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Bd. 18 (1879) Vacarius - Zywilsk
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Tover Tnivkralie.

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mit dem Vaterlands in wissenschaftlicher Beziehung «geblieben; infolge dessen ernannte ihn die ungarischeAkademie 1859 zu ihrem Mitglieds. Er schr.u. a.:Lsvsislc H^ätc-Xmsriicäbäi (Briefe aus Nordame-rika, Pesth 1856); Uta^äs DsI-LalikoroiädansReisein Slld-Californien, ebendaselbst 1858); außerdemlieferte er 1862 Beiträge zur physikalischen Geogra-phie des Meeres; ferner eine frisch geschriebeneSchilderung der Insel Ceylon, sowie eine sehr großeAnzahl kleinerer naturwissenschaftlicher und geogra-phischer rc. Aufsätze in englischen, spanischen unddeutschen Zeitschriften. Booch-Arlosso.

Taver (Laverius, Lavier), 1) St. Franz T.,Apostel der Indier, Sohn des Johann Jysse, einesnavarrischen Edelmanns, geb. 1506 ans dem Fa-milienschloß Jeviero an den Pyrenäen; stndirteTheologie in Paris u. wurde daselbst mit Ignatiusv. Loyola bekannt, zu dessen Orden er trat, ging alsapostolischer Legat zur Bekehrung der Heiden 1540nach Brasilien n. 1541 als Missionär nach Portug.Ostindien, dehnte seine Mission bis nach Ceylon,Malakka und selbst Japan aus, stiftete zn Goa einJesuitencollegium u. übersetzte den Katechismus indas Malabarische; er st. 1552 u. wurde in Goa be-graben, 1619 kanonisirt u.vomPapstBenedict XIV.1747 zum Protector von Indien erhoben. SeineBriefe, schon von Tursellinns u. später heranSgeg.,sind in Dan. Bartholus' Listoria xssborum psrllssnibas in Asm, Rom 1665, 5 Bde.; Lebensbe-schreibung von Tursellinns (Antw. 1598; H. Venn,TIrs Missionar/ iiis ansi iabcmrs ok §. X., Lond.1863; de Vos, Leben u. Briefe des hl. F. T., Re-gensburg 1877, 2 Bde. 2) Franz August T.,königl. Prinz von Polen und Litauen, Prinz vonSachsen und Administrator des KurfürstenthumsSachsen, Herzog zu Sachsen, zweiter Sohn des Kur-fürsten vonSachsen u. Königs von Polen,August III.(s. d.), geb. 25.Äug. 1730, wurde mit seinemBru-der Karl, dem nachmaligen Herzog vonKurland, beiAusbruch des Siebenjährigen Krieges 1756 vondenPreußen im sächs.Lager beiPirna eingeschlossen,ging hieraus nach Polen u. dann nach Böhmen, woer 1757 in Prag dasselbe Schicksal hatte; 1758 trateralsGraf vonder Lausitzin französischeKriegs-dienste, befehligte als Generallieutenant das bei derfranz. Armee stehende sächs. Armeecorps u. erobertemit diesem 31. Juli 1760 Kassel u. 1761 Wolfen-buttel, mußte dies aber nach einem vergeblichenVersuch auf Braunschweig bald wieder räumen,wurde 23. Juli 1762 von dem Herzog Ferdinandvon Braunschweig bei Lntternberg zwischen Kasselu. Minden geschlagen. Dec. 1763 nach dem Todeseines älteren Bruders, des Kurfürsten FriedrichChristian, und während der Minderjährigkeit seinesNeffen, des Kurfürsten Friedrich August, ward erAdministrator des Kurstaates «Lachsen bis 15. Sept.1768 und machte sich vielfältig um das Wohl desLandes, namentlich in finanzieller Hinsicht, verdient,hielt sich dann bis 1792 meist in Paris u. bis 1796in Nom ans, lebte hierauf auf seiner Herrschaft Za-beltitz und st. 20. Juni 1806 in Dresden. Er warseit 1767 in morganatischer Ehe mit Clara MariaRosa geb. Gräfin Spinncci verheirathet, welche denTitel Gräfin von der Lausitz führte (geb. 1741, st.22. Nov. 1792) u. hatte von ihr 6 Kinder. Lag-n.

