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Bd. 18 (1879) Vacarius - Zywilsk
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Wyandots

durch seine eben so geistvollen als lebendigen Bor-träge über Geschichte n. historische Hilfswissenschafteneinen rasch wachsenden schlllerkreis nm sich sam-melte. Neben seiner akademischen Thätigkeit bcthei-ligte der an sich nngemein rege, lebhafte, keine Mi-nute ruhige Geist sich auch lebhaft an den politischenBestrebungen der Zeit; mit der Schrift: Polen undDeutsche, 1. u. 2. A. Lpz. 1847, trat er den pan-slawistischen Ideen seiner Zeit entgegen, zog aberauch die Feindschaft der preußischen u. österreichischenRegierung sich zu, was allerdings dem durch unddurch unabhängig sich haltenden Charakter keineSorge machte. Als 1846 der Offene Brief des Kö-nigs von Dänemark erschien, verfaßte er die ersteAdresse an die Schleswig-Holsteiner. Das Vorpar-lament in Frankfurt 1848 zählte ihn zu seinen Mit-gliedern und der Sächsische Vaterlandsverein hattein ihm seinen Hauptbegründer. Im Frühjahr 1848erhielt er auch eine ordentliche Professur an derUniversität n. damals zog ihn die sächs. Negierungmannigfach zu Rathe, man sprach sogar von seinerBerufung zu einer sehr hohen stelle. W., der frein. unadhängig bleiben wollte, lehnte Alles ab, tratnach Rob. Nlnms Tod als dessen Stellvertreter insDeutsche Parlament, wo er Mitbegründer und einesder eifrigsten Mitglieder der Großdsutschen Parteiwurde. Nach Leipzig znrückgekehrt, setzte er seineLehr- n. literarische Thätigkeit mit der ihm angebo-rene» Regsamkeit, die auch auf seine Umgebung be-lebend wirkte, n. mit glänzendem Erfolge fort, trotzvielfacher Anfeindungen wegen seiner politischen Ge-sinunng. Er war der entschiedenste Gegner der sog.preußischen Spitze, der Hegemonie Preußens inDeutschland und deshalb in schroffester Oppositiongegen die seit 1866 vor sich gegangene Entwicklungder deutschen Zustände. W. st. 14. Juni 1876 in-folge eines Hirnschlagcs. Von der großen Anzahlseiner Schriften seien erwähnt: Entwickelung deröffentlichen Verhältnisse Schlesiens, 2 Büe., Leipz.184243; Die schlesischen Stände, ihr Wesen, ihrWirken n. ihr Werth in alter und neuer Zeit, ebd.1847; Deutschlands Einheit, ebd. 1848; Erdkundeu. Karten des Mittelalters, ebd. 1854; Denkschriftüber die Echtheit der Kosmographie des JstriersAühikos im latein. Auszuge des Hieronymus undAusgabe der Kosmographie, beides ebd. 1854;Die Völkerschlacht bei Leipzig, Berl. 1863 u. ö.;Städtcbnch des Landes Posen, Leipz. 1864; Denk-schrift über das geistige Eigenthum, ebd. 1866; Diedeutschen Zeitschriften, Hamb. 1866, 3. A. 1876;lieber die Gewißheit der Geschichte, Lpz. 1865; Ge-schichte der Schrift», des Schriftthums, ebd. 1872,wovon aber nurderl.Band,Entstehung derSchrift,erschien, mit Abbildungen, 1873 rc. Sodann gab erHnichbergs Die dreiKriegsjahre 1756,1757 u. 1758in Deutschland, Leipz. 1856 u. Kloses Wilhelm vonOranien,ebd. 1864 heraus. Von seinem Jahrbuchder deutschen Universitäten erschienen 2 Bde., Leipz.1842. Aus seinem Nachlasse gab Müller-Franensteiuheraus: Zur Vorgeschichte der Bartholomäusnacht,Lpz. 1879. 2 ) Karl Friedrich Adolf, bedeutenderTheologe n. Culturhistoriker, geb. 10. Novbr. 1819in Breslau, studirte seit 1840 daselbst Theologie u.Philosophie u. habililirle sich, nachdem er seit 1844Hauslehrer an mehreren Orten gewesen war, inBreslau 1848 in der philosophischen Facultät; 1849

