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Bd. 18 (1879) Vacarius - Zywilsk
Entstehung
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Zunmermaim. 783

Lanken u. Empfindung u. beherrscht bei seiner Be-obachtung der Natur namentlich die Wirkung desLichts in hervorragender Weise. Er cultivirt fastausschließend die stilisirte Landschaft n. staffirt sie oftmit mythologischen od. historischen Figuren. Werke:BöhmischerJudenfriedhof; Gewitterlandschaft; Fel-senlandschaft mit dem Kampf der Lapithen u. Ken-tauren (NenePinakothekinMünchen); Gebirgsland-schaft (ebenda); Faust u. Mephistopheles am Hoch-gericht; Gebet der Bergleute vor der Einfahrt inden Schacht; Abend am Lago Piano; Die Walpur-gisnacht auf demBrocken; MondnachtanderWeser;Die Findung des Moses (Galerie Schack); DerLagodi Lugano: Morgendämmerung; Rückkehr Marias».Johannis von Golgatha; Motiv ausdemBernerOberland. 8) Maximilian, beücntender Land-schaftsmaler, Bruder des Vorigen, geboren 7. Juli1811 in Zittau in Sachsen, starb 30. December1878, war bis zu seinem 23. Jahre Musiker, alswelcher er 6 Instrumente spielte, nebenbei Stein-drucker u. siedelte 1834 nach Dresden über, wo erBürgerrecht erwarb; 1837 aber ward er Schülerseines Bruders Albert in München und von KönigLudwig hochgeehrt, der 3 seiner Bilder der NeuenPinakothek einverleibte. 1877 verlor er einen Armdurch Amputation. SeinHauplgebiet warderWald,der dichte, schattige Laubwald. Seine Eichenland-schafteu sind vorzügliche, beinahe unübertrofseneLeistungen. Mit schönstem Erfolge hat er in ihnenRnysdael, sein Muster und Vorbild, uachgeahmt.Eine besondere Vollendung erreichte Z. auch in derPerspective. Auch alsRadirer leistete erNamhaftes.9) Richard Sebastian, badischer Hofmaler, be-deutend im Genrefach, geb. 9. Jan. 1815 in Hag-nau am Bodensee, Sohn eines Posamentiers, kam1827 zu einem Kaufmann in Meersburg in dieLehre, 1836 als Commis nach Remiremont in denVogesen, trieb aber dort in freien Stunden Zeich-nen und Malen, bereiste von da aus einen kleine»Theil von Frankreich u. ward dann in Freiburg imBreisgau wieder Commis. 1840 bezog er die Mün-chener Akademie, ging 1844 nach Paris und 1845über London, Holland und Belgien »ach Cvnstanz,von wo er 1847 nach München zurückkehrte. Eropfert der brillanten Mache nicht den geistigen Ge-halt und fesselt ebenso Lurch Gediegenheit als durchfeines Colorit. Werke: Die hl. drei Könige; DietheuereZeche; DiejungeWohlthäterin; Dorfkirchen-Musik; Fischerhütte; Der verirrte Sohn; DieJmpf-sinke; Die Musikanten; Der Liebesbrief; Die Zeit-ungsleser; Münchener Schrannentag; Die Leih-bibliothek; Dachauer Bauernhochzeit; Ein Zweck-essen; Die Deputation; In der Pension; Schnstec-werkstätte im Kloster Ottobenren rc. 10) Richard,namhafter Landschafts- und Genremaler, geb. inZittau (Sachsen) 2. März 1820, st. in München 4.Febr. 1875; erhielt seinen ersten Kunstunterrichtvon seinem Bruder Albert Z. (s. 7), wurde nachdessen Übersiedelung nach München Schüler Ludw.Richters, ging 1838 ebenfalls nach München undwidmete sich dort mit Erfolg der Historienmalerei,die er aber bald mit der Landschastsmalerei vertauschte. Z. besaß in eminentem Grade die Gabe,die Natur als Bild zu sehen und hatte darin großeÄhnlichkeit mit K. Rottmann. Dabei kam er, ohneje französische Bilder gesehen zu haben, durch eigene

