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Württemberg.
verwandelte die Karlsschule in die Karlsakademie, l 23. Dec. 1797 in Hohenheim. Sein ältester SohnLabei aber verkaufte er 1789—87 1000 Soldaten u. Nachfolger, Friedrich II., welcher protestanti-an die Holländer. Unter ihm wurden die Herrschaft sicher Confcssion war, fand die Staatskassen leer u.len Bönnigheim, Justiugen und Sterneck und ein j da er den Frieden von Paris (s. oben) nicht aner-
Thcil der Grafschaft Limpurg durch Kauf mit demLande vereinigt. 11. Fcbr. 1780 schloß er mit seineu Brüdern den fürstbrüderlichen Vergleich u. bekräftigte die Landesfrcihciten. Durch Vergleich vom21. Mai 1780 wurden die Grenzen zwischen Mömpclgard u. Frankreich berichtig!. 29. Mai 1753 tratBaden an W. für ewig alle Ansprüche an die ÄmterBesigheim, Mundelsheim, Altensteig u. Liebenzellab u. W. trat ihm dagegen 29. Nov. 1753 die Anfprllche auf die halbe Grafschaft Eberstein, seineRechte an das Dorf Neuenbürg u. die Bnrgvogleizu Gernsbach ab und zahlte noch 130,000 Gulden.Für Verzichtleistnng ans die Landeshoheit über dasKloster Zwiefalten erhielt W. >3. April 1750 vondiesem 210,000 Gulden, 3 Dörfern, mehrere Zehntcn. Kurz vor seinem Tode mußte KarlEugeninsolgeder Beschlüsse der französischen Nationalversamm-lung im Besitze der überrhciuischcn Gebiete geschä-digt, Truppenan denRhein senden, hielt aber durchkluges Benehmen den Feind von den Grenzen ab.Er st. 24. Oct. 1793 ohne Kinder; ihm folgte seinBruder Ludwig Engen, welcher lange mit ihmin Zwiespalt gelebt. Er mar gut u. rechtlich, suchteLen Nepotismus zu unterdrücken u. hob Febr. 1794die Karlsschule zur großen Unzufriedenheit auf. Erbethciligte sich an dem Kriege gegen die FranzösischeRepublik, was dem Lande viel Geld kostete. Auch erst. kinderlos schon 20. Mai 1795 u.hatte zum Nach-folger seiuenBruder Friedrich Eugen, den preußischen General, welcher seine Kinder zum JubelW-s protestantisch erziehen ließ. Er war gerecht,thätig u. geistig bedeutend. Die Franzosen drangen1796 siegreich in W. ein, feige liefen die W-er undschwäbischen Kreistruppen davon; ohne Schwertstreich räumte» sie den Kniebis. Der Herzog ließdurch den Minister von Wöllwarth am 17. Juli d.I. einen Waffenstillstand mit dem General Moreauin Baden abschlicßen, dem zufolge die württembergischen Truppen die Reichsarmee verließen, dasLand den Franzosen geöffnet wurde u. gegen Zusagedes Schutzes für Personen und Eigenthum 4 MiU.Franken Contribution zahlen und eine beträchtlicheAnzahl Kriegsbedllrsnisse liefern mußte, währenddie Franzosen 18. Juli Stuttgart besetzten. Am 7.Aug. kam der Friede zu Paris zwischen Wöllwarthfür W. und der Französischen Republik zu Stande,dem gemäß W. von der Coalirion gegen Frankreichzurücktrat, mit ihm Freundschaft schloß, ihm seineBesitzungen auf demlinkenRheinufer(Mömpelgard,Hericourt, Passavant, Horburg, Reichenweiler undOsthcim, 7 HsM mit 14,000 Ew.) abtrat, seineFestnngendcnFranzosenränmte, obigeContribulionzahlte, Len Franzosen freien Durchzug durch dasLand gestattete u. die französischen Ausgewandertenentfernte, wogegen es das geheimeBersprechen einerEntschädigung (das Straßburger Amt Oberkirch,die Abtei Zwiefalten u. die Propstei Ellwangen rc.)erhielt. Nach Moreans Rückzug, Oct. 1796, rächtensich die Österreicher in Schwaden wegen des Sepa-ratfriedens und der Friede von Campo Formio ge-währte nur eine kurze Frist der Erholung, aber be-vor der Krieg wieder ausbrach, st. Friedrich Engen
