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Wüstcnhühncr — Wuttkc.
Leu kann, thcils wegen der Seltenheit der Quellenund Oasen. Hie n. da sind Brunnen angelegt, ver-siegen diese aber oder werden sie vom Sande ver-schüttet, so sind Menschen n. Thiere rettungslos ver-loren. Ost sind diese Brunnen, z. B. in der Liby-schen W., 6—12 Tagereisen von einander entfernt,n., um sie vor dem Flugsand? zu schützen, mit Kno-chen von Kameelen eingefaßt u. nut Kameelhautei:bedeckt. Zwar wird auch stets Wasser in Schlauchenmitgenommen, das aber von der Hitze bald ver-oampst oder ungenießbar wird. — Non Tlnerenkommen säst nin Antilopen, von Pflanzen Disteln,Mimosen, dürres Strauchwerk n. Scrub fort. Außerdem Strauß wagen sich keine Vogel ui die W. Zug-vögel finden darin ost schaarciiweisc den Tod. IhrErscheinen gilt den Karawanen als Zeichen naherQuelle» u. Oasen. Die Böller des östlichen Conti-nents, welche die W-n nmwohnen od. ihre Oasen inBesitz genommen haben, sind, wie viele Küsten- od.Inselbewohner, Handelsleute od. Räuber. Zu denW-n sind endlich auch die Tundren zu rechnen. DieEntstehung der W n ist in erster Linie klimatischenbezw. meteorologischen, sodann localen Verhältnissenziiznschrciben. Unter den localen Verhältnissen spie-len neben derBodenbeschassenheit hoheRandgcbirge,welche die Feuchtigkeit abiorbiren, eine Hauptrolle.Bgl. die Artikel über die einzelnen der namhajt ge-machten W-n. Schroot.
WüsteuhithrrcrsFlnghiihner.I'tllroeliilLoL^.),Fain. der Hühnervögel; von gedrungenem Ban; Kopfklein; Schnabel kurz, seine Firste schwach gebogenNasenlöcher befiedert; Flügel u.Schwanz verlängert,Lauf kurz, befiedert; Zehen kurz, Hinterzche verküm-mert oder fehlend; Gefieder sandfarbig mit dunklerZeichnung; vom Habitus der Tauben; schaarenweisein sandigen Wüsten der alten Welt; die walzlichcnEier gelblich oder olivensarben, braun gesteckt. Hie-her iUtoroelos arennriim c m. S a nd hn h n.
Hinterzehe vorhanden, SEuropa, Afrika. 8)'rrliapto.sxrirackoxuschlltA., Step p enhnh »; Zehen befiedertund bis auf das Endglied verwachsen; ohne Hintec-zehe; Flügel langspitzig pinttlere Schwanzfedern ver-längert; trinken wie die Tauben saugend; Asien, inden letzten Jahren in Europa cingewandert, erschien18K3 an den Küsten Hollands, ans Borkum, dannan den Dunen Schottlands, Englands. Farwick.
Wusterhausen, 1) (W. an der Dosse), Stadtinr Kreise Ruppiu des prenß. Regbez. Potsdam, ander Dosse; Amtsgericht, starke Schuhmacherei; 1875:ZtSOEw. W. erhielt 1250 Stadtrechte, gehörte denEdlen zu Plotho und kam zu Ende des 13. Jahrh.an Brandenburg. Hier 1726TractatzwischenFried-rich Wilhelm I. von Preußen und Österreich. 2 )Fl-.cken, so v. w. Königs-Wusterhausen.
