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Armee zu machenden Lieferungen versprach und di^Mietingen, Sulmingen und Neu-Ravensburg (zns.KönigSkrone nebst Landerwerb verhieß; in ciner!etwa >80,000 Seelen). Die ehemaligen reichSun
Klageschrift gegen Oesterreich stellte Friedrich Lessensäwttilliche Vergehen gegen W. ans Len letztenJahren zusammen. Ein Theil von W. wurde nunfreilich von Len Österreichern überschwemmt und ge-brandschatzk, aber das schnelle Borrücken der Fran-zosen zwang diese bald das Land zu räumen u. indem Frieden von Preßbnrg (26. Dec. 1805) erhieltW. die Grafschaften Hohenberg,Nellcnburg n. Bonn-dorf, die Landvoigtei Mors, die HerrschaslcnTribergu. Ehingen, die fünf Donaustädtc Ehingen, Munder-kingeu, Niedlingen, Mengen und Saulgau, den inW enclavirten Theil des Breisgaus, die L-tädteVillingen n. Bräunlingen, die Besitzungen des Deutscheu u. Johannitcrordens und die Öbcrherrlichkeitüber die von W. eingeschlossenen Besitzungen derReichsritterschast (105,137 Seelen). Außerdemwurde Friedrich König mit vollster Souveränetät.Die ihm unbequeme Verfassung hob Friedrich schon30. Dec. 1805 ans, da Souveränetät u. ständischeInstitutionen sich nicht vertrügen. 1. Jan. 1806nahm der Kurfürst die Königswürde an, währenddie Franzosen noch lange in W. hausten.
Am 18. März 1806 erhielt nun das Königreicheine neue Organisation. Die alten u.neu erworbenenLänder wurden zu einem Ganzen vereinigt n. in 12Kreise(27. Oct.l8l0iu >2Laudvoigtcien) getheilt, jeunter einem Kreishanptmann u. eine gleichförmige,ganz Bonapartische Bcrwaltnng eiugefüyrt. Andie Stelle des Geheimen Nathes wurde 7. Januar1806 ein Staats Ministerium gesetzt. Am 3. Juniwurde ein Grcnzberichtigungsvertrag zwischen W.n. Bayern geschlossen. 12. Juli trat der König demRheinbünde bei, erklärte 1. August in Regensburgseinen Austritt aus dem Deutschen Reiche u. über-nahm inderNhcinbundsacte die Verpflichtung,Frank-reich 12,000 Mann Kontingent zu stellen. Bayerntrat die Herrschaft Wicscnsteig, die Abtei Wiblingenund die Grafschaft Schclkliugen an W. ab; W. tratau Baden ab die Grafschaft Bonndorf, die StädteBräunlingen, Villingen u. Tuttlingen mit dem Ge-biete rechts der Donau und erhielt dafür die StadtBiberach mit Gebiet. Da aber der König sich ent-schieden weigerte, Tuttlingen hcrzugeben, kam 17.Oct. in Karlsruhe eui Tausch- u. EpurationSvcrtragzu Stande: W. erhielt Tuttlingen mit dem rechtsder DonauliegendenAmtsgebiete, Hoheit u.Lehens-Herrlichkeit über die Herrschast Mühlheim, verschie-dene Orte u. Rechte u. überließ dagegen au Badenden 1805 erworbenen Theil des Breisgan, Villingenlinks der Brigach, das Schloß Sponeck, die DörferNeuhansen, Öber-Eschbach, Dürrheim u.s. w. VomDeutschen Orden erhielt W. in der Rheinbundsactedie Kommenden Kopfenburg u. Altshanscn —fernerempfing es die Souveränetät über die Besitzungender Häuser Truchseß von Waldbnrg, Hohenlohe(außer Kirchberg u.SchillingssUrst),Thurn u.Taxis(theilweise), Salm - Krautheim, über die Grafschaf-ten Baindt, Guttenzell, Egloffs, Roth, Hegebach,Jsny, die Grafschaft Limpurg-Gaildorf, das Fnr-stemhnm Ochsenhausen, die Herrschaft Warthansen,das Rcichsstist Weingarten, die Grafschaften Schns-senried u. Weißenau, die Grafschaft Königsegg-Au-lendorf, die Fürstenbergischen Herrschaften Gundel-fingen und Ncusra, die Herrschaften Thannheim,
Pierers Umverial-Conversations-Lexiron. k. Aufl. XVIII. Land.
