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Zimmcröfcn — Zimmt.
teil u. Revuen. 1877 ließ er in Wien aus HerbartsÄiachlaß Ungcdruckte Briese von n. an Herbart er-scheinen. Größere Gedichte von ihm sind: Guerillas-krieg (polit.), Bellevue 1845, anonym; König Wenzelii. Susanne, als Mscrpt. gedruckt, Wien 1849; 1>j)Apollon Ernestowitsch, russ. General, geb.1825 in Livland, trat 1843 in die rnss. Armee, be-suchte die Generalstabsakademie, machte 1849 imStabe des Grafen Berg den nngar. Feldzug mit,socht 1851—53 im Kaukasus, führte seit 1855 einSchlltzenregimentinArmenien, daun in Sewastopol,wurde 1855 Oberst, 1860 Commandenr der Trup-pen des sailischen Gebietes, für seine erfolgreicheExpedition nachKokand Generalmajor, 1862 Stabs-chef des Wilnasr Militärbezirkes, 1868 General-lieutenant n. Commandenrder 2. Grenadierdivision;1877 zum Commandeur des 14. Armeecorps er-nannt, operirte er, nach Überschreitung der Donaubei Braila 21. Juni in der Dobruüscha, ohne zueiner eingreifenden Action zu gelangen.
1) Thamhayn. Zi 6) Löffler. 4) u. 7— 10 ) Regnet. S) St.
li> 12) 13) Lagni.
Zimmeröfen, s. Ofen 2).
Zimmerpflanzen «.Zierpflanzen), Gewächs-,welche sich ohne große Schwierigkeit in den Wohn-rciumen u. andern Zimmern cnttiviren lassen oderLoch längere Zeit ohne Nachtheil in denselben ver-bleiben können. Ihre Anzahl ist ziemlich groß: na-mentlich Pflegen sich Pflanzen mit harten ob. dickenfleischigen Blättern gut in den Zimmern zu halten,wogegen diezenigen mit weichen, krautigen Blätternzeitweise ins Freie oder in Gewächshäuser gebrachtwerden müssen. Zn den erster» gehören u. a. ver-schiedene Farne, Agaven, Aloe, 4ra1ia Zisboidi,iudicu, verschiedene Arten von LsAouiu,Lucius, Latin Indien, Lfiamuodursu, Lordiiins,Licrodcndrou kru-;raus, Lötens, Louociiuium,Lorz'pim, Lrassuiu, LurouttM, Dasiliriou, Dra-caena , Lions sluskicu, lilisdsra, llozm curuosa,Libouin kioriuuuda, Datania, DiAutarta, Ltaranta,Otsn kraAians, Lassiliora, Lspsromiu urA^rou;Lüiiodoudrou, Liioonix.Liibospornm, Llocto^zms,^uccu u. v. a. Die Zahl der letzter» ist sehr großu. fast unbeschränkt, da für kürzere Zeit säst alle Pflan-zen den Aujenthalt im Zimmer vertragen. Zu denbeliebtesten gehören viele Arten der Gattungen ^.bu-tttou, ilcucia, ^cü/rautlios, Louv-urdiu, Lulcso-taria,6aiuotlin, Launu, Liusruriu d^brida, Librus,Lzmlumsu, Diuutlrus, Lricu, Luclisiu, Lloxiuia,t-auknnn.iül)'rtlls,t)tsriumOtsaudsr,?sInrAonium,Lctnuiu.Lrimuiuctiiususis.LIiododoudroll, Losa,Verbomr, Vsrouicu, viele Zwiebel- und Knollenge-wächse u. a. Von Len Z. gedeihen nur wenige langeZeit an dunkleren Standorten, sie verlangen sästalle einen Platz möglichst nahe am Hellen Fenster,namentlich diejenigen mit weichen, krautigen Blät-tern. Im Frühjahr pflegt man sie zu verpflanzen;sie müssen vorsichtig begossen werden, nur dann,wenn die Erde in den Töpfen ziemlich auSgetrocknetist. ZurLiteratur: VanHoutte.Liorsdss ssrrss stzurdins.Gem, bis 1879 27 Bde.sschmidlius Blumen-zucht im Zimmer, 4. (Pracht-) A. von Jühlke, Berl.1879; Reget, Lultur der Pflanzen im Zimmer, 4.Ausl. Petersv. 1878; Bilmorins illustrirte Blumen-gärtnerei, 2. A. von Nümpler, Ers. 1879. Wolde.Zimmerung, s. Bergbau, S. 205.