Intuition zu einer Anschauung, die mit der der be-deutendsten modernen Künstler dieser Nation voll-kommen identisch war. Werke in der Netten Pina-kothek zu München, vier werthvolle Bilder, eineWinterlandschast im Besitze des deutschen Kaisers.1!) Johann v., der Begründer des denlschen, des.des sächsischenWerkzeugsmaschmenbanes, specielldesHolzbearbeitnngsmaschinenbaucs, wurde 27. März1820 zu Papa in Ungarn geboren; er bildete sichzuerst in der Werkstatt seines Vaters und einesVerwandten in Wien, später in München undChemnitz aus und errichtete 1844 in der letzterenStadt mit einem Fachgenossen zusammen eineFabrik zur Herstellung von Cylindern für Spinn-maschinen, sowie feineren Maschinentheilen. 1848trennte er sich von seinem Lompagnon, und seit1854 verlegte er sich auf den Bau von Werkzeugs-iiiaschinen. 1370 beschäftigte er in seiner Fabrik1000 Arbeiter. Im I. 1871 errichtete er ein bes.Etablissement für Holzbearbeitungsmaschinen undübergab seine ganze Fabrik einer Actiengesellschast,deren Gsneraldirector er wurde. Infolge der vonihm angestrcbten Förderung der Industrie Ungarnsu. der Unterstützung der gewerblichen Anstalten sei-nes Heimathslandes. wurde er vom Kaiser vonÖsterreich in den erblichen Adelsstand erhoben. 12)Robert, bedeutender Ästhetiker u. philosophischerSchriftsteller, Sohn des Johann August Z. (s. 5),geb.2.Nov. 1824 inPrag,stndirle, ei» glänzend an-gelegter Kopf, dort u. in Wien Philosophie, Mathe-matik». Naturwissenschaften, erhielt 1847 schon eineAssistentenstelle an der Sternwarte in Wien, habili-tirte sich 1849 als Privaldocent der Philosophie ander Wiener Universität, wurde >850 an die in Ol-mütz als außerordentlicher, 1852 als ordentlicherProfessor nach Prag u. 1861 nach Wien berufen,erhielt hier den Titel eines k. k. Hofralhes u. wurde1869 wirkliches Mitglied der kaiserl. Akademie derWissenschaften. Z., der zu den eifrigsten Vertreternder Hcrbartschen Schule zählt, hat es sich zur Aus-gabe gemacht, gegenüber der Hegel-Vischerjchsn Ge-haltsästhetik die anfdie Herbartsche Schule sich grün-dende Formästhetit zur Geltung zu bringen n. hathier in der That einen glänzenden Sieg errungen.Sein Hauptwerk ist: Ästhetik, Wien 185865, 2Bde., enthaltend die Geschichte (der erste der Ästhe-tik) u. Kritik, u. im 2. BL. das System der Ästhetik.Außerdem sind zu erwähnen dlvnackvlvxftir l-oibnirii,deutsch mit einer Abhandlung über Leibniz' undHerbarts Theorieen deswirklichenGeschehens, Wien1847; Leibniz und Herbart (Preisschr.) ebd. 1849;Das Rechtspcincip bei Leibniz, ebd. 1852; Philo-sophische Propädeutik, ebd. 1852, 3. A. 1867 (inmehrere sremde Sprachen übersetzt); ÜberdasTra-gische und die Tragödie, ebd. 1856; Studien undKritiken zur Philosophie und Ästhetik, ebd. 1870,2 Bde.; Lambert, der Vorgänger Kants, ebd. 1879.Die Schriften der kaiserl. Akademie enthalten vonihm: Leibniz u. Leising 1855; Clarkes Leben undLehre 1870; Über Kants mathematisches Lorurtheil1871; Kantu.diepositivePhckosophie, 1874: schel-lings Philosophie der Kunst, 1875; Über den Ein-fluß der Tonlehre auf Herbarts Philosophie, 1875 ;Perioden inHerbarts Philosoph. Geistesgang, 1876;Glaube u. Geschichte im Lichte des Dramas ic. an-dere Abhandlungen enthalten verschiedeneZeitschrift