mittelbaren Stände blieben in ihrem Besitz, behiel-ten ihre Domänen, die Forst- u. Jagdgerichtsbar-keit u. die Befreiung von der Personensteuer rc., aberihre landesherrlichen Rechte fielen dem Staate zu.Im Januar 1809 erhielt W. von Baden in einemGrenzvertrage Sernatingen. In seiner Uunui-schränktheit verfuhr Friedrich oft mit eiserner Strenge,griff die alten Körperschaften schonungslos an, zogdas Vermögen kirchlicher Slijlnngen ein, ebensodie Regalien der Reichsunmittelbaren, beschränkteihre Steuerfreiheit, schafstedie meisten gutsherrlichenRechte ab u. hob 22.April 1808 alle Fideicommissen.Familienverlräge, 10.Mai1809 alle patrimonia-len Rechte auch der Standeshcrren nebst der Steuer-freiheit ec. auf: dabei verbot er dem Adel, ausznwan-dern oder in andere Dienste zu treten. Die bäuer-lichen Verhältnisse wurden nicht um ein Haarverbessert; ein tüchtiger Beamtenstand wurde bei derköniglichen Tyrannei unmöglich; die Conscriptioulastete wie ein Alp auf ganz W. Die Abgaben fürDeckung des Hofhaltes, und die auf dem Kriegsfüßeerhaltene Armee wurden unerschwinglich. 1806 und1807 fochten die W-cr unter Prinz Jcröme u. Van-damme in Schlesien, 1809 unter den Augen des Kai-sers selbst, abermals von Bandamme befehligt, inBayern, wo sie sich des. in der Schlacht bei Abens-berg sehr auszeichneten u. alle Angriffe ans Vorarl-berg auf W. kräftig abschlugcn. Durch den WienerFrieden (14.Oct. 1809) erhielt W. neue Vergrößer-ung, 24. April 1810 desgleichen durch den Vertragvon Compicgnc u. 18. Mai 1810 durch einen Ver-trag mit Bayern: nämlich die Landgerichte Tettuang,Buchhorn, Wangen, Ravensburg, Lcutkirch, Söf-lingen, Weißlingen, Albeck, Elchingen, KrailSheim,die Stadt Ulm, Theile von sechs anderen Landge-richten, die Oberhoheit Uber die Grafschaften Fng-ger-Kirchberg n. Dietcnheim, über die Thurn-Taxis-schcn Besitzungen Neresheim und Dischiugen, überHohenlohe-Kicchberg, Theile von Öltingen-Spiel-berg n. -Wallerstein (ca. 160,000 Seelen). W. tratan Bayern einige Orte (z.B.Weiitingcn, Gebscutel)ab u. schloß 2. Oct. 1810 in Paris einen Vertragmit Baden, indem cs dieLaudgrafschaftNellenbnrg,die Städte Hornberg u. Schillach, den MarktfleckenSt. Georgen rc. abtrat. Außerdem behielt W. das1809 besetzte Fürsteuthum Mergentheim. W. zähltenun 1,350,000 Seelen. Hierzu kaufte der König1813 vonHohcuzollern-Hechingen den DistrictHirsch-latt. Mit dem Ministerium verband der König 1.Juli 1811 einen Staatsrath. 6. Nov. 1806 stifteteer einen Civilvcrdienstorden, 6. März 1807 den Or-den des goldenen Adlers. Während des Feldzugsvon 1812 bildeten die würtiembergischen Truppen,18,000 Mann stark, die 25. Division der GroßenArmee n. standen unter dem Oberbefehl des Mar-fchalls Ney; sie zeichneten sich bei Smolensk, Valn-tina-Gora u. Mosaifk, sowie auf dem Rückzüge aus,lheilten das Geschick der Großen Armee und nurwenige Hunderte von ihnen kehrten in die Heimarhzurück. Es mußte ein neues Kontingent ausgerüstetwerden, von welchem ein Theil wenigstens anfangs1813 eine Division des 4. ArmeccorpS unter demfranz. General Bertrand bildete; aber infolge derSchlacht bei Leipzig, in der noch znm großen Unwillen
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