Wüthcndcs Heer (im Mittelalter WnotungcsHeer, d. h. Wodans Heer, in Schwaben heute nochMuoteshcer), nach der germanischen Sage ein TroßgespenstischerKämpen, welche im Herbst u. besondersin den Zwölfnächten, unter Anführung Wodans aufalten Schlachtfeldern erscheinen n. sich daselbst in denLüsten oder auf der Erde mit großem Getümmelherumtreiben und - schlagen. Diese Sage führt sichans Wodan zurück, welcher mit den Walkyren undEinheriar, nach den Schlachtfeldern zieht, um dortdie Leichen der Gefallenen abznholen. Statt Wo-dans wurden in den verschiedenen GegcndenDeuisch-
lands alte Nakionalhclden als Anführer gesetzt, soin der Lausitz und dem Orlagan Dietrich von Bern(Berndietrich, Dietcrbenada), in Niederhesscn Karlder Große, am Rhein der von seiner im schwangerenZustand mißhandelten Frau verfluchte sogenannteRitter Lindenschmidt, welcher ans der Burg Schnel-ler! im Odenwalde bei Linüenfels Hansen n., wennein Krieg bevorsteht, nach der gegenüber liegendenBurg Rodenstein ziehen loll, wo er verweile, bis derKrieg dem Ende nahe, und dann wieder heimziehe.Wahrend das Wnthendc H. vorzugsweise in West- n.Silddeulschlanderscheint, hat Norddentschlanddie ver-wandle Sage von derWi ldenJagd, woderWi ldeJäger lWaud, Waul, Wol, Wodejagcr, Helljägcr,'Nachi>äger>, auf weißem Roß (zuweilen ohne Kops),mit brcilkrampigem, das Gesicht beschattendem Huteund weitem, dunkelfarbigem Mantel, begleitet vonseiner Gemahlin, Holle, mit gespenstischem Gefolge,bestehend aus armen Seelen, Hexen, oft ohne Kopf,die Gedärme nach sich schleppend oder ans Hcxen-thieren reitend, feurigen oft dreibeinigen Hunden n.anderen Thiercn, unter Geschrei, Peitschenknall,Hnndegebell, Jagdrnf durch die Lüste zieht, Men-schen, denen er begegnet, milznreiten zwingt, ihnenden Hals umdreht, sie zerreißt u. ihre Reste ans de»Wolken herabwirst. Ans dem Böhmerwalde ver-sotgt der Wilde Jäger arme Seelen, welche Holz- u.Jagdfrevel begangen haben. In Thüringen n imManssetdschen schreitet vor dem Zuge ein alterMann mit weißem Stabe, der treue Eckard, welcherdie ihm begegnenden Menschen vor dem herannahen-dcn Weichenden H-e warnt. Dann folgt, begleitetvon zahlreichem Troß aus fensrängigen Pferden u.von gleichen Hunden, der eigentliche Wilde Jäger,zu Lebzeiten ein durch seine wilde Grausamkeitenberüchtigter Graf Hackelberg (Hackelbercnd, St.icke-bcand, Habsberg, in Thüringen n. Schwaben auchder Tolle Fuhrmann), welcher einst ans der Jagd,wo er die Bauern von Hunden Hetzen und ans dasGransaniste zerfleischen ließ, den Hals brach; dannkommt daS gespenstische Gefolge, üas der ans einerfahlen Mähre reitende Tod als Gerippe schließt.Die Wilde Jagd ist offenbar u. im Zniammenhangemit dem Wettergvtte Wodan, eine Personificirnngdes entfesselten Sturmes, begleitet voll Blitz undDonner, Hagel u. Verwüstung. Der Wilde Jägerverfolgt gewöhnlich ein Wild, in Niedersacüsen einenEber (der Wirbelwind, der dis Erde anstvnhlt), ur-sprünglich ein Weib, die Frigg, was ans die demSturme voraneilende Windsbraut (Wirbelwind)hindeutet. Schroot.
Wilthcrich (Wasserschierling) ist Oieiiia. virvaa.
Wilttke,!.- Heinri ch, namhafter Geschichtschrei-ber, geb. 12. Febr. 1818 in Brieg (Schlesien), wosein Baler Bürgermeister war, erhielt seine ersteBildung am Magdalenengymnasium in Breslau,schondamalsmit VortiebeGeschichte treibend, wandtesich, seit 1835 an der Universität daselbst, ganz deinhistorischen Studium zu n. trat schon im 20. Lebens-jahre mit einer kritischen Arbeit über das TagebuchValentin Gierths vor die Oefsentlichkeit; in demdarüber entstehenden literarischen Streite blieb W.Sieger. Nachdem er promovirt mit der sehr hochgeschätzten Dissertation über ThnkydideS und dasJahr l839 in Berlin zngebracht, sieöelte er 1810nach Leipzig über, wo er sich 1811 habilitirte und
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