kannte, sondern sür, seinem Vater durch die Ständeabgezwungcn erklärte und wieder Theil an demNeichskriege nahm, so mußte er 1798 eine vorläu-fige Kriegsstener ausschreiben, welche von dem stän-dischen Ausschuß nicht gebilligt wurde. Friedrichordnete nun 17. Aug. 1798 eigenmächtig eine Aus-hebung von 4000 Mann an, entließ die gegen LeuKrieg mit Frankreich stimmenden Geheimräthe und20. Nov. die Landesversammlung, ging gegen meh-rere Ständemitglieder mit Gewaltmaßregeln vor u.als die Landesversammlung ihre Entlassung igno-rirte, wurde ein Reichshofrathsbeschlnß 17. Dec.1799 ansgewirkt, welcher die Verfügung des Her-zogs bestätigte, und 1799 wurde ein bes. Heer fürenglische Snbsidiengelder ansgestellt. Anfangs recht-fertigte zwar der Gang des Krieges die Politik desHerzogs, aber Ende April 1800 drangen dis Frau-zosen in Schwaben ein; das Land mußte 6 Will.Franken Contribution zahlen, Hohentwiel ging aufschmähliche Weise 2. Mai verloren, wurde geschleiftund der Herzog floh im Juli mit allem Gelde nachErlangen, dann nach Wien, W. sich selbst überlas-send. Damals sprach man von Theilnng W-szwischeuBayern u. Baden u. von Friedrichs Entschädigungdurch Hannover, ja 1796 hatte Österreich daran ge-dacht, ihn mit Mailand n. der österreich. Lombardeizu entschädigen. W. litt furchtbar durch die Fran-zosen n. trug alle Lasten, der hartherzige Fürst that'Nichts für es. Der Lüneviller Friede 1801 machteendlich dem Kriege ein Ende, Friedrich kam IS.Mai zurück, herrschte aber als Feind der Stände.
7. März 1802 versprach ihm Bonaparte reicheGebietsentschädignng u.imNcichSdeputakionshcuipt-schlnß vom 25. Febr. 1803 erhielt er die PropsteiEllwangen, die Stifter Combnrg und Obristenseld,die Abtei Nottenmünster, die Klöster Heiligkrenzthal,Margarethenhausen, Schönthal u. Zwiefalten, Dür-renmettstetten, die Reichsstädte Reutlingen, Eßlin-gen, Weil,'Rottweil, Aalen, Giengen, Hall, Gmünd,Heilbronu, zusammen 294-sHjM mit 11 2,858Seelenu. 633,000 Gulden Einkünften. Zugleich erhielt derHerzog die K u rw ü rü e u. das Privilegium eio nonLppollirnäo. Als Kurfürst war er Neichs-Erzpa»-nerherr.
Die neu erworbenen Lande wurden in drei Land-voigteien,Ellwangen,Heilbronn u. Nottweil getheilt,mit eigener Negierung n. dem Namen Neu-W.,denn da diese Länver keine ständische Verfassung hat-ten, so wollte der Kurfürst sie unumschränkt regierenn. deshalb nicht mit seinen ererbten Ländern verei-nigen, worüber große Zwistigkeiten mit den Stän-den entstanden. Doch der Knrsüst blieb dabei, lag inFehde mit der Landschaft, dem Sohne und ganz W.,scheute kaiserliche Einsprache nicht mehr und schloßsich Lasür gefügig Bonaparte an. 1805 wollte Frie-drich neutral bleiben, wurde aber, als der MarschallNey 1. Oct. vor Stuttgart erschien, von Napoleonselbst inLndwigsbnrg genülhigl 2.Oct. ein Bündinßmit Frankreich zu schließen, worin er sür Frankreich8000 Mann zu stellen versprach, wogegen ihm Na-poleon nicht nur denBesitz seiner Staaten garantirte,sondern ihm auch Entschädigung für alle an die sranz.