Tenia, Hauptort des Greene County im nord-

amerikan. Unionsstaat Ohio, am Littls Miami,Knotenpunkt mehrerer Eisenbahnen, gutgebaut, hatverschiedene Fabriken, lebhaften Handel, 4 höhereLehranstalten u. 6377 Ew. (1870).

Temen (v. Gr.), 1) Titel des 13. Buches vonMartials (s. d.) Epigrammen, das lauter Distichenzum Lob oder Tadel eines Gastgeschenkes enthält;daher 2) Benennung einer Anzahl von mehr als400 Distichen GötheS und Schillers, die 1797 inSchillers Musenalmanach erschienen n. nächst einembis dahin unerhörten Strafgerichte über die Ver-irrungen des Zeitalters, namentlich aber im litera-rischen Felde auch treffende positive Bemerkungenüber Welt- u. Menschenleben, Kunst und Literaturenthielten n. einen gewaltigen Sturm erregten (vgl.den Art. Deutsche Nationallitcratnr, S. 226, u).Außer den 3Auflagen, welche derAlmanach mildenL. erlebte, sind sie später noch einzeln, Danzig 1833,abgcdrnckt. Vgl. Boas, Schiller und Goethe im L-kampf, Stuttg. 1851, 2 Bde.; Sanpe, DicSchiller-Goetheschen T., Lpz. 1852. Goethe ließ in derFolgeeine Reihe von Epigrammen, umer dem TitelZahme T., erscheinen, die, frei von persönlicherAufregung, treffliche Gedanken über Kunst u. Lebenaussprachen.

Tenros, Beiname des Zeus als Beschützer derGastfreundschaft.

Tcilogräphie(gr.), 1)Fremdschreibnng, Frcmd-schrist; 2) Schriftkunde fremder Sprachen.

Tcnokrates, aus Chalkedon in Bithynien, geb.396 v. Ehr., eifriger Schüler Platos, welchen die-ser in der Akademie immer um sich hatte und wel-cher ihn nach Sicilien begleitete. Nach Platos Todeging er nach Kleinasien, kehrte aber bald zurück u.wurde nach dem Tode des Speusippos 339 Vor-steher der Akademie, wo er bis an seinen Tod 314lehrte. L. war von rauhem Wesen, so daß ihn Platoerinnerte, nicht zn vergessen, den Grazien zn opfern,aber streng sittlich, so daß die Hetäre Lais vergebensalle ihre Buhlerkünste aufbot, ihn zu verführen.Die Athener achteten sein Wort einem Eide gleichu. betrauten ihn, obgleich er kein athenischer Bürgerwar, mit Gesandtschaften an den.König Philipp vonMakedonien u. an Antipater im Lamischen Kriege,dennoch aber verkauften sie ihn, als er ans ArninthLas Schutzgeld nicht bezahlen konnte, als Sklaven,aber der Käufer (Demetrios Phalereus) gab ihnsogleich wieder frei. Seine verloren gegangenenSchriften waren philosophischen u. mathematischenInhalts. Er blieb Platos Lehre im Ganzen treu,nahm aber fremde, namentlich mystische Elementein dieselbe auf u. vertauschte die Lehrmethode, daherec von Ein. als Verderber des Platonismus ange-klagt wurde. Unter anderen stellte er zwischen dieGottheit und den Menschen als Mittelstufe die Dä-monen hin, welche er als Zahlbegriffe mit denIdeen verwebt u. mit schöpferischer Thätigkeit be-gabt hatte. Die von Plato nur angeüentete Ein-theilung der Philosophie in Logik, Physik u. Ethikstellte T. bestimmt auf u. rechtfertigte sie, auch soller die Jmmatsrialität der Seele noch deutlicher alsPlato gelehrt haben. Einige haben ihm den pseudo-platonischen Dialog Axiochos zugeschriebcn. Vgl.Dionysius van de Wynpresse, I)s Xsnoorats 61ml-esäonio, Leyd. 1822.

Tenokrätie (v. Gr.), die Fremdenherrschaft.