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Bd. 18 (1879) Vacarius - Zywilsk
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Xurrtliiiim Tsintus.

Geschlechts der Alkmäoniden, Vater des Perikles,unterstützte den Kleisthenes bei seinen Reformen u.stand nach demselben mit Aristides an der Spitzeder öffentlichen Angelegenheiten. Dann war er einerder Ankläger des Miltiadcs, erhielt an der Stelledes Themistokles das Commando der Flotte u. trugviel zum Sieg der Griechen bei Mykale bei, machtenachher auch einen Zug nach dem Thrakischen Cher,sonnes, kehrte aber bald wieder nach Athen zurück.Seine Bildsäule stand auf der Akropolis neben derdes Anakreon. 2) Lakedäinonier, welcher anfangsin den makedonischen Kriegen diente und iin erstenPunischen Kriege den Karthagern ein Söldnerheerzuführte. Ihm wurde der Oberbefehl übertragenu. es glückte ihm 255 v. Chr. die Römer zu schla-gen und den Feldherrn Regulus selbst gefangen zunehmen. Bald aber standen Neider seines Ruhmesauf, er verließ daherKarthago u. soll auf dem Rück-wege nach Sparta auf Anstifter: der Karthager er-mordet worden sein.

Xantlüum Pflanzengattung aus der Familieder (tomposrtas; habituell von den übrigen Com-positen etwas abweichend; Blütheu getrennten Ge-schlechts, männliche in vielblllthigen Köpfchen mitcyliudrischer kahler Achse und fast kugeliger Hülle;weibliche nur zu zweien in einer verwachsenblättri-gen Hülle. Frucht länglich, von der Hülle einge-schlosseu. Art: X. LtrunurriumT,. (Spitzklette), mitherzförmigen, 35lappigen, rauhen Blättern, ei-förmig-länglichen, von hakenförmigen Dornen be-setzten Steinfrüchten; an Wegen u. Zäunen. DieSamen dienen in Ostfriesland als Kaffeesurrogat.X. spiuosum L., Blätter dreilappig, mit längerem,länglich-lanzettlichemMittellappen, amGruude keil-förmig, unterseits weißfilzig; Fruchlhüllen länglichelliptisch, dicht mit dünnen, geraden, an der Spitzehakenförmigen Stacheln besetzt. In SOEuropaheimisch, mit Wolle sowie mit Vieh auch iu WEuropaeingeschleppt u. stellenweise aus Angern u. Schutt-haufen. Engter.

Zbanthorhamnin (Rhamnin, Rhamnegin),Farbstoff aus deuAvignoubeeren, persischen Gelbbee-ren u. Kreuzbeeren (s. Ltrumnus); gelbliche, geruch-u. geschmacklose Krystalle, in Wasser u. Alkohol lös-lich, dient zum Gelbfärben.

Xsntborrbooa lAwr'kA (Grasbaum), Pflanzengatt,aus der Familie der lütiaosas, 12 in hohe, mitBlattuarben dicht besetzte».obeneinendicbtenSchopfvon schmalen, grasähnlichen Blättern tragendeStämme; aus dem Schopf steigt zur Blüthezeit einelanggestielte cylindrischeAehre empor, welche äußer-lich einem Kolben von llZ-pira, nicht unähnlich ist.Perigon 6theilig, bleibend; Staubblätter 6, amoberen EndederPerigonabschnitteeingesügt; Frucht-knoten 3fächerig, mitmehreren amphitropen Eichen;Griffel cylindrisch, Frucht eine knorpelig-holzigeKapsel mit l2 Samen in jedem Fach. Nur inAustralien, namentlich in den Bergwäldern. Siescheiden meist einen gelben, harzigen Saft aus demStamme aus. Von X. imstilis Km. kommt dasgelbe, scharfschmeckende Botanybai- od.Acaroidharz;es zeichnet sich Lurch die Menge Picrinsäure aus,welche es bei der Behandlung mit Salpetersäureliesert; bei der trockenen Destillation gibt es vielPhenyloxydhydrat. Alkalien lösen es leicht, Säurenfällen aus diesen Lösungen Benzoesäure. Wird bei

Magenschwäche u. Asthma angewendet. X. ardoroaÄ. L,-. lieferte ein dem Drachenblut ähnliches rothesHarz. Engter.