Wybicki.

bis 1850 redigirte er eine conservativ-constitutionelleZeitung in Königsberg; 1854 wnrde er Professorder Theologie in Berlin und 1861 in Halle, wo er12. April 1870 starb. Er gehörte in der Theologie,so wie in der Politik (186667 Mitglied der preuß.Abgeordnetenkammer) zu den Conservativen u. schr.:lieber die Kosmogonien der heidnischen Völker vorder Zeit Jesu (Preisschrift), Haag 1850; Geschichtedes Heidenthnms in Bezug auf Religion, Kunst rc.(Mongolen, Mexikaner, Peruaner, Chinesen, Ja-panerund Indier), Berl. 185153, 2 Bde.; Derdeutsche Volksaberglaube der Gegenwart, Hamburg1860, 2. A. 1869; Handbuch der christlichen Sitten-lehre, Berl. 1861 f., 2 Bde., 2. A. 1864 f.rc. Lagai.

Wylindots, so v. w. Huroncn.

Wynndotte, Hauptort des gleichnamigen, 187»10,015 Eiuw. zählenden County im Nordamerika»,llnionsstaate Kansas, an der Mündung des Kansasin den Missouri, wichtige Eisenbahnstation, mitKansas City, durch eine dem Eisenbahn- n. gewöhn-lichen Verkehr dienende Brücke verbunden; mehrerehöhere Lehranstalten, Blindenajyl des Staates Kan-sas, große Eisenbahn-Maschiuenwerkstätten; (187V)2940 Ew.

Whatt, 1) Sir Thomas, engl. Dichter, geb.1503 auf Alliugton Castle in Kent, studirte in Cam-bridge, stand bei Heinrich VIII. bald in Gunst, baldinllngnaden, seit 1537 High Sheriff von Kent, starbII. Oct. 1542 zu Sherborne. Als Sonettendichtersteht W. unter dem Einfluß Petrarcas , dagegen ister reines Original in der Satire n. gilt auch in derThat als der erste englische Satiriker. Postierstrvorlcs, neu heransgeg. von Bell, Glasg. 18667l>,u. von Hanueh in Lonrtls/ poöbs, Land. 1870. 2 )James, engl. Baumeister, geb. 3. Ang. 1748 inBnrton Constable, st. 5. Sept. 1813 in Marlborough.Er ist einer der ersten in seinem Vaterlande, der mitErfolg für die Wiederaufnahme des vom italienischenverdrängten gothischen Stiles thätig war und ganzeGebäude aus Gußeisen herstellte. Seit 1806 warW. Präsident der Malerakademie in London gewe-sen. Als Restaurator leistete er ganz Vortreffliches.Z) Mathew Digby, gleichfalls bedeutender Archi-tekt, geb. in Nowde in Wilts 1820, st. in Cambridge21. Mai 1877. Sein bedeutendstes Werk ist derPlan zum Londoner Weltansstellungsgebände vomJahre 1850; auch baute er viele Staats- n. Privat-bauten in England und Indien, wnrde 1869 zumRitter erhoben u. 1870 znm Professor in Cambridgeernannt. Er schr. u. a.: Lpooimsns ol Asomstriealmovaios ol tsts miästlo NASS, 1848; Listast rvorlcand its artistio stosipfn, 1852; Industrial arts oltstrs ninstlissntst ssnturz-, 1853,2 Bde.; Viervsoltlrs oristal pastaos and parlc ol Frstsniram. 1854;L.rt trsasnrss oktstrsunitostIcin^stum, 1837, 2Bde.;Pins art, a sststeb ol Iris sttistorz-, n. A. 1870; Lnarestitsots notoboolc in Lp-rin, 1872. 2) v) Regnet.

Wstliicki, Joseph, poln.Staatsmann,geb. 1747in Bendomin bei Danzig, trat zuerst als Landboteauf dem polnischen Reichstage von 1768 mit seinemVeto den unter russischem Einflüsse gefaßten Be-schlüssen entgegen n. mußte deshalb vor Leu Russenaus Warschau nach Krakau n. Ungarn flüchten; erschloß sich dann der Eonföderation zu Bar an undwar für dieselbe in Wien, in Berlin u. indem pol».Preußen thätig. Von hier ging er nach Holland