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Schweden, erhielt den Adel, wurde 1801 GeheimerEtatsrath u. st. 4. Juni 1815. Er schr.: Geogra-phische Geschichte des Menschen und der allgemeinverbreiteten viersüßigen Thiere, ebd. 1778—1783,
3 Thle.; Über die Kompressibilität u. Elasticität desWassers, ebd. 1799; Lolibieak ourvez- ob tilg pre-sent staks ob Durops, Lond. 1788; AllgemeineBlicke auf Italien, Gotha 1797; Frankreich u. dieFreistaaten von Nordamerika, Berlin 1795; Allge-meine Üebersicht Frankreichs von Franz I. bis aufLudwig XVI. u. der Freistaaten von Nordamerika,ebd. 1800, 2 Bde.; Taschenbuch der Reisen, Leipz.1802 -13,12 Bde.; Die Erde u. ihre Bewohner,ebd. 1810—13, 5 Thle. (Auszug aus dem Taschen-buch); GeographischeAnnalen,3.Jahrg. 3) Ernst,bedeutender Theologn.Kanzelredner, gcb.18.Sept.1786 in Darmstadt, studirte bis 1804 in GießenTheologie u. Philologie, wurde 1805 Mitpredigerin Auerbach, 1809 Diakonus in Groß-Gerau, 1814Hofdiakonus in Darmstadt, 1816 Hofprediger und1831 Superintendent daselbst; er st. 24.Juni 1832,eben zum Prälaten, Proviuzialsuperintendenten u.Oberconsistorialrath designirt. Er begründete 1822die Allgemeine Kirchenzeitnng und 1824 die Allge-meine Schulzeitung, wozu nachher daS Theologischeund das Pädagogisch-Philosophische Literaturblattkamen. Er schr.: Briefe über dieKirchenvereinigungin Baden, 1822; Stimmen aus dem Reiche Gottesan u. für die bewegte Zeit, ebd. 1831; Predigten,Darmst. 1815—30, 8 Thle., 1.-3. Thls. 2. A.1829; mit seinem Bruder Karl und seinem SohnGeorg: Jahrbuch der theologischen Literatur, Essen1832—1838, 5 Bde.; Verfassung der Kirche undVolksschule im Großherzogthum Hessen, Darmstadt1832; gab auch Len Euripides, Franks. 1808—15,
4 Bde., Monatsschrift für Predigerwisseuschaften,Darmst. 1821—24, 6 Bde., Ensebios, Franks, a.M. 1822, Geist aus Luthers Schriften, Darmstadt1828—30, 6 Bde., u. F. V. Reinhards Ansichtenu. Benutzungen epistol. u. der neuen jächs. Periko-pen unter dem Titel: Homiletisches Handbuch fürdenkende Prediger, Franks, a. M. 1812—22, 4Thle., heraus; seine Lebensbeschreibung von K. Z.,ebd. 1833. 4) Clemens von, Geschichtsmaler,geb. 8. Nov. 1788 in Düsseldorf, st. 25. Jan. 1869in München, erhielt den ersten Kunstunterricht vonPeter v. Langer u. bezog 1804 die Akademie seinerVaterstadt, daun 1808jene inMllnchen, ward 1814zum Vorstand der Augsburger Kunstschule ernannt,lebte ein Jahr in Italien u. erhielt 1825 eine Pro-fessur an der Münchener Akademie; 1846 ward erDirektorder Pinakothek u. sämmtlicher Gemäldega-lerien Bayerns u. als solcher 1865 pensionirt. Vonseinen Arbeiten wären hier zu nennen: Die Wand-gemälde aus demAnakreon im Spcisesaal des Mün-chener Königsbaues; die Deckengemälde aus demLeben berühmter Künstler nach Cornelius, in derLoggia der Pinakothek. 5) Johann August, be-deutender österreich. Pädagog, geb. 14. Mai 1793zu Bilin in Böhmen, ,studirte in Prag Philosophieu. Rechtswissenschaft, 1817 Gymnasiallehrer in Jg-lau, 1822 Professor am Gymnasium der Kleinseiiczu Prag, 1844 Mitglied der Studienhojkommissionin Wien. Später war er thätig für die Reorgani-sation des österreich. Gymnasialschnlwcsens; 1849trat der freisinnige Mann, der namentlich trotz des
Metternichschen Systems das österreich. Schulwesenzu heben u. zu verbessern wußte, wegen Kränklich-keit aus dem Staatsdienste und beschäftigte sich nunvorzugsweise mit dem Studium der HerbartschenPhilosophie, um deren Ausbau er sich große Ver-dienste erwarb. Er. starb auf seinem Landgute beiPrag 25. April 1869. 6) Balthasar FriedrichWilhelm, Dichter und Historiker, geb. 2. Jan.