Zimmt (Caneel,Liunaruomum acutum), ^.) ech-ter Z., der hellbraune, süßlich gewürzhaste, zähe,ans dem Bruche faserige, aus dünnen, glatten, zu-sammengerollten Stücken bestehende, innere, von deräußeren u. inneren Rinde befreite Bast des baum-ähnlichen Z-stranches (Liunamomum cozdauicmn,s.d.); beliebtes Gewürz, in bester Qualität von Cey-lon, sonst and) aus anderen heißen Gegenden Asiens,von Cayenne rochen Antillen kommend. Er enthältviel ätherisches Öl (s. Z-öl) u. Gerbestofs, aber um rso weniger Schleim, je besser er ist, was geradezu tals Kennzeichen seiner Güte benutzt werden kann.
In der Medici» wird er als Analepticnm, als blut- !.stillendes Mittel u. zur Bereitung des Öls und derTinctur benutzt. Ans Ceylon u. Len Ostindischen In-seln geschieht Las Schälen jährlich zweimal, dergroße Schnitt vom April bis August und der kleineSchnitt vom November bis Januar. Man benutztnur die 2—4 jährigen Zweige. An mehreren Ortenlegt uian die abgejchälte Rinde 12—15 Stunden inKalkwasser, wodurch die gewürzhaften Thcile mehrbesestigt werden. Nachdem man die kleineren Stückeans die größeren gelegt hat, läßt man sie an derSonne trocknen, wobei sie in Röhren zusammen- ,taufen. Daraus macht man Bündel von ca. 10 icz- !Schwere u. 55—80 cm Länge, welche zu je vier zu-sammengebunden, in L>äckctzen gepackt und oft mitschwarzem Pfeffer umschültet werden (der Pscsjersangt alle noch im Z. befindliche Feuchtigkeit ein u. !erhält ihn in gutem Zustande. Je dünner u. je kräs- -stigsr riechend die Rinde ist, desto besser ist sie. Jetztwird der beste Z. aus London bezogen. Dem Ceylon-Z. steht der Java-Z. noch am nächsten, seineFarbe ist etwas dunkler, die Rinde glatter, sehr dünnu. meist sehr sorgfältig behandelt. Der Telichery-vd. Bombay- Z. ist ihm ähnlich aber Heller, dickeru. von schwächerem Geruch u. Geschmack (er kommtjetzt nur wenig nach Europa). Weit schlechrer ist derjetzt fast nicht mehr eingeführte, fade schmeckende hol-zige Madras- od. Maladar-Z., Holz-Cassia.
Der befand.in Frankreich sllr Ceylon-Z. verkaufteCayenne-Z. ist dicker, blässer, hat oft braune Fle-cken, u. stets viel Schleim. Nu: aus Ceylon befindensich wilde Z.-Bäume; aber der meiste Ceylon- und jaller andere Z. wird auf Plantagen gezogen. L)Cassia-Z.(Ziminicassie, chinesischer, indischer, fran- jzösischer, englischer Z.-Caneel, Liunamomum aro- sluakicum s. Lfiinsuso, von Liunamomum oassia >'stammend, aus Len Indischen Inseln, in Cochinchina, l iauf Malabar, auch in Westindien wachsend; im iHandel kommt er in etwa Z bis 1 lcA schweren, mit !dünn gespaltenem Rohr oder mit Baß gebundenenBündeln vor; die Länge beträgt gegen 45—60 cm,der Querdurchmesser etwa i ; cm, die Dicke H bis !1H m; selten kommen dickere Stücken vor. Er kenn- ^zeichnet sich außer durch seine Dicke u. dunkle brauu-rothe Farbe dadurch, daß nie viele Rinden in einau- !dergelegt sind. Der Geruch ist stark, zimnuartig, sdoch nicht so fein aromatisch, als beim echten; der (,Geschmack ebenfalls stark zimmtartig, etwas weniger j )süßlich, mehr stechend herb, u. die Rind- läßt sich zukeinem so feinem Pnlvec stoßen, als die des echten, adagegen aber ist sie ölretcher u. behält ihre gewürz- !hasten Theile länger. Zu dieser Z-art gehört auchder Moruna-Z., Copataza und wilderZ. ansMejico. L) Mutter-Z. (Lassiu iig'uoa), von