studirte daselbst, reiste 16111615 in der Schweiz,Frankreich, England und den Niederlanden, wurdein Heidelberg Ör. zur., Generalauditenr, wanderte1623 nach Eroberung der Stadt durch die Bayernaus, reiste als Dolmetsch eines französischen Gesand-ten mit diesem an mehrere deutsche Höfe, lebte inStraßbnrg, verwaltete in Worms, später in Alzeijuristische Aemter, floh infolge der Schlacht bei Nörd-lingen nach St. Goar, starb hier 1635 an einer pest-artigen Krankheit. Gedichte: die seiner kZmbloina-bumvtliiüo-politiooruineontmriabeigcfügtenspruch-artigen Verse, Franks. 1643 (auch Heidelb. 1666 u.1681) u. im Anhänge der von ihm besorgten 1. Aus-gabe vvn Opitzens Gedichten, 1624; Der Deutschenscharfsinnige kluge Sprüche, ^.popfttüsAwata ge-nannt, 1. Theil Straßb. 1626, dann 1628, 2. Theil1631, beide zusammen 1639, mit einem 3. Theile vonJ.L.Weidnervermehrte,Leyden1644, mit einem 4.u. 5., Amsterd. 1653 ff.; Neue Ausgabe mit Vorredevon Chr. Weise, Franks, u. Leipz. 1693; Auswahlvon B. F. Gnttensteiu Mannh. 1835.

Ziudelbinde (Her.), die herabfliegenden Endender beiden Bänder, mit denen die den Wappenhelmbedeckende Wulst nmwnnden ist.

Zindik, woher Zindiken,Ziiidikiten, arab. Form:ii. Band. 50