1807 zu Stuttgart, widmete sich im theologischenSeminar zu Blanbeuren u. Tübingen im Umgang tmit David Friedrich Strauß n.demAsthetikerVischer fzuerst der Theologie 1822—1830, lebte dann bis '1840 als Privatgelehrter in Stuttgart, u. von 1840au als Diaconus in Dettingen bei Urach. Nachdemer 1847 die Professur für deutsche Sprache, Litera-tur und Geschichte au der polytechnischen Schule inStuttgart erhalten hatte, wurde er 1848 zum Ab-geordneten sür Hall, Gaildorf, Krailsheim in diedeutsche Nationalversammlung gewählt, wo er zuden hervorragendernMitgliedern der Linken gehörte.Seine Betheiligung am Rumpfparlament führte1850 seine Entlassung von seiner Stelle an der po-lytechnischen Schule durch Ministerialerlass herbei.
Auch als Abgeordneter sür Hall zur wllrttembergi-schen coustituirenden Versammlung 1849 u. 1850,sowie für Lentkirch zum Landtag 1851 zeichnete sichZ. durch seine Beredtsamkeit und seinen Freimnthaus. Stach dem völligen Scheiternder 48er Beweg-ung trat Z. in den Kirchendienst zurück und wurde1854 Pfarrer in Leoubronn, 1864 in Schnaitheim,
1872 in Owen, wo er 22. Sept. 1878 st. SchriebGedichte, 3. A. Stuttg. 1854; Masaniello, Trauer-spiel, ebd. 1833; Amors u. Satyrs, Novelle, ebd.1833; Franzisca von Hohenheim, Novelle, ebd.1833; Geschichte Württembergs, ebd. 1835—37;
Die Befreiungskämpfe der Deutschen gegen Napo-leon I., 3. A. ebd. 1859; Prinz Eugen, ebd. 1838;Geschichte der Hohenstaufen, 2. A. ebd. 1865; DerDeutsche Kaisersaal, 2. A. ebd. 1856; Allgemeine !Geschichtedes groszenBauernkriegs, 2.A. ebd. 1856;Geschichte der deutschen Nationalliteratur, 2. A. ebd.
1856; Geschichte der Poesie aller Völker, 2. A. ebd.1856; Die deutsche Revolution, 2. A. Karlsruhe >1851; Die Geschichte der englischen Revolution, 2. jA. Darmst. 1854; Weltgeschichte für gebildete Frauen !u. Jungfrauen, Stuttg. 1854; Geist u. Leben desLbristenthnms, Stunden der Andacht sür unsereZeit, 2. A. ebd. 1863; Lebeusgeschichte der KircheJesu Christi, 2. A. ebd. 1869; Wahre Erzählungenaus der vaterländischen Geschichte, ebd. 1862; Ge- lschichte der Jahre 1840—60, ebd. 1862; Jllustrirte IKriegsgeschichte des Jahres 1866, ebd. 1868;Deutschlands Heldenkampf 1870—71 , ebd. 1873;Jllustrirte Geschichte des deutschenBolkes, ebd. 1871bis 1877; er bearbeitete auch Wirths Deutsche Ge-schichte in der 4. A., Stuttg. 1865. 7) Albert,berühmter Landschaftsmaler, geb. 20. Sept. 1809in Zittau (Königreich Sachsen), war nach dem Wil-len seines Vaters zuerst wie dieser Musiker, widmetesich aber insgeheim der Landschastsmalerei, ging1833 zu seiner Ausbildung nach München, erhielt1857 einen Nus als Professor an die AkademieMai-land, nach dem Abtreten der Lombardei an Sardi-nien cinengleichen an dieWienerAkademie u. wurde1872 pensionirt. Ein hochpoetischesTalentfesseltZ.den Beschauer durch Tiefe u. Erhabenheit der Ge»