Xanthorrhöaharz, so v. w. Acaroidharz.

Tanthos (a. Geogr.), 1) so v. w. Skamandros;2 ) Fluß in Lykien, entsprang auf dem Tauros undmündete in das Mittelmeer; jetzt EsseniLa oder Et-schcn; 3 ) die größte u. berühmteste Stadt Lykiensin Kleinasien au dem gleichnamigen Flusse. Nachder Zerstörung durch die Perser unter Harpagos,um 546 v. Ehr., wurde L. wieder aufgebaut; alses 43 v. Chr. von den Römern unter Jun. Brutuswieder erobert wurde, verbrannten die Einwohnerihre Habe und ermordeten sich dann größtentheilsselbst. Ruinen beim jetzigen Kunik, welche in neuererZeit, seit 1838, von den Engländern, Fellows, For-des, Spratt u. A. untersucht worden sind; dieselbengehören meist der vorgriechischenZeit an u. mehrere,namentlich Säulen u. Basreliefs, sind von Fellows1843 als Xanbiriun maidiss in Las Britische Mu-seum nach London gebracht worden. Vgl. Charl.Fellows, Düs Xanblnun mardlss, London 1342;W. W. Lloyd, Xanbirian mardlss, ebd. 1845.

Tanthostderit, nadelförmiges, strahliges Braun-eisenerz, ist gelbbraun, zerreiblich, findet sich beiIlmenau in Thüringen.

Xuntkoxxlsus (Aantdoxz-Isas), s. kutaesus.

Xantkox^Ion §m., s. Aautdoxxlon.

Täntus, Jänos (Johann v.), verdienstvollerungarischer Naturforscher und Reisender, geb. 5.Oct. 1825 zuCsakonya (Somogyer Comitat), machteseine Srudicn in Fllnfkirchen u. Raab, diente mäh-reno der '' 'garischen Jnsurrection gegen Österreichin der Honvedartillerie, n. wanderte 1849 nachHay-naus Niederwerfung des magyarischen bewaffnetenWiderstandes nach Amerika aus. Im Laufe derJahre 185362 war er als Naturforscher bei ver-schiedenen nordamerikanischen imJntsresseder nähe-ren Erschließung wichtiger Länderstrecken unternom-mener wissenschaftlicher Expeditionen betheiligt, er-stattete über die Ergebnisse derselben umfassende Be-richte in den von dyr Universität Philadelphia her-ausgegebenen kroeesälnFS, und lenkte dadurch dieAufmerksamkeit der Negierung der Verein. Staatenauf sich, welche ihn als amerikanischen Cousnl nachMejico sandte. Hier blieb er, bis Bazaine mit sei-nem französischen Jnvasionsheere ihm den Aufent-halt in dem zum Kaiserreiche erhobenen Lande derAztekenunmöglich machte. DerVerhältnisse inseinemAdoptivvaterlande schließlich überdrüssig, entschloßer sich zur Rückkehr in sein Geburtsland Ungarn,das seit 1867 mit der durchgefllhrten Personalunion u.dem darin wurzelnden Dualismus ein ersrenlicheresBild bot, als die ewig unruhigen Verhältnisse in derNordamerikanischen Union. Als höchst werthvolleGabe überließ er seine vom Ausland mitgebrachtennaturwissenschaftlichen Sammlungen dem National-museum in Pesth, begleitete im Aufträge des unga-rischen Unterrichtsministers die von Oesterreich-Un-garn 1869 ausgerüstete Expedition nach Ostasien,bei welcher er 2 Jahre verblieb u. dann in anderwei-tem Aufträge der Regierung die großen ostastatischenInseln bereiste; 1871 kehrte er mit reicher Ansbeuteseiner Forschungen aus den Gebieten der Thier-,Pflanzen- u. Völkerkunde nach Pesth zurück. L. warauch in der Zeit seines Aufenthaltes in